Juni 2010

Vor Stichwahlen

„Junge Welt“, 22.06.2010 In der ersten Runde der polnischen PrĂ€sidentschaftswahlen konnte kein Kandidat die absolute Mehrheit erringen Das Ergebnis der ersten Runde der polnischen PrĂ€sidentenwahlen fiel knapper aus als von den meisten meinungsbildenden Medien des Landes prognostiziert. Mit 41,2 Prozent WĂ€hlerzuspruch liegt der Kandidat der regierenden rechtsliberalen BĂŒrgerplattform (PO), Bronislaw Komorowski, nur knappe fĂŒnf ZĂ€hler […]

Vor Stichwahlen Weiterlesen »

Ungarn marschiert stramm nach rechts

„Junge Welt“, 19.06.2010 FĂŒlle von Gesetzesinitiativen der regierenden Fidesz-Partei zur reaktionĂ€ren Umgestaltung der Gesellschaft Ungarns rechtskonservative Regierung um MinisterprĂ€sident Viktor Orban scheint keine Zeit verlieren zu wollen. Mit einer FĂŒlle von Gesetzesinitiativen bemĂŒht sie sich darum, im Eiltempo eine möglichst weitgehende reaktionĂ€re Umgestaltung der ungarischen Gesellschaft durchs Parlament zu peitschen. Aktuell geht es den Journalisten

Ungarn marschiert stramm nach rechts Weiterlesen »

Angst vorm roten Stern

„Junge Welt“, 18.06.2010 Polen mit schĂ€rfstem antikommunistischen Gesinnungsstrafrecht der EU. Bis zu zwei Jahren Haft fĂŒr das Zeigen von Symbolen wie Hammer und Sichel Seit wenigen Tagen herrscht in Polen das wohl schĂ€rfste antikommunistische Gesinnungsstrafrecht in der EuropĂ€ischen Union. Die rechtsliberale Regierungskoalition um Premier Donald Tusk (BĂŒrgerplattform – PO) hat eine seit dem Herbst vergangenen

Angst vorm roten Stern Weiterlesen »

Krise spaltet Europa

„Junge Welt“, 19.06.2010 Keine »Wirtschaftsregierung«, keine Finanztransaktionssteuer: BrĂŒsseler Gipfeltreffen offenbart erneut scharfe Interessenkonflikte innerhalb der Staatengemeinschaft Am Donnerstag war es wieder soweit. 27 europĂ€ische Staats- und Regierungschefs versammelten sich in BrĂŒssel zu einem wahren EU-Mammutgipfel. Diesmal sollten im Vorfeld des Treffens der G-20-Gruppe im kanadischen Toronto die Richtlinien kĂŒnftiger europĂ€ischer Wirtschaftspolitik reformuliert werden. Es ginge

Krise spaltet Europa Weiterlesen »

Komorowskis Coup

„Junge Welt“, 17.06.2010 Polnischer PrĂ€sidentschaftsbewerber will Truppen aus Afghanistan bis 2013 abziehen. Wahlen am Sonntag Der PrĂ€sidentschaftswahlkampf in Polen konnte bis vor kurzem als konfliktlos und fad bezeichnet werden. Nach der Tragödie von Smolensk, bei der PrĂ€sident Lech Kaczynski und ein Teil der politischen Elite des Landes bei einem Flugzeugabsturz zu Tode kamen, vermieden alle

Komorowskis Coup Weiterlesen »

Jackpot oder Niete?

„Junge Welt“, 16.06.2010 Endlich gute Nachrichten fĂŒr die Heimatfront: USA wollen laut Pentagon und New York Times ungeheure Rohstoffvorkommen in Afghanistan entdeckt haben Die New York Times (NYT) machte es zur Topnachricht in den bĂŒrgerlichen Medien: Afghanistan habe enorme Rohstoffvorkommen, berichtete das Blatt am Sonntag. Reichhaltige LagerstĂ€tten an Kobalt, Eisen, Kupfer und Gold, vor allem

Jackpot oder Niete? Weiterlesen »

Alles auf Pump

„Junge Welt“, 12.06.2010 Hintergrund. Seit beinahe 40 Jahren kann der Kapitalismus nur noch durch kreditfinanzierte Massennachfrage und rapide Staatsverschuldung ĂŒberleben. Das Finanzkapital verdient dadurch krĂ€ftig, eine Überproduktionskrise grĂ¶ĂŸten Ausmaßes wird es aber nicht verhindern. Bei kaum einem anderen Themenkomplex herrscht innerhalb der Linken solch eine strömungsĂŒbergreifende Übereinstimmung wie bei der EinschĂ€tzung der gegenwĂ€rtigen Krise der

Alles auf Pump Weiterlesen »

Roßkur in Ungarn

„Junge Welt“, 12.06.2010 Krisenprogramm: Rechtsregierung setzt neoliberale Politik des VorgĂ€ngerregimes fort. Einschnitte treffen fast ausschließlich untere Einkommensgruppen Was macht ein siegreicher Rechtspopulist, der – kaum an der Macht – alle seine Wahlversprechen brechen muß? Anschauungsunterricht erteilt hierbei der frisch gewĂ€hlte rechtskonservative ungarische MinisterprĂ€sident Viktor Orban, dessen Regierungssprecher Peter Szijjarto am 4. Juni eine kleine Börsenpanik

Roßkur in Ungarn Weiterlesen »

Polen wird unterspĂŒlt

„Junge Welt“, 10.06.2010 UngezĂŒgeltes Bauen und altes Denken: Im Nachbarland verursacht zweite Hochwasserkatastrophe nach 1997 erneut MilliardenschĂ€den. WWF kritisiert Schutzmaßnahmen WĂ€hrend neue RegenfĂ€lle die Lage in Polens Überschwemmungsgebieten in dieser Woche weiter verschĂ€rften, versuchten sich Politiker und Wirtschaftsexperten an ersten SchĂ€tzungen der volkswirtschaftlichen SchĂ€den dieses erneuten »Jahrhunderthochwassers«. Die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita veröffentlichte Prognosen von Ökonomen,

Polen wird unterspĂŒlt Weiterlesen »

Die Macht der Ratingagenturen

„Neues Deutschland“, 08.06.2010 Bewerter urteilen bisweilen willkĂŒrlich und zum Wohle ihrer Auftraggeber Auf dem G20-Treffen am Wochenende im sĂŒdkoreanischen Pusan stand auch eine Reform der ZustĂ€ndigkeiten der Ratingagenturen auf der Tagesordnung. Insbesondere EU-Staaten drĂ€ngen auf eine direkte Überwachung dieser Kreditbewertungsgesellschaften. Ab 2011 soll eine europĂ€ische Aufsichtsbehörde die Niederlassungen der drei marktbeherrschenden US-Agenturen Moody’s, Standard &

Die Macht der Ratingagenturen Weiterlesen »

Kapital und Staat in Krisen-Symbiose

Nie waren sich Finanzkapital und Staat nĂ€her, als in der derzeitigen Weltwirtschaftskrise – ein Überblick ĂŒber eine vielschichtige, aber auch widersprĂŒchliche Verflechtung. Der Euro setzte auch Anfang Juni seine Talfahrt fort, als Europas schwindsĂŒchtige EinheitswĂ€hrung auf ein neues Vierjahrestief von 1,21 Euro gegenĂŒber dem US-Dollar absackte. Unterdessen lĂ€uft bei etlichen europĂ€ischen Regierungen die Suche nach

Kapital und Staat in Krisen-Symbiose Weiterlesen »

Benzin im Löschwagen

05.06.2010 Mit synthetischem Geld gegen den Wertverfall: Nirgends wird die Symbiose zwischen Kapital und Staat so augenfĂ€llig wie bei der »KrisenbekĂ€mpfung« Der Euro setzte auch Anfang Juni seine Talfahrt fort. Die schwindsĂŒchtige EinheitswĂ€hrung sackte auf ein neues Vierjahrestief von 1,21 Euro gegenĂŒber dem US-Dollar ab. Zugleich lĂ€uft bei den europĂ€ischen Regierungen die Suche nach den

Benzin im Löschwagen Weiterlesen »

Krisenpolitik in der Falle

„Junge Welt“, 03.06.2010 Verschulden bis zum Bankrott oder sparen bis zur Depression? Angeschlagene Industriestaaten haben allenfalls die Wahl zwischen Pest und Cholera Wieder einmal hat eine Ratingagentur Spaniens KreditwĂŒrdigkeit herabgestuft. Diesmal war es Fitch, die Madrid zu Wochenanfang die Bestnote »AAA« aberkannte. Die BegrĂŒndung ließ aufhorchen: Aufgrund der drastischen Sparprogramme, mit denen die Regierung die

Krisenpolitik in der Falle Weiterlesen »

Nach oben scrollen