Die Verbrechen des Bill Gates

Montag, 25. Mai 2020 06:00

Telepolis, 25.05.2020

Ein Blick hinter die Kulissen der Selbstdarstellungsshow des Microsoft-Milliardärs macht deutlich, wie Ideologie im Spätkapitalismus funktioniert

Die Versuchung ist groß, die Hassobjekte des um sich greifenden Wahns zu idealisieren. Doch auch wenn Millionen Wahnwichtel und Folienkartoffeln ihn zum neuen Oberbösewicht einer geheimen Weltregierung ernannt haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass es sich bei Bill Gates um eine emeritierte Charaktermaske des Kapitals handelt, die nur deswegen zur Zielscheibe der abermals anschwellenden autoritären Revolte wurde, weil sie quasi in Rente ist.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Verbrechen-des-Bill-Gates-4727474.html

OS LIMITES DO ESTADO

Montag, 25. Mai 2020 05:27

Tomasz Konicz

Um olhar sobre a periferia do sistema mundial deixa claro que o Estado não pode oferecer uma saída para a crise sistémica do capital.

Numa perspectiva histórica, o curso da actual crise da dívida e da economia na Argentina tem de ser visto como uma certa rotina, uma vez que o país sul-americano está actualmente ameaçado pela nona bancarrota nacional na sua história económica. Mais recentemente, em 2001, um governo argentino teve de anunciar a insolvência do Estado durante uma grave crise económica que pauperizou vastos sectores da população.

O grande duelo [1] foi desta vez – após vários adiamentos – marcado pelo Presidente Alberto Fernández para 22 de Maio. Até esse dia, os fundos e outros grandes proprietários estrangeiros de obrigações do Estado argentino têm de responder à oferta de reescalonamento da dívida do Governo argentino ou apresentar as suas próprias contrapropostas. Buenos Aires quer reestruturar os empréstimos no valor de 63,3 mil milhões de dólares americanos, a fim de evitar a ameaça aguda de falência do Estado.

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Die Grenzen des Staates

Donnerstag, 21. Mai 2020 11:23

Telepolis, 21.05.2020

Ein Blick auf die Peripherie des Weltsystems macht klar, dass der Staat keinen Ausweg aus der Systemkrise des Kapitals bieten kann

Aus einer historischen Perspektive betrachtet, müsste der Ablauf der aktuellen Schulden- wie Wirtschaftskrise in Argentinien mit einer gewissen Routine einhergehen, droht doch dem südamerikanischen Land aktuell der neunte Staatsbankrott seiner Wirtschaftsgeschichte. Zuletzt musste eine argentinische Regierung 2001 die Zahlungsunfähigkeit des Staates während einer schweren Wirtschaftskrise verkünden, die weite Teile der Bevölkerung pauperisierte.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Grenzen-des-Staates-4724974.html

O LITÍGIO SOBRE A COMPRA DE OBRIGAÇÕES PELO BCE: A EUROPA ALEMÃ EM ROTA KAMIKAZE

Donnerstag, 14. Mai 2020 20:47

Tomasz Konicz
The Lower Class Magazine, 14 de Maio de 2020, Tradução de Boaventura Antunes

Irá a zona euro em erosão sobreviver à crescente controvérsia sobre a actual política de crise, que grassa tanto em Bruxelas como em Berlim?

No actual período de reanálise da crise do euro, as comparações com Hitler estão de novo em pleno andamento. O embaixador maltês na Finlândia provocou impacto por ocasião do aniversário da vitória sobre o fascismo nazi. Há 75 anos, a Europa e o mundo „pararam Hitler“, mas quem iria agora parar Angela Merkel, perguntou o diplomata no Facebook. Merkel tinha conseguido fazer o que a Alemanha nazi não tinha conseguido fazer, tinha realizado o sonho de Hitler de „controlar a Europa“.

Tais comparações já estavam na moda: no auge da primeira grande crise pan-europeia da dívida, quando o então Ministro Alemão das Finanças Schäuble começou a submeter os países do Sul da Europa a um regime draconiano de austeridade neoliberal, perante os aplausos do público alemão, a partir de 2010, Merkel ou Schäuble foram repetidamente retratados em uniformes nazis ou com barbas de Hitler em contramanifestações na Grécia ou em Espanha.

Tal impertinência, porém, deixará de ser possível em 2020: O embaixador teve de se demitir imediatamente, enquanto o Ministério dos Negócios Estrangeiros de Malta pediu desculpa a Berlim pelo comentário „insensível“. Moral da história: não é sensato enfurecer a Alemanha, porque a RFA tem uma palavra a dizer na zona euro.

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Streit um EZB-Anleihenkäufe: Deutscheuropa auf Kamikaze-Kurs

Donnerstag, 14. Mai 2020 10:53

Lower Class Magazine, 14. Mai 2020

Übersteht die erodierende Eurozone die zunehmenden Auseinandersetzungen um die gegenwärtige Krisenpolitik, die in Brüssel wie in Berlin toben?

In der aktuellen Neuinszenierung der Eurokrise haben Hitlervergleiche mal wieder Konjunktur. Den Aufschlag machte der maltesische Botschafter in Finnland anlässlich des Jahrestages des Sieges über den Nazifaschismus. Vor 75 Jahren habe Europa und die Welt “Hitler gestoppt”, wer würde nun aber Angela Merkel stoppen, frage der Diplomat auf Facebook. Merkel sei gelungen, woran Nazideutschland gescheitert war, sie habe Hitlers Traum erfüllt, “Europa zu kontrollieren”.

Solche Vergleiche waren schon einmal in Mode: Auf den Höhepunkt der ersten großen paneuropäischen Schuldenkrise, als der damalige Bundesfinanzminister Schäuble ab 2010 daran ging, unter Beifall der deutschen Öffentlichkeit die Länder Südeuropas einem drakonischen neoliberalen Sparregime zu unterwerfen, wurden bei Gegendemonstrationen in Griechenland oder Spanien immer wieder Merkel oder Schäuble in Naziuniformen oder mit Hitler-Bärtchen dargestellt.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/05/14/streit-um-ezb-anleihenkaeufe-deutscheuropa-auf-kamikaze-kurs/

Freie Hand für neue Viren

Mittwoch, 13. Mai 2020 06:30

Kontext, 13.05.2020

Mit ihrem Glauben, der Markt werde alles regeln, blamieren sich Neoliberale bis auf die Knochen. Besonders deutlich wird das am Versagen der Pharmabranche. Medikamente gegen unerforschte Erreger, wie sie auch der Klimawandel verbreitet, werden nur entwickelt, falls Profit winkt.

Die Corona-Pandemie dürfte einen Ausblick auf den Umgang mit künftigen Krankheiten und Pandemien bieten, die durch gesellschaftliche Erosionstendenzen und den Klimawandel zusätzlich befördert werden. Steigende Temperaturen etwa bilden längst einen Faktor bei der Ausbreitung sogenannter Tropenkrankeiten in Südwestdeutschland, sodass in südlichen Regionen Baden-Württembergs bereits Mückenjäger unterwegs sind, um gesundheitliche Gefahren einzudämmen. Der Hintergrund: Seit 2007 findet die wärmeliebende asiatische Tigermücke, potenzieller Überträger von Denguefieber und Zika-Virus, auch in Deutschland einen Lebensraum. Während der großen Hitzewelle 2018 wurde erstmals die Übertragung des Westnil-Fiebers – ausgelöst durch das tropische Westnil-Virus – in Deutschland nachgewiesen, das sogar von den heimischen Mückenarten verbreitet werden kann.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/476/freie-hand-fuer-neue-viren-6730.html

Marode kapitalistische Misswirtschaft

Samstag, 09. Mai 2020 07:44

Telepolis, 09.05.2020

Rasant zunehmender Hunger und massenhafte Lebensmittelvernichtung – in der gegenwärtigen Krise tritt die mörderische Irrationalität der kapitalistischen Produktionsweise offen zutage

Da ist er wieder, der unvermeidliche Kartoffelstandard aus fast drei Jahrhunderten Krisen-, Kriegs- und Armutszeiten der „wohlfahrtsteigernden Marktwirtschaft“.
Robert Kurz, Schwarzbuch Kapitalismus

Es gibt Dinge, die man sich in Krisenzeiten – wenn es mal wieder gilt, Konzerne und Banken mit vielen Milliarden Euro zu stützen – schlicht nicht leisten kann. Nahrung zum Beispiel. In der Bundesrepublik als einem der reichsten Länder der Welt sind ohnehin Millionen Menschen von Mangelernährung betroffen. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch zusätzlich zugespitzt, weil die Betroffen sich aufgrund explodierender Preise für Frischprodukte ausreichende Mengen von Obst und Gemüse schlicht nicht kaufen können.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Marode-kapitalistische-Misswirtschaft-4717812.html

Karlsruher Sprengladung

Dienstag, 05. Mai 2020 18:04

Telepolis, 05.05.2020

Kommentar: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Anleihekäufen der EZB droht das morsche „Europäische Haus“ vollends zum Einsturz zu bringen

Die wichtigste geldpolitische Maßnahme, die seit Ausbruch der Eurokrise den Bestand der Eurozone gewährleistete, ist nach einem Urteilsspruch des Verfassungsgerichts in Karlsruhe teilweise grundgesetzwidrig. Der Aufkauf von Staatsanleihen, den die Europäische Zentralbank EZB im gigantischen Umfang betreibt, um die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln, ist nach dem Urteil der Verfassungsrichter teilweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Karlsruher-Sprengladung-4714936.html

Tag der antifaschistischen Mobilisierung

Samstag, 02. Mai 2020 18:04

Telegraph, 02.05.2020

Der Tag des Sieges hatte für mich – da ich in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts politisiert wurde – schon immer einen schalen Beigeschmack, der sich in den letzten Jahren nicht nur verstetigte, sondern verstärkte. Es setzt sich der Eindruck fest, als ob der historische Sieg über den Faschismus uns zwischen den Fingern zerrinnen würde, als ob die antifaschistischen Kräfte, die in einer breiten, selbst Systemkonkurrenz kurzfristig überbrückenden Allianz zusammenkamen, um der Barbarei ein Ende zu setzen, diesen Sieg gewissermaßen rückwirkend verspielen würden.

Link: https://telegraph.cc/tag-der-antifaschistischen-mobilisierung/

Die Wirtschaft wird leben, auch wenn wir sterben müssen!

Dienstag, 28. April 2020 20:48

Telepolis, 28.04.2020

Wolfgang Schäuble und Boris Palmer machen mit ihren jüngsten Äußerungen klar, wo im Notfall die Prioritäten in einer kapitalistischen Marktwirtschaft liegen. Ein Kommentar

Was haben sich Ende März noch alle aufgeregt, als reaktionäre Republikaner in Texas ihre Mitbürger angesichts des einsetzenden Wirtschaftseinbruchs aufforderten, ihr Leben für das Wohl der US-Wirtschaft zu opfern – und trotz Pandemie zu arbeiten. Dabei bildeten die USA auch damals nur die Avantgarde der krisenbedingten Verrohung der veröffentlichten Meinung. Wenige Wochen später ist eben dieser monströse Opferdiskurs in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik plötzlich präsent.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Wirtschaft-wird-leben-auch-wenn-wir-sterben-muessen-4711435.html

Buchveröffentlichung „Klimakiller Kapital“

Montag, 27. April 2020 06:53

Liebe Leute, mein neues Buch ist nun fast überall erhältlich.

Klimakiller Kapital

Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört

Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleuni­genden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden.
Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden.
Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

Link: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=962

Corona: Krisengespenster kehren zurück

Montag, 27. April 2020 06:50

Lower Class Magazine, 27. April 2020

Der gegenwärtige Krisenschub scheint den Spätkapitalismus im Rekordtempo in eine längst überwunden geglaubte, barbarische Vergangenheit abstürzen zu lassen.

Wie lange lässt sich die Notwendigkeit der Überwindung der spätkapitalistischen Produktionsweise ignorieren, während diese offen in Krise und Barbarei versinkt? Weite Teile der sozialdemokratisch verhausschweinten Umverteilungslinken in der Bundesrepublik mögen noch immer die Augen ganz fest zudrücken angesichts des sich global entfaltenden Desasters, um die notwendigen, radikalen Schlussfolgerungen nicht ziehen zu müssen, die so abträglich für Koalitionskalkül und Karriereplanung sind. Den deutschen Funktionseliten aber dämmert es inzwischen durchaus, was da auf sie zukommt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem informellen Verlautbarungsorgan der deutschen Bourgeoisie, spricht man inzwischen von einem “Pearl-Harbor-Moment”. Der wirtschaftliche Umbruch, den das Virus ausgelöst habe, werde über “Generationen dauern”, hieß es in einem Kommentar. Die “Dramatik dessen, was sich gegenwärtig vollzieht” entziehe sich weitgehend gängiger Einordnung.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/27/corona-krisengespenster-kehren-zurueck/

OUSAR MAIS APOCALIPSE

Montag, 27. April 2020 06:47

24 de abril de 2020 Tomasz Konicz

Enquanto a crise climática ameaça ficar fora de controlo, o Governo alemão está abandonar qualquer política climática significativa a nível europeu.

Ainda é uma seca – ou é o „novo normal“ da manifesta crise climática? Grandes partes da Europa já sofrem de seca severa na primavera, o que evoca lembranças dos períodos de seca dos últimos anos [1]. Se essa tendência continuar, 2020 será o terceiro ano consecutivo de seca na Europa [2].
Particularmente afectadas estão a Alemanha Oriental, a República Checa e a Polónia, onde grandes partes do país sofrem com a seca extrema, e áreas agrícolas estão agora em risco de destruição. Os bispos da Polónia pediram recentemente orações para o início da chuva [3] porque a seca ameaça justamente na fase de crescimento a colheita deste ano e os meios de subsistência de milhares. „Quanto mais a leste se vai, mais seco fica“, disse um comerciante agrícola à Topagrar [4].
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Mehr Apokalypse wagen

Montag, 27. April 2020 06:45

Telepolis, 24.04.2020

Während die Klimakrise außer Kontrolle zu geraten droht, verabschiedet sich die Bundesregierung von jeglicher nennenswerten Klimapolitik auf europäischer Ebene

Ist es noch eine Dürre – oder die „neue Normalität“ der manifesten Klimakrise? Weite Teile Europas leiden schon im Frühjahr unter einer schweren Trockenheit, die Erinnerungen wachruft an die Dürreperioden der vergangenen Jahre. Sollte der diesjährige Trend sich fortsetzen, wäre 2020 das dritte europäische Dürrejahr in Folge.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Mehr-Apokalypse-wagen-4708817.html

„Krisen sind ein guter Grund, auf Wirtschaftsplanung zu setzen“

Montag, 27. April 2020 06:44

Telepolis, 17.04.2020

Ein Gespräch mit dem Politischen Ökonomen Philipp Dapprich über die Aktualität wirtschaftlicher Planung in Krisenzeiten.

Philipp Dapprich studierte Physik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Politische Ökonomie an der University of Manchester, England. Seit 2016 Promotion und Lehre an der University of Glasgow, Schottland. Dapprich arbeitet derzeit an seiner Dissertation. Titel: „Rationality and Distribution in the Socialist Economy“.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Krisen-sind-ein-guter-Grund-auf-Wirtschaftsplanung-zu-setzen-4699776.html

Tempo de curandeiros

Samstag, 18. April 2020 19:13

Uma visão polémica dos esforços de adaptação da ideologia capitalista em tempos de crise climática manifesta.

Tomasz Konicz, Boaventura Antunes

„A ideologia não se sobrepõe ao ser social como uma camada destacável, mas mora no ponto mais íntimo do ser social“.
Adorno, Dialéctica Negativa

Perante a crise climática, a confiança da humanidade no capitalismo como o melhor de todos os mundos possíveis está a derreter-se ainda mais depressa do que os icebergues e os glaciares do Ártico. É „um resultado alarmante“ o que revelou um inquérito global abrangente sobre a confiança na ordem económica capitalista, afirmou em Janeiro de 2020 uma porta-voz da „empresa de comunicação“, Edelman. (1)
No âmbito do „Barómetro da Confiança“ anual, no qual 34 000 pessoas de 28 países são questionadas sobre a sua confiança na economia capitalista, pela primeira vez uma maioria dos inquiridos (2) expressou uma opinião predominantemente negativa sobre a economia de mercado. A Alemanha está na tendência global crítica do capitalismo. O sistema tem mais desvantagens do que vantagens – esta opinião também foi partilhada por 55% dos participantes no inquérito na Alemanha. Apenas 12% dos alemães disseram que iriam beneficiar de uma economia em crescimento.
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Etappensieg für Berlin

Montag, 13. April 2020 07:05

Telepolis, 10.04.2020

Im Streit um sogenannte Corona-Bonds konnte sich das nördliche Zentrum gegen die südliche Peripherie der Eurozone durchsetzen – vorerst

Am Donnerstagabend konnte sich Europas Politelite doch noch auf einen Kompromiss in der Streitfrage einer europäischen Krisenpolitik einigen. Beim Tag zuvor kurzzeitig unterbrochenen Treffen der europäischen Finanzminister wurde gegen 22:30 die Einigung auf ein Paket von Krisenmaßnahmen verkündet, die insbesondere den von Pandemie und Wirtschaftseinbruch besonders hart getroffenen Ländern Südeuropas zugutekommen sollen.

Insgesamt sollen sich die vereinbarten Kredit- und Arbeitsmarktprogramme auf rund 500 Milliarden Euro summieren. Diese Krisenprogramme bestehen aus drei Komponenten: einem Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank für kleine und mittlere Unternehmen von rund 200 Milliarden Euro, Kreditlinien aus dem Euro-Rettungsschirm ESM, die sich auf rund 240 Milliarden belaufen sollen, sowie einem von der EU-Kommission angeregten Programm für Kurzarbeiter, das mit 100 Milliarden Euro ausgestattet wurde.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Etappensieg-fuer-Berlin-4701322.html

Konjunktur für Gesundbeter

Samstag, 11. April 2020 12:20

exit-online.org, 11.04.2020

Ein polemischer Überblick über die Anpassungsleistungen kapitalistischer Ideologie in Zeiten der manifesten Klimakrise.

„Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne.“

Adorno, Negative Dialektik

Angesichts der Klimakrise schmilzt das Vertrauen der Menschheit in den Kapitalismus als die beste aller möglichen Welten noch schneller dahin als die Eisberge und Gletscher der Arktis. Es sei „ein alarmierendes Ergebnis“, das eine umfassende globale Umfrage bezüglich des Vertrauens in die kapitalistische Wirtschaftsordnung zutage gefördert habe, erklärte eine Sprecherin des „Kommunikationsunternehmens“ Edelman im Januar 2020.

Im Rahmen des alljährlichen „Trust Barometer“, bei dem 34 000 Menschen aus 28 Ländern nach ihrem Vertrauen in die kapitalistische Wirtschaftsweise befragt werden, hat erstmals eine Mehrheit der Befragten2 eine überwiegend negative Meinung zur Marktwirtschaft geäußert. Dabei liegt Deutschland im kapitalismuskritischen globalen Trend. Das System weise mehr Nachteile als Vorteile auf – dieser Meinung schlossen sich auch 55 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Bundesrepublik an. Nur 12 Prozent der Deutschen gaben an, von einer wachsenden Wirtschaft zu profitieren.

Ungeklärt bliebt bei der Umfrage, was die befragten Bundesbürger konkret unter Kapitalismus verstehen, da zugleich rund 75 Prozent erklärten, der eigene Arbeitgeber sei ihr „vertrauensvollster Partner“. Für die Studienmacher war diese Ambivalenz aber kein Grund, auf die explizite Warnung vor einer Legitimitätskrise des Kapitalismus zu verzichten, da die Menschen angesichts der Klimakrise und des „technologischen Wandels“ auf der Suche seinen nach Antworten auf die „großen Fragen“, so eine Unternehmenssprecherin: „Weil die Wirtschaft jedoch bislang keine ausreichenden Antworten gibt, stellen immer mehr Menschen das kapitalistische System selbst infrage“.

Diese zunehmende „Suche nach Antworten“, die beim Komminukationsunternehmen Edelman die Alarmglocken schrillen lässt, ist eine Reaktion auf die sich verschärfende sozio-ökologische Systemkrise, die sich in Wechselwirkung von innerer3 und äußerer4 Schranke der Entwicklungsfähigkeit des kapitalistischen Weltsystems vollzieht; also der Unfähigkeit des Kapitals, der Produktion einer ökonomisch überflüssigen Menschheit bei gleichzeitiger ökologischer Verwüstung des Planeten wirksam zu begegnen.

Aller ideologischen Dauerbeschallung zum Trotz dämmert es inzwischen einer Mehrheit der Weltbevölkerung, dass das Gesellschaftssystem, in dem sie zu leben genötigt sind, die Ursache der zunehmenden, schlicht katastrophalen Krisenerscheinungen5 ist, die alljährlich an Intensität6 gewinnen.

Diese sich abzeichnende Legitimitätskrise des kapitalistischen Weltsystems lässt in der Medienbranche die Marktnachfrage nach neuen Legitimationsmustern, nach neuen ideologischen Narrativen ansteigen, mit denen das System gerechtfertigt werden könnte. Die manifeste Klimakrise, in der das Kapital ganze Kontinente um der uferlosen Selbstvermehrung willen verbrennt7, ist somit auch die große Zeit neuer Ideen und Argumentationsmuster, mit denen das falsche Ganze allen Katastrophen zum Trotz legitimiert werden soll. Die gegenwärtige manifeste Krisenzeit ist somit auch die große Zeit der Gesundbeter des Kapitalismus.

Link: https://exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=733

US-Funktionseliten auf dem Apokalypse-Trip

Donnerstag, 09. April 2020 14:14

Telepolis, 09. 04.2020

Mit dem Rückzug von Bernie Sanders aus dem Rennen ums Weiße Haus schwinden die Chancen auf eine geordnete Systemtransformation rapide – ein Kommentar

Der linke US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders zieht sich aus dem Vorwahlkampf der Demokraten zurück, um Joe Biden, dem Kandidaten des Parteiestablishments, das Feld zu räumen. Zum Abschied gibt es für den demokratischen Sozialisten ganz viel Lob von all jenen Medien, die zuvor alle Hebel in Bewegung setzten, um ihn zu diskreditieren und zu marginalisieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/US-Funktionseliten-auf-dem-Apokalypse-Trip-4700976.html

USA: Wirtschaft im freien Fall, Ende offen

Donnerstag, 09. April 2020 06:24

Lower Class Magazine, 09.04.2020

Die Wucht des aktuellen Wirtschaftseinbruchs ist so groß, dass es schwer geworden ist, überhaupt noch historische Analogien zu finden. In den Vereinigten Staaten, wo die Prekarisierung des Arbeitslebens besonders weit vorangeschritten ist, explodiert die Arbeitslosigkeit regelrecht. Allein in der zweiten Märzhälfte mussten sich in den USA rund zehn Millionen Lohnabhängige arbeitslos melden, wobei vor allem die letzte Märzwoche verheerend ausfiel, als 6,65 Millionen US-Bürger ihren Job verloren.

Zum Vergleich: Der stärkste wöchentliche Anstieg der Erwerbslosenzahl seit Einführung der Statistik war bis dahin im Jahr 1982, am Ende der historischen Krisenperiode der Stagflation registriert worden, als während einer schweren Rezession, die durch radikale Zinserhöhungen der Fed („Volcker-Schock“) ausgelöst wurde, rund 695 000 Lohnabhängige staatliche Unterstützung beantragen mussten.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/09/usa-wirtschaft-im-freien-fall-ende-offen/