“Wir haben mehr Macht, als wir denken”

Montag, 20. April 2015 07:50

Telepolis, 20.04.2015
Kapitalismus, Krise und Befreiung: Gespräch mit dem Bestsellerautor und geistigen Vater der Occupy Wall Street Bewegung, David Graeber
Prof. David Graeber lehrt Anthropologie an der London School of Economics. Er ist Aktivist in zahlreichen antiautoritären und anarchistischen Netzwerken wie dem Direct Action Network sowie Occupy Wallstreet und gilt als Erfinder der berühmten Parole “We are the 99 Percent.”. In Deutschland erfreute sich sein Bestseller “Schulden: Die ersten 5 000 Jahre” großer Beliebtheit. Telepolis sprach mit ihm.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44643/1.html

Die deutsche Exportdampfwalze

Samstag, 18. April 2015 07:26

Neues Deutschland,  14.04.2015
Die Bundesrepublik lässt sich ihr Wachstum vom Ausland bezahlen

Es geht aufwärts in Europa, erwarten zumindest die Konjunkturauguren. Neben dem niedrigen Ölpreis, der die Binnennachfrage im europäischen Währungsraum etwas belebt, sorgt vor allem der schwache Euro für die wirtschaftliche Belebung auf dem krisengeplagten Kontinent. Der durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beförderte Sturzflug des Euro, der gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner binnen Jahresfrist im Schnitt um 15 Prozent abwertete, ließ in Wechselwirkung mit der knallharten Austeritätspolitik Berlins die Exportüberschüsse der Eurozone regelrecht explodieren. Im vergangenen Jahr betrug das europäische Außenhandelsplus 194,8 Milliarden Euro (nach 152,3 Milliarden im Jahr 2013), womit es den Überschuss der eigentlichen »Werkstatt der Welt«, Chinas, um rund 50 Prozent übertraf.
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Flucht nach vorn

Donnerstag, 16. April 2015 08:40

Konkret 03/15

TTIP und die Folgen: Was treibt die Eliten auf beiden Seiten des Atlantik zum Abschluss neuer Freihandelsabkommen?

Es hat sich inzwischen bis zur »New York Times« (»NYT«) herumgesprochen, dass irgendetwas mit den von Washington forcierten Freihandelsabkommen nicht stimmt. Er sei im Allgemeinen ein Anhänger des Freihandels, beichtete der bekannte US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman Ende Januar in einem Blogbeitrag für die »NYT«, doch mache ihn die gegenwärtige Rhetorik der Befürworter einer Handelsliberalisierung argwöhnisch; sie sorge dafür, dass sich ihm mitunter »die Nackenhaare sträuben«. Die US Chamber of Commerce – der weltgrößte Unternehmenszusammenschluss – habe den Abschluss der transatlantischen und pazifischen Handelsabkommen zu ihrer obersten Priorität erklärt; mit ihrer Umsetzung solle das Wirtschaftswachstum in den betroffenen Wirtschaftsräumen maßgeblich und nachhaltig angekurbelt werden.
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Die Steigbügelhalter

Mittwoch, 08. April 2015 20:24

Telepolis, 08.04.2015
Deutschlands repressive Krisenpolitik ist maßgeblich für den Aufschwung der extremistischen Rechten in Europa verantwortlich. Aufstieg und Zerfall des “deutschen Europa”, letzter Teil

Wer kennt sie nicht, die unzähligen Plakate und Transparente auf Demonstrationen in Südeuropa, die Merkel oder Schäuble als neue deutsche Nazis – mit Hitlerbärtchen oder in SS-Uniformen – darstellen? Inzwischen scheint man sich auch in Deutschland an diesen Anblick gewöhnt zu haben; ganz so wie sich die Öffentlichkeit in den USA daran gewöhnt hat, dass die US-Fahne irgendwo in Südamerika oder dem Nahen Osten mal wieder bei Protesten verbrannt wird.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44598/1.html

Der Zerfall des deutschen Europa

Mittwoch, 08. April 2015 20:23

Telepolis, 03.04.2015
Wie die Systemkrise in Wechselwirkung mit der deutschen Krisenpolitik die gerade erst errungene europäische Dominanz Berlins unterminiert. Aufstieg und Zerfall des “deutschen Europa”, Teil 2

War es Zufall, Fügung, Schicksal – oder eine Folge skrupelloser Großmachtpolitik, dass Deutschland zur dominierenden europäischen Großmacht aufstieg? Das European Council on Foreign Relations ist der Ansicht, die “hegemoniale” Rolle Berlins sei Folge eines “Zufalls”, da die Bundesrepublik im Kontext eines “Vakuums” und durch zufällige “Umstände” an die “Spitze der EU” gerückt sei. Deutschland habe zwar eine “Schlüsselrolle” während der Eurokrise gespielt und über allen Entscheidungen in Finanzfragen “emporgeragt”, doch sei Berlin zugleich vor den “Verantwortlichkeiten” in anderen Politikbereichen zurückgewichen und habe die “Kosten der Führung” gescheut.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44497/1.html

Neuorientierung in Umbruchzeiten

Dienstag, 31. März 2015 10:08

Telepolis, 31.03.2015
Die kurdische Linke sucht bei einem internationalen Treffen in Hamburg nach neuen Wegen der Emanzipation

Link: http://www.heise.de/tp/news/Neuorientierung-in-Umbruchzeiten-2587334.html

Veranstaltungen Hamburg

Montag, 30. März 2015 09:16

Am 2. April findet eine Diskussionsveranstaltung mit mir im Golem statt, wo wir uns an der alten und brennend aktuellen Frage “Was tun?” abarbeiten werden.

Näheres unter: http://golem.kr/?p=7644

Hiernach nehme ich an der Network for an alternative Quest Conference teil, die vom 3. bis zum 5. April in Hamburg stattfindet.

Näheres unter: http://networkaq.net/

Generation Sarrazin

Freitag, 27. März 2015 07:07

Streifzüge 63/2015
Eine kurze Skizze der Genese der neuen deutschen Rechten

Es sind quälende 70 Minuten, die jeder Youtube-User über sich ergehen lassen kann, der „Pegida: Die Interviews in voller Länge“ in das Suchfeld dieser Videoplattform eintippt und sich das ungeschnittene Rohmaterial mit Interviews von Pegida-Anhängern anschaut, das ein Reporterteam des NDR-Politmagazins Panorama ins Netz stellte. Panorama entschloss sich zu diesem ungewöhnlichen Schritt, nachdem ein als Provokateur agierender Undercover-Mann von RTL sich unter die Interviewpartner des Reporterteams mischte und Vorwürfe einer manipulativen Darstellung dieser Aussagen in einer Panorama-Reportage laut wurden. Bei Durchsicht des Materials wird aber offensichtlich, dass die Aussagen des RTL-Provokateurs zu den zurückhaltendsten und vorsichtigsten xenophoben Äußerungen gehören, während viele der „echten“ Pegida-Anhänger offensichtlich Mühe haben, ihren Hass und ihre Wut überhaupt noch im Zaum zu halten.
Von daher stellen die Interviews eine der wenigen Gelegenheiten dar, Einblicke in das Weltbild einer rechtsextremen Bewegung zu erhalten, deren Gefolgschaft sich für gewöhnlich jeglicher Analyse ihrer Wahnvorstellungen verweigert – frei nach dem Motto: „Mein Wahn gehört mir.“ Zwei ressentimentgeladene Argumentationsstränge fallen bei den Interviews sofort auf: einerseits die Klagen über zu niedrige Löhne und Renten, über die zunehmende Prekarisierung und soziale Zerfallstendenzen, für die ausnahmslos „die Ausländer“ verantwortlich gemacht werden, und anderseits die felsenfeste Überzeugung, Deutschland sei ein okkupiertes und ferngesteuertes Land.

Link: http://www.streifzuege.org/2015/generation-sarrazin

Der Aufstieg des deutschen Europa

Montag, 23. März 2015 08:12

Telepolis, 23.03.2015

Wie die Bundesrepublik seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts zur gefürchteten europäischen Führungsmacht aufstieg: Über die erdrückende Dominanz Berlins in der Eurozone, Teil 1

Wer hat das Sagen in Europa? Diese brisante Frage lässt sich am besten in jenen häufigen Krisensituationen beantworten, in denen die Interessen dieser neuen europäischen Großmacht tangiert werden. Die derzeitigen Auseinandersetzungen um die “europäische” Krisenpolitik gegenüber Griechenland lieferten mal wieder tiefe Einblicke in die reellen Machtverhältnisse in der Eurozone.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44423/1.html

Geschäftsfeld: Barbarei

Sonntag, 15. Februar 2015 19:47

Der Islamische Staat als global agierender Terrorkonzern

Aus: BIG Business Crime Nr. 1/2015

Kein Abgrund scheint größer als der zwischen den Steinzeitislamisten des Islamischen Staates (IS) und den liberalen Zentren des kapitalistischen Weltsystems, in denen keinen Göttern, sondern dem freien Mark gehuldigt wird. Und dennoch kommen etliche Beobachter im Westen nicht umhin, die evidenten Ähnlichkeiten bei Organisationsformen, Strukturen und Öffentlichkeitsarbeit zwischen der Terrortruppe und dem Rückgrat der westlichen „freien“ Marktwirtschaft, den transnationalen Großkonzernen, zu bemerken.
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