Letzter neoliberaler Tanz auf dem Vulkan

Freitag, 22. Januar 2021 17:54

telegraph #137/138, 2020/2021

Die demokratische Administration unter dem greisen Establishment- Präsidenten Joe Biden wird die gigantischen Probleme nicht lösen können, denen sich die USA ausgesetzt sehen.

Was ist von Joe Biden, dem 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, zu erwarten? Nicht viel, denn es scheint angesichts seines fortgeschrittenen geistigen Verfalls sicher, dass der greise Establishment-Mann seine Amtszeit vorzeitig beenden wird, um die Präsidentschaft irgendeinem Washingtoner Insider – wie der als knallharte Generalstaatsanwältin berüchtigten Vizepräsidentin Kamala Harris – zu übergeben. Unabhängig von konkreten Personalien ist von der demokratischen Administration auch kein substanzieller Politikwechsel zu erwarten, der es fertigbringen würde, der tiefgreifenden sozialen wie ökologischen Krise, in der sich die USA wie das gesamte spätkapitalistische Weltsystem befinden, wirksam zu begegnen,. Biden trat gegen Trump mit dem Wahlkampfslogan an, eine „Rückkehr zu Normalität“ zu gewährleisten, als ob der Rechtspopulist im Weißen Haus nur einen „Betriebsunfall“ darstellen würde – und nicht ein spezifisch amerikanisches Symptom der Weltkrise des Kapitals wäre. Die zutiefst konservative Idee, mitten in einer sich entfaltenden sozio-ökologischen Krise die Uhr der Geschichte zurückdrehen zu wollen, um eine neoliberale „Normalität“ wiederherstellen zu wollen, die selber Krisenfolge und Krisenverstärker ist, kann sich nur bitter an eben dieser Realität blamieren.

Link: https://telegraph.cc/letzter-neoliberaler-tanz-auf-dem-vulkan/

Die Weltverbrennungsmaschine

Freitag, 22. Januar 2021 16:52

Neues Deutschland, 23.01.2021

Warum ein ressourcenschonender Kapitalismus prinzipiell unmöglich ist

Können Kapitalismus und Klimaschutz vereinbart werden? Für die veröffentlichte Meinung jedenfalls scheint diese Frage längst geklärt. Die Notwendigkeit, die fossile Wirtschaftsweise hinter sich zu lassen, wird diesseits der AfD in der Bundesrepublik kaum noch ernsthaft infrage gestellt. Selbst eine stockkonservative Wirtschaftspartei wie die CDU schafft es inzwischen, in ihren Deklarationen ein Bekenntnis zum Klimaschutz abzulegen. Doch zugleich werden in Nordrhein-Westfalen, kurz nach der Wahl Armin Laschets zum CDU-Chef, ganze Dörfer abgerissen, um die besonders klimaschädliche Braunkohleverbrennung auszuweiten.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147322.klimaschutz-die-weltverbrennungsmaschine.html

ILUSÃO E CRISE. O MUNDO COMO A VONTADE DOS CONSPIRADORES

Freitag, 22. Januar 2021 07:49

Tomasz Konicz, 20.01.202. Tradução de Boaventura Antunes
Medida pelo seu conteúdo, a ilusão em massa em tempos de crise pode parecer risível. Como fenómeno social, no entanto, deve ser levada a sério. Pois as ideologias da conspiração não são um corpo estranho na sociedade, diz o nosso autor. Pelo contrário, são uma forma desesperada do centro neoliberal em erosão.

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Let There Be Money. An Inside View of Capitalism

Donnerstag, 21. Januar 2021 19:22

A documentary project by Ernst Hunsicker.

As financial crises have followed each other in ever more rapid succession in recent years, it seems the global economy has barely had time to recover from one before lurching to the next. At the same time, the world appears locked in a rising spiral of war and terrorist violence as tensions sparked by ever fiercer competition for resources increasingly erupt in hostile conflicts and growing numbers of the world’s population feel marginalized and turn to anti-Semitism, Islamism and other ideologies that promote violence in frustration.In light of these developments, it has become clear that we need to gain a deeper understanding of the capitalist system if we are to come to grips with the massive crisis we are facing. But while condemning the excesses of unchecked global market capitalism has become fashionable in the mainstream media, anyone looking there for enlightenment or well-reasoned analysis is bound to be disappointed, for they have had little to offer beyond wishful thinking and idle fantasies of a „post-growth economy“ or „reining in the markets.“My own interest in economics was kindled by outrage at the impact of the „reform“ policies imposed on developing nations by the IMF and World Bank, prompting me to delve into what was for me the new and unfamiliar world of economic theory. My explorations eventually led me to the unorthodox economist Robert Kurz and his hypothesis that the inner dynamic of capitalism will inevitably lead it to run up against its inherent limits, ultimately leading the world to descend into barbarism. I had the privilege of accompanying Kurz on his last trip outside Europe before his premature death in 2012, and my encounter with this original thinker and his intriguing theories gave new impetus to my journey of discovery. Let There Be Money traces this fascinating journey and explores the question that became the driving force behind it: Was Kurz right? Is that merciless machine of our own making that we call the capitalist system bound to run up against a wall? Is breaking its hold on our minds our only hope for a livable future?

Link: https://www.youtube.com/watch?v=qlQcZ9NPNiU&feature=youtu.be

Die Welt als Wille der Verschwörer

Mittwoch, 20. Januar 2021 08:03

Kontext, 20.01.2021

Am Inhalt bemessen, mag der massenhafte Wahn in Krisenzeiten lachhaft erscheinen. Als soziales Phänomen muss er jedoch ernst genommen werden. Denn Verschwörungsideologien seien kein Fremdkörper in der Gesellschaft, meint unser Autor. Vielmehr handle es sich um eine extreme Form der erodierenden neoliberalen Mitte.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/512/die-welt-als-wille-der-verschwoerer-7258.html

Rezension Klimakiller Kapital

Mittwoch, 13. Januar 2021 14:44

Der Aktivist und Attac-Mitbegründer Werner Rätz hat jüngst mein Buch Klimakiller Kapital besprochen. Hier ein kleiner Auszug:

Die zentrale Aussage des Buches von Tomasz Konicz ist schnell zusammengefasst: Wenn der Kapitalismus nicht bald überwunden wird, werden Klimawandel und Umweltzerstörung Formen und Geschwindigkeiten annehmen, die die Erde zu einem für Menschen nur noch sehr bedingt lebbaren Ort machen. Die Dringlichkeit, mit der das vorgetragen wird, steht manchem in keiner weise nach, was aus radikalen Teilen der Degroissancebewegung und mit ihr verbundenen Wissenschaftler*innen zu hören ist. Auch aus der marxistischen Linken kommen gelegentlich ähnliche Töne. Dennoch lässt Konicz keinen Zweifel aufkommen, dass dies nicht seine Ansätze sind. Schon in der Einleitung erklärt er seine Intention, „dem ökologisch motivierten Verzichtsdenken wie auch dem simplen Klassenkampfparadigma entgegenzuwirken“; es solle vielmehr „nachgewiesen werden, dass beide Ansätze nicht weit genug gehen, da sie in den kapitalistischen Denkformen verfangen bleiben: Verzicht, da Bedürfnisbefriedigung in Warenform gedacht wird; Klassenkampf, da der Fetischismus und die Formen subjektloser Herrschaft ausgeblendet werden“ (S.17). Dabei wird der Klassenkampf nicht abgelehnt, sondern er wird verstanden als eine auf Umverteilung des kapitalistisch produzierten Reichtums gerichtete Praxis. Eine solche kann sehr wohl nützlich sein, wird aber nicht zum Sturz des ökonomischen Systems führen, auf dem sie beruht: „Dem Klassenkampf … wohnt keine objektive transformatorische Potenz inne.“ (S. 54)

Die volle Rezension kann unter folgender Webadresse abgerufen werden: https://www.werner-raetz.de/wp-content/uploads/2020/12/konicz.pdf

Ideologie in der Hungerkrise

Sonntag, 10. Januar 2021 08:30

Telepolis, 09.01.2021

Wie das neurechte Gerede von der „Überbevölkerung“ der Erde der Barbarei den Weg ebnet

Das größte Problem der Menschheit sei sie selbst – auf diesen Nenner lässt sich eine der ältesten, archaischen Ideologien bringen, die den Aufstieg des Kapitals zur globalen Totalität begleitete. Die gegenwärtige globale Hungerkrise lässt zuverlässig das Narrativ von der Überbevölkerung der Erde aufkommen, die insbesondere im globalen Süden verortet wird.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Ideologie-in-der-Hungerkrise-5001926.html

La Cina e l’impossibile modernizzazione in ritardo

Donnerstag, 07. Januar 2021 15:08

pulgarias.wordpress.com

La Cina è oggi il paese che emette più gas serra. Nonostante tutti i programmi per la produzione di energie rinnovabili, il capitalismo di stato del paese è responsabile di quasi il 30% delle emissioni globali di biossido di carbonio. Questo spiega l’incompatibilità tra capitalismo e moderazione climatica. E non solo nei paesi emergenti.

Link: https://pulgarias.wordpress.com/2021/01/07/vedo-grigio/

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Schema F

Sonntag, 03. Januar 2021 18:51

Konkret 2020/12

Die Brüsseler Politikmaschine hat Ende Oktober eine Agrarreform ausgespuckt. Die neuen Regelungen begünstigen die alten Strukturen der industriellen Landwirtschaft. Von Tomasz Konicz

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bezeichnete die EU-Agrarreform zum Umbau der europäischen Common Agricultural Policy (CAP), die nach zweijährigen Verhandlungen während der deutschen Ratspräsidentschaft auf Agrarministerebene beschlossen wurde, als „Meilenstein“ und sprach von einem „Systemwechsel“ zu „mehr Nachhaltigkeit, Fairness und Wettbewerbsgerechtigkeit“ im europäischen Agrarsektor. Obwohl die 27 EU-Staaten über unterschiedliche landwirtschaftliche Strukturen verfügten, hätten sie sich auf einen verpflichtenden Standard bei Umwelt- und Klimaschutz geeinigt. Umweltverbände und NGOs hingegen sprachen von einer „Katastrophe für den Natur- und Klimaschutz“ (WWF), von einer „vorgestrigen Politik“ (Bund) oder von „Greenwashing übelster Sorte“ (Greenpeace). Selbst die „FAZ“, nicht gerade als Bastion des Umwelt- und Klimaschutzes bekannt, sah die Chance für einen tatsächlichen Systemwechsel verpasst. Eine Neuausrichtung der Agrarpolitik sei in der kommenden Haushaltsperiode 2021 bis 2027 nicht gelungen, das alte System werde in seinen Grundzügen beibehalten.

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Vabanque

Sonntag, 03. Januar 2021 18:47

Konkret 2020/11

Der Stellvertreterkrieg um die Region Bergkarabach könnte sich zum Großkonflikt entwickeln. Von Tomasz Konicz

Josef Stalin war nicht gerade für Sensibilität in Nationalitätenfragen bekannt. Der Erfinder der nationalen Kollektivstrafe, der schon mal ganze Völkerschaften während des 2. Weltkrieges ins Exil deportieren ließ, sofern sie der potenziellen Kollaboration mit Nazideutschland verdächtig waren, stand in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts dem sowjetischen Volkskommissariat für Nationalitätenfragen vor. In dieser Eigenschaft traf er 1921 die Entscheidung, eine von Armeniern bewohnte Bergregion, die den russischen Namen eines „Gebirgigen Gartens“ verpasst bekam, aus der Konkursmaße der kurzlebigen, ende 1920 von Sowjettruppen besetzten Armenischen Republik herauszulösen, um sie in die neu geschaffene aserbaidschanische Sowjetrepublik als einen autonomen Oblast zu integrieren. Motiviert schien diese 1923 umgesetzte Grenzbildung, die bis zur Implosion der Sowjetunion trotz etlicher armenischer Initiativen nicht mehr revidiert wurde, durch taktische Überlegungen Stalins, bei denen die Akzeptanz der Sowjetherrschaft bei den Muslimen und Turkvölkern Zentralasiens gesteigert, und eine etwaige Allianz mit Atatürk und dem sich formenden türkischen Staat befördert werden sollte.

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Great Game

Sonntag, 03. Januar 2021 18:43

Konkret 2020/10

Im Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei werden alte imperialistische Bündniskonstellationen aufgefrischt.

Wie weit kann Erdogan gehen, bei seinem Kampf um die Wiedererrichtung des Osmanischen Reiches? Der liebe Nato-Partner Türkei, dessen islamofaschistisches Regime schon die Genozidmiliz des Islamischen Staates im syrischen Bürgerkrieg nach Kräften förderte, der – unter Ausnutzung der geopolitischen Rivalität zwischen den USA und Russland – etliche Regionen Rojavas und Nordsyriens okkupiert und inzwischen auch im Nordirak einmarschiert ist, beansprucht nun, aufbauend auf der türkischen Intervention in Libyen, weite Teile des östlichen Mittelmeeres für sich. Der militärische Showdown zwischen der Türkei und Griechenland, der bei Redaktionsschluss Anfang September noch nicht entschärft war, kreist folglich nicht nur um die konkreten Rohstoffvorkommen auf dem Boden des östlichen Mittelmeeres, für Ankara stellt dieser Konflikt nur einen weiteren Schritt zur angestrebten Revision der Ergebnisse des Ersten Weltkrieges dar.

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Geld drucken mit Tomasz Konicz

Sonntag, 03. Januar 2021 10:45

Ware, Wert und Geld. Uferlose Kapitalverwertung als Ursache der gegenwärtigen kapitalistischen Malaise?

Link: https://www.freie-radios.net/106154

The stupidity coefficient of the Left

Mittwoch, 30. Dezember 2020 18:37

by Tomasz Konicz

Stupidity is the best ally of leftist opportunism, the current crisis proves it once again

Capitalism or death? In an interview published in December 2019, the famous American Marxist David Harvey made it very clear, with depressing frankness, what Marx’s theory can quickly degenerate into, when, after decades, we continue to sovereignly ignore the systemic crisis, and consequently do not shape an adequate concept of crisis. Revolution? A “communist fantasy”, we no longer live in the 19th century. Capital is “too big to fail”, it has become too necessary, and therefore we cannot afford its collapse. On the other hand, things need to be “kept moving,” since otherwise “we would almost all starve to death.” And there is also a need for us to invest our time in “reviving” this capital, Harvey says. Perhaps a gradual reconfiguration of capital could be worked on slowly, but a “revolutionary overthrow” is something that “cannot and must not happen”; and we must also actively work to ensure that it does not. At the same time, in the end the Marxist professor also noted that capital has become “too big, too monstrous” to survive. In short, it would be a “suicidal path.”

Link: https://leftdis.wordpress.com/2020/12/30/the-stupidity-coefficient-of-the-left/

IMPRIMIR DINHEIRO ATÉ AO PLENO EMPREGO?

Mittwoch, 30. Dezember 2020 15:05


Tomasz Konicz, Neues Deutschland, 28.12.2020, Tradução de Boaventura Antunes


A Teoria Monetária Moderna (TMM) parece ter conseguido a quadratura do círculo capitalista. Pleno emprego, Estado social, crescimento económico e transição ecológica – tudo isto é apenas uma questão de política monetária expansionista, de acordo com a tese central da TMM. Segundo esta teoria monetária neokeynesiana, muito popular na esquerda socialista dos EUA, os governos que controlam a sua moeda são livres de aumentar as despesas governamentais, sem terem de se preocupar com os défices. Isto porque podem sempre imprimir dinheiro suficiente para pagar a dívida pública na sua moeda. De acordo com esta teoria, a inflação não é problema enquanto a economia não atingir os limites naturais do crescimento ou houver capacidade económica não utilizada, como o desemprego.

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Gelddrucken bis zur Vollbeschäftigung?

Dienstag, 29. Dezember 2020 06:55

Neues Deutschland, 28.12.2020

Der Modernen Monetären Theorie (MMT) scheint die Quadratur des kapitalistischen Kreises geglückt. Vollbeschäftigung, Sozialstaat, Wirtschaftswachstum und die ökologische Wende – all dies sei nur eine Frage der expansiven Geldpolitik, so die zentrale These der MMT. Dieser neokeynesianischen, in der sozialistischen Linken der Vereinigten Staaten sehr populären Geldtheorie zufolge können Regierungen, die ihre Währung kontrollieren, die Staatsausgaben frei erhöhen, ohne sich um Defizite sorgen zu müsse. Denn sie können jederzeit genug Geld drucken, um ihre Staatsschulden in ihrer Währung abzuzahlen. Inflation sei dieser Theorie zufolge so lange kein Problem, wie die Ökonomie nicht an natürliche Wachstumsgrenzen stoße oder es ungenutzte ökonomische Kapazitäten gebe, wie etwa Arbeitslosigkeit.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1146327.gelddrucken-bis-zur-vollbeschaeftigung.html

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Hunger im Klimawandel

Samstag, 26. Dezember 2020 11:39

Telepolis, 26.12.2020

Während die kapitalistische Klimakrise die Ernährungsbasis der Menschheit bedroht, beweist das morsche politische System mit der europäischen Agrarreform seine Reformunfähigkeit

Können Sie auf Kaffee verzichten? Wie sieht es mit Schokolade aus? Oder Bananen? Binnen der kommenden Dekaden sind diese Nutzpflanzen, die einen festen Bestandteil der Diät in den Industrieländern bilden, von den Folgen des Klimawandels bedroht. Der morgendliche Kaffee oder die nachmittägliche Schokoladendosis – sie könnten wieder zu einem Luxuserlebnis, zu einem Statussymbol werden, das der breiten Masse der Bevölkerung nicht mehr zugänglich ist.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Hunger-im-Klimawandel-4999517.html

Modalità Crisi

Mittwoch, 23. Dezember 2020 19:06

La crisi del 2020 e quella del 2008 a confronto

francosenia.blogspot.com, 23.12.2020

Nonostante l’enorme indebitamento, la crisi innescatasi a partire dalla pandemia non è stata superata in alcun modo. Gli industriali tedeschi ci dicono in coro: semplicemente, non siamo in grado di permettercelo. Stavolta la faccenda non riguarda solo le prestazioni legate alla previdenza o ad avere salari e pensioni decenti, ma ha a che fare soprattutto con un altro lockdown economico, che andrebbe attuato per poter combattere la seconda ondata della pandemia che si sta intensificando in questo momento. Il quotidiano tedesco“Bild“ ha messo insieme, in un reportage, le dichiarazioni di tutta una serie di rappresentanti della Federazione delle Industrie Tedesche (BDI), dell’Associazione del Commercio con l’Estero (BGA) e dell’Associazione Commerciale Tedesca (HDE), nel quale veniamo messi in guardia circa una «sentenza di morte» per l’economia, nel caso che a fronte della rapida crescita del numero di infezioni si dovesse consentire un altro lockdown economico . Morire per evitare la «morte» dell’economia? Il concetto di un atto sacrificale al dio insaziabile del denaro, che riporta alla mente un culto assassino, e all’inizio della pandemia ha provocato la negazione, il rifiuto e la rivolta, ora è diventata la linea politica ufficiale. Anche la cancelliera Merkel ha sottolineato, all’inizio del mese di ottobre, che il lockdown avrebbe dovuto essere evitato a tutti i costi. Questa volta, tuttavia, la politica e l’economia – che condividono gli interessi del folle movimento dei negazionisti della pandemia – sembrano avere ragione. Il capitale, in quanto valore che si valorizza senza limiti, non può sopportare nessuna pausa; un secondo lockdown sarebbe economicamente devastante. L’aumento del numero di infezioni, non solo minaccia la «ripresa» che tutti si aspettano, come fa per esempio il quotidiano tedesco di economia e finanza Handelsblatt, ma potrebbe anche porre fine all’enorme spesa per mezzo della quale il sistema economico globale ha faticato ad essere stabilizzato dopo lo scoppio della pandemia. Il sistema capitalistico globale si trova ancora in «modalità crisi», e non è affatto sicuro che possa essere nuovamente stabilizzato a medio termine, nonostante i miliardi di euro e le misure di sostegno politico. Qui, ad essere decisivo sarà proprio il successivo decorso della pandemia.

Link: https://francosenia.blogspot.com/2020/12/modalita-crisi.html

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telegraph #137/138 2020/2021

Dienstag, 22. Dezember 2020 16:50

Für die Ausgabe 137/138 der ostdeutschen Zeitschrift Telegraph habe mich an einer Einschätzung der Biden-Administraion versucht:

Letzter neoliberaler Tanz auf dem Vulkan

Die demokratische Administration unter dem greisen Establishment- Präsidenten Joe Biden wird die gigantischen Probleme nicht lösen können, denen sich die USA ausgesetzt sehen.

Link: https://telegraph.cc/telegraph-137-138-2020-2021/

Le degré de stupidité à gauche.

Montag, 21. Dezember 2020 08:44

palim-psao.fr, 19 Décembre 2020

La stupidité est le meilleur allié de l’opportunisme de gauche, la crise actuelle le montre une fois de plus.

Le capitalisme ou la mort ? Dans une entrevue publiée en décembre 2019, le célèbre marxiste américain David Harvey a clairement indiqué, avec une franchise déprimante, en quoi la théorie de Marx peut rapidement dégénérer lorsqu’on ignore souverainement durant des décennies la crise systémique et qu’on ne forme donc aucun concept de crise adéquat[1]. La révolution ? Un « fantasme communiste » a-t-il dit, nous ne vivons plus au XIXe siècle. Le capital, affirme-t-il, est « trop grand pour échouer », il est trop nécessaire, nous ne pouvons donc pas nous permettre de le laisser s’effondrer. D’autre part, il faudrait « maintenir les choses en mouvement », sinon « nous mourrions presque tous de faim ». Il est même nécessaire d’investir du temps pour le « relancer », dit Harvey. On pourrait peut-être travailler lentement à une reconfiguration progressive du capital, mais un « renversement révolutionnaire » est quelque chose qui « ne peut pas et ne doit pas se produire » ‒ et on devrait même travailler activement pour qu’il n’en soit rien. Dans le même temps, le professeur marxiste a finalement constaté que le capital était devenu « trop grand, trop monstrueux » pour survivre. Il serait sur une « voie suicidaire ».

Link: http://www.palim-psao.fr/2020/12/le-degre-de-stupidite-a-gauche.la-stupidite-est-le-meilleur-allie-de-l-opportunisme-de-gauche-la-crise-actuelle-le-montre-une-fois-d


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Pandemie des Hungers

Montag, 21. Dezember 2020 08:40

Telepolis, Dezember 2020

Die Zunahme von Mangelernährung und lebensbedrohlichen Elend

Hunger war schon immer ein steter Begleiter des Kapitals in seiner rund dreihundertjährigen Expansionsgeschichte. Vom krassen Elend in der frühen kapitalistischen Neuzeit, das selbst den Versorgungsstand des Hochmittelalters als eine „gute alte Zeit“ erscheinen ließ, bis zur gegenwärtigen globalen Hungerkrise: Überproduktion, Nahrungsmittelverschwendung und millionenfacher existenzieller Mangel bilden nur unterschiedliche Momente einer irrationalen und zerstörerischen Wirtschaftsweise, der menschliche Bedürfnisse – sofern sie in die geldwerte Form der Marktnachfrage gepresst werden können – nur als Mittel zum Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung dienen.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Pandemie-des-Hungers-4995797.html