La normalizzazione dei Talebani

Montag, 27. September 2021 11:58

27.09.2021
I centri del sistema mondiale scoprono l’islamofascismo come strumento repressivo di gestione delle crisi nella periferia –
di Tomasz Konicz

Parlare con i talebani? La signora Merkel non può perdere tempo a questo proposito. Mentre la gente in preda al panico precipita verso la morte all’aeroporto di Kabul, aggrappandosi agli aerei in decollo, mentre gli islamisti dello Stato Islamico fanno saltare in aria decine di persone in fuga per mezzo di attacchi suicidi, la cancelliera ha dichiarato il dominio talebano in Afghanistan essere una nuova realtà, che è «amara» ma con la quale dobbiamo «fare i conti». Questo significa, soprattutto, tenere colloqui con gli islamisti dell’età della pietra «al fine di poter conservare qualcosa di cui che ha beneficiato il popolo dell’Afghanistan negli ultimi 20 anni» (si può solo sperare che il cancelliere dicendo questo non si riferisca, per esempio, ai massicci raid aerei tedeschi, che hanno portato un colonnello Klein al grado di generale) [1]. Secondo la Merkel, il governo tedesco sta già mettendo a disposizione 500 milioni di euro per scopi umanitari. Con questo si spera di «continuare a proteggere le persone» in Afghanistan,anche dopo l’evacuazione che terminerà tra «pochi giorni» [2].

Link: https://francosenia.blogspot.com/2021/09/la-svolta.html

Linkspartei: Wagenknecht statt Kampf um Emanzipation

Freitag, 24. September 2021 08:40

24.09.2021

Wie der Opportunismus der „Linkspartei“ sich in der hießen Wahlkampfphase selbst ein Bein stellte. Linker Opportunismus in der Krise, Teil 4.

Wenn man doch ein Indianer wäre, gleich bereit, und auf dem rennenden Pferde, schief in der Luft, immer wieder kurz erzitterte über dem zitternden Boden, bis man die Sporen ließ, denn es gab keine Sporen, bis man die Zügel wegwarf, denn es gab keine Zügel, und kaum das Land vor sich als glatt gemähte Heide sah, schon ohne Pferdehals und Pferdekopf.“

Kafka

Das Führungspersonal der Linkspartei (Partei die Linke – PDL) möchte wirklich ganz dringend mitregieren. Wie dringend? Das Sofortprogramm der Partei, publiziert in der heißen Wahlkampfphase, gibt darüber hinreichend Aufschluss.1 Der Kritik seitens der SPD und der Grünen an etlichen Programmpunkten folgend, warf man einen guten Teil seines Parteiprogramms über Bord, um mitten im Wahlkampf die Regierungsfähigkeit der „Linken“ zu demonstrieren.

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Cerberus und die Banken

Donnerstag, 23. September 2021 19:20

german-foreign-policy.com, 21.09.2021


Cerberus wird laut Insidern womöglich größter Anteilseigner bei der Commerzbank. Der US-Finanzinvestor gilt schon heute als „größte Macht im deutschen Bankensektor“.

FRANKFURT AM MAIN/NEW YORK (Eigener Bericht) – Der milliardenschwere US-Investor Cerberus steht womöglich vor der Übernahme eines beträchtlichen Anteils an der Commerzbank. Wie Insider berichten, sei die Übernahme des 15,6-Prozent-Anteils an der Bank im Gespräch, den die Bundesrepublik im Verlauf der Weltfinanzkrise 2007/08 übernommen habe. Da die Aktien des Finanzhauses dramatisch an Wert verloren haben, wäre ihr Verkauf an Cerberus mit staatlichen Milliardenverlusten verbunden. Der Finanzinvestor wiederum könnte seinen gegenwärtigen Anteil von rund fünf Prozent massiv aufstocken und würde unter den Anteilseignern der Commerzbank mit Abstand zur Nummer eins. Sein Geschäftsmodell – marode Unternehmen billig kaufen, brutal sanieren und teuer veräußern – passt gut auf Teile des deutschen Bankensektors. Cerberus, wegen seines „aktivistischen“ Vorgehens gefürchtet, wird schon heute als „größte Macht im deutschen Bankensektor“ eingestuft. Unterdessen hat der jüngste „Stresstest“ der europäischen Banken ergeben, dass die deutschen Kredithäuser mit einer relativ niedrigen Kernkapitalquote schlecht aufgestellt sind.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8709/

Vorwärts in die Vergangenheit?

Mittwoch, 22. September 2021 11:18

22.09.2021

Ein Rückblick auf die rot-grüne Regierung Schröder-Fischer verheißt für die Zukunft nichts Gutes. Linker Opportunismus in der Krise, Teil 3.

Es wird kälter in Deutschland. Mit den fallenden Temperaturen steigen auch die Umfrageergebnisse der CDU,1 da die Extremwetterereignisse und Klimakatastrophen des Sommers, die den Klimaschutz zeitweise ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung rücken, in der öffentlichen Debatte verdrängt werden oder schlicht in Vergessenheit geraten. Doch selbst wenn das Wetter bis zu Wahlabend ruhig bleibt und die CDU noch einige Prozentpunkte gutmacht, scheint es gewiss, dass sowohl die SPD wie die Grünen an der kommenden Regierung beteiligt sein werden.

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Telepolis: eine rotbraune Inside-Story

Montag, 20. September 2021 11:51

20.09.2021

Wie die Rackets der alten Linken sich der neuen Rechten anbiedern. Linker Opportunismus in der Krise, Teil 2.

Teil 1.: Taliban als Staatsräson1

Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.“

Adorno

Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.“

Arendt

Vorbemerkung

Schlimmer geht es immer. Der in finsteren Zeiten immer mal wieder geäußerte Stoßseufzer, schlimmer könne es nicht mehr werden, ist grundfalsch. Wenn die letzten Dekaden der zunehmenden Krisenentfaltung etwas bewiesen haben, dann eben dies: Es kann immer schlimmer kommen, als mensch denkt. Es gibt keine Grenze, vor der die Verwilderung und Barbarisierung haltmachen würde: weder in politischer, noch sozioökonomischer oder in ideologischer Hinsicht.

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Die „Geoökonomie“ der Exportwalze

Dienstag, 14. September 2021 20:22

german-foreign-policy, 15.09.2021

Wirtschaftsverbände sorgen sich trotz Wachstums um Exporte – auch wegen Problemen in den globalen Lieferketten. Denkfabrik legt Papier zur politischen Flankierung der Exporte vor.

BERLIN (Eigener Bericht) – Das jüngste Exportwachstum der deutschen Industrie löst in Medien und Wirtschaftsverbänden ein geteiltes Echo aus. Einerseits sind die Ausfuhren aus der Bundesrepublik im Juli erneut gestiegen und liegen jetzt um 1,6 Prozent überdem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem ersten großen pandemiebedingten Einbruch. Andererseits schwächt sich das Exportwachstum bereits wieder ab; zudem beruht der jüngste Anstieg nur auf inflationsbedingten Preissteigerungen, während die ausgeführte Warenmenge schrumpft; als eine wichtige Ursache dafür gelten wachsende Probleme in den globalen Lieferketten, die dazu führen, dass in manchen Branchen, etwa im wichtigen Maschinenbau, schon fast alle Unternehmen über Materialmangel und Produktionsrückgänge klagen. Die Interessen der Industrie finden Eingang in Überlegungen von Denkfabriken wie etwa der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), die in einem neuen Strategiepapier unter dem Begriff „Geoökonomie“ grundsätzliche Überlegungen zur politischen Flankierung des exportfixierten deutschen Wirtschaftsmodells formuliert.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8704/

Taliban als Staatsräson

Donnerstag, 09. September 2021 16:51

09.09.2021

Wie die Zerfallsprodukte des Antiimperialismus Werbung für den Imperialismus machen. Linker Opportunismus in der Krise, Teil 1.

Bis vor Kurzem soll es sie tatsächlich noch gegeben haben, die gemäßigten Islamisten in Afghanistan, nach denen sich Deutschlands Politik und Medien innigst sehnen. Sie wurden gerade, mit der Unterstützung pakistanischer Streitkräfte, von den Taliban im Pandschir-Tal zusammengeschossen. Die rund 100 Kilometer nördlich von Kabul gelegene Provinz, in der mehr als 150 000 Menschen leben, gilt als das Symbol afghanischen Widerstandswillens. Das Tal ist von bis 3000 Meter hohen Bergen umgeben, nur eine sehr leicht zu verteidigende Straße führt in das Pandschir. Weder den Sowjets, noch den Taliban während ihrer ersten Terrorherrschaft (1996-2001) gelang es, in der Region Fuß zu fassen, oder sie gar vollständig zu erobern. Der Führer der damaligen Nordallianz, der 2001 bei einem Selbstmordanschlag umgekommene Ahmed Schah Massud, gilt als ein Nationalheld Afghanistans.

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Quelli che sono più vaccinati degli altri

Mittwoch, 08. September 2021 15:16

francosenia, 08.09.2021

In condizioni di pandemia, il nazionalismo vaccinale è il proseguimento della concorrenza di localizzazione con altri mezzi –
di Tomasz Konicz

Una pandemia può fornire buon materiale illustrativo sui rapporti di dominio nel tardo capitalismo. Nel giro di 24 ore, Angela Merkel è stata convinta a ritirare la sua decisione di introdurre, nel fine settimana di Pasqua, due «giorni di riposo» aggiuntivi. Ai funzionari del capitale facenti parte della Federazione delle Industrie Tedesche, delle federazioni dei metalmeccanici, dell’industria automobilistica e della famigerata „Associazione delle imprese familiari“ è bastato un solo giorno di campagna stampa per abbattere quel progetto, facendo uso della minaccia di una crescente „disperazione“ nelle file dei „datori di lavoro“, oltre ai danni irreparabili, e ai costi astronomici; oltre ai soliti riferimenti alla competitività internazionale, l’Istituto Tedesco di Economia ha sbandierato la cifra di 4,45 miliardi di euro di vendite che si sarebbero perse a causa della chiusura. Dopo che la Merkel ha ceduto, ed essersi scusata pubblicamente, l’Associazione Tedesca dell’Industria Automobilistica [Verband der Automobilindustrie (VDA)] è stata magnanima: «Ammettere un errore dimostra grandezza», ha detto la presidente dell’associazione Hildegard Müller, la quale prima aveva lamentato che «economia di rete internazionale», e «chiusure improvvise di impianti» non potevano essere «praticabili». Il presidente dell’Associazione delle Imprese Familiari, invece, ha adottato un approccio più informale nella sua critica alla Merkel: «Il messaggio che apparentemente proviene dal governo è: i soldi basta stamparli».

Link: https://francosenia.blogspot.com/2021/09/la-lotta-per-il-vaccino.html

Der „Datenkontinent Nummer eins“

Dienstag, 07. September 2021 07:53

german-foreign-policy, 07.09.2021


US-Internetkonzerne gehen energisch gegen Bemühungen der EU um den Aufbau einer eigenständigen EU-Digitalbranche vor.

BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Mit milliardenschweren Investitionen und einer massiven Lobbyoffensive gehen Google und andere US-Internetkonzerne gegen Pläne Berlins und der EU zur Regulierung des EU-Digitalsektors vor. Google hat angekündigt, eine Milliarde Euro in zwei neue Rechenzentren in Deutschland zu investieren. Zudem geben das Unternehmen sowie weitere Firmen der US-Digitalbranche in Europa insgesamt fast 100 Millionen Euro für Lobbyaktivitäten aus; Google, Facebook und Microsoft sind die drei größten Lobbyisten überhaupt in Brüssel. Die EU-Regulierungspläne zielen insbesondere darauf ab, die Marktmacht der dominanten US-Konzerne zu brechen, um den Aufbau einer eigenständigen EU-Digitalbranche zu ermöglichen. SPD-Politiker bringen in diesem Zusammenhang bereits eine Zerschlagung der US-Konzerne ins Gespräch, um die „Wettbewerbsbedingungen kleinerer europäischer Anbieter zu verbessern“. Wie die zuständigen EU-Kommissare zur Erläuterung ihrer Regulierungspläne für die Digitalbranche erklären, soll Europa zum „weltweiten Datenkontinent Nummer eins“ aufsteigen.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8696/

Systemfrage oder Barbarei

Freitag, 03. September 2021 17:08

Systemtransformation ohne Zivilisationsbruch. Ist das noch möglich? Naturalisieren mit Tomasz Konicz, 03.09.2021

https://www.freie-radios.net/110826

Klimaschutz als profitabler Exportschlager

Mittwoch, 01. September 2021 01:27

german-foreign-policy, 01.09.2021


Wachsende Teile der deutschen Funktionseliten setzen auf Ökotechnologie als künftiges Zugpferd der deutschen Exportindustrie.

BERLIN (Eigener Bericht) – Führende Wirtschaftsinstitute sowie wachsende Teile der Berliner Politik sehen in Umwelttechnologien ein künftiges Zugpferd der deutschen Exportindustrie. Schon im Jahr 2030 könne die Bundesrepublik „Vollversorgung“ mit erneuerbaren Energien erreichen, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Dabei gelte es, den „Klimaschutz zum Exportschlager“ zu machen, fordert Christian Lindner, Vorsitzender der Wirtschaftspartei FDP: Der Klimaschutz sei „das nächste Wachstums-, Fortschritts- und Investitionsthema für die ganze Welt“. Warnend äußert sich in einer neuen Studie das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln; es weist darauf hin, dass deutsche Produzenten von Solarmodulen ihre frühere Spitzenstellung auf dem Weltmarkt längst an China verloren haben und auch Hersteller von Windkraftanlagen gegenüber der internationalen Konkurrenz zurückzufallen drohen. Widerstand gegen die Pläne, künftige Exporterfolge bevorzugt mit Ökotechnologien zu erzielen, kommen nach wie vor von Erzeugern fossiler Energien.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8690/

Deutsche Welle

Dienstag, 31. August 2021 14:35

Konkret, 09/2021

Wie die hiesige Öffentlichkeit die extremen Folgen der Klimakrise verdaut, ohne am Kapitalismus zu zweifeln. Von Tomasz Konicz

Alles lief nach Plan – doch dann kam der Regen. Die historisch beispiellose Flutkatastrophe, die mitten im Bundestagswahlkampf Westdeutschland heimsuchte, hat nicht nur mehr als 150 Menschenleben gekostet und viele Tausend Existenzen zerstört. Das Extremwetterereignis drohte sich auch zu einer echten PR-Katastrophe zu entwickeln – vor allem für die Wahlkämpfer/innen von CDU und FDP, die die Grünen noch wenige Wochen vor der Flut als Verbotspartei gebrandmarkt hatten, weil sie lächerlich inadäquate Klimaschutzmaßnahmen wie Tempolimits, Flugverbote und höhere Spritpreise forderten. Noch wenige Tage vor dem »Starkregen« machte das CDU-Fossil Armin Laschet aus dem Kohleland Nordrhein-Westfalen gegenüber dem britischen »Guardian« klar, dass europäischer Klimaschutz auch künftig an den Interessen der deutschen Wirtschaft seine Grenzen finden würde, da die CO2-Reduktionsziele der EU nicht »auf Kosten einer Verminderung der Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie« umgesetzt werden dürften.

Link: https://www.konkret-magazin.de/628

A NORMALIZAÇÃO DOS TALIBÃS

Montag, 30. August 2021 17:07

Os centros do sistema mundial descobrem o islamofascismo como um instrumento repressivo de administração da crise na periferia

Original “Die Normalisierung der Taliban“ in: www.konicz.info, 29.08.2021. Tradução de Boaventura Antunes

Falar com os Talibãs? A Sra. Merkel não pode perder tempo a este respeito. Enquanto pessoas em pânico mergulham na morte no aeroporto de Cabul agarradas aos aviões que descolam, enquanto islamistas do Estado islâmico fazem explodir dezenas de pessoas em fuga em ataques suicidas, a Chanceler declarou o domínio talibã no Afeganistão uma nova realidade, que era „amarga“ mas com que tínhamos de nos „ocupar“. Isto significa, acima de tudo, manter conversações com os islamistas da Idade da Pedra „a fim de poder preservar algo do que beneficiou o povo do Afeganistão nos últimos 20 anos“ (só se pode esperar que a Chanceler não se refira, por exemplo, aos maciços ataques aéreos alemães, que levaram o percurso profissional de um Coronel Klein até ao posto de general). (1) Segundo Merkel, o governo alemão já está a disponibilizar 500 milhões de euros para fins humanitários. Com isto se espera „continuar a proteger as pessoas“ no Afeganistão após a evacuação que terminará dentro de „alguns dias“. (2)

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Die Normalisierung der Taliban

Sonntag, 29. August 2021 12:16

29.08.2021

Die Zentren des Weltsystems entdecken den Islamofaschismus als ein repressives Instrument der Krisenverwaltung in der Peripherie.

Mit den Taliban reden? Frau Merkel kann es nicht schnell genug damit gehen. Während am Kabuler Flughafen panische Menschen, sich an startenden Flugzeugen festklammernd, in den Tod stürzen, während IS-Islamisten bei Selbstmordattentaten Dutzende Flüchtende in die Luft sprengen, erklärte die Kanzlerin die Talibanherrschaft in Afghanistan zu einer neuen Realität, die zwar „bitter“ sei, mit der man sich aber „auseinandersetzen“ müsse. Dies bedeute vor allem, mit den Steinzeitislamisten Gespräche zu führen, „um etwas von dem, was den Menschen in Afghanistan in den letzten 20 Jahren zugutegekommen ist, bewahren zu können“ (Mensch kann nur hoffen, die Kanzlerin meint damit nicht die massenmörderischen deutschen Luftschläge, die etwa einem Oberst Klein Karrierepfade bis zum General offenlegten).1 Die Bundesregierung stelle schon mal 500 Millionen Euro für humanitäre Zwecke bereit, so Merkel. Hierdurch hoffe man, nach der Evakuierung, die in „einigen Tagen“ beendet werde, in Afghanistan „weiter Menschen zu schützen“.2

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Das globale Agrarsystem – Wahnsinn mit Methode

Samstag, 28. August 2021 06:38

Streifzüge, 2021-82

Die Autodestruktivität der globalen Mehrwertmaschine kommt gerade bei der unmittelbaren Verwertung der Ökosysteme voll zur Entfaltung. Der kapitalistische Produktivitätsextremismus, bei dem alle betriebswirtschaftliche Rationalität dem irrationalen Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung unterworfen ist, wird somit erst bei einem genaueren Blick auf die globale Nahrungsmittelindustrie in seiner vollen Monstrosität sichtbar. Der Spätkapitalismus bringt eine regelrecht inzestuöse, im höchsten Maße labile und krisenanfällige Agrarindustrie hervor, die den kommenden klimabedingten Erschütterungen der Nahrungsmittelversorgung der Menschheit nicht gewachsen ist – und diese eher noch verstärken wird (konkret 4 und 5/2013).

Zum einen stellt die scheinbare Wahl zwischen Produkten im Supermarkt größtenteils eine Illusion dar. Kaum etwas trügt so sehr wie die Vielfalt der Waren, die die Sinne des Konsumenten beim Gang durch einen Supermarkt überflutet, denn die der kapitalistischen Wirtschaftsweise inhärente Tendenz zur Ausbildung von Monopolen oder Oligopolen – das logische Endziel der Marktkonkurrenz – ist trotz all der Bauernhofromantik, die sich auf vielen Lebensmittelverpackungen findet, auch bei der Nahrungsproduktion längst voll entfaltet. Nahezu alle Zweige der Agrar- und Lebensmittelbranche werden von einigen wenigen Großkonzernen beherrscht, die maßgeblich die Produktionsverhältnisse und informellen „Spielregeln“ in ihren Marktsektoren bestimmen.

Link: https://www.streifzuege.org/2021/das-globale-agrarsystem-wahnsinn-mit-methode/

Transformação do sistema ou barbárie

Donnerstag, 26. August 2021 18:05

26.08.2021

Não é possível evitar as piores consequências da catástrofe climática sem ultrapassar o capital com a sua compulsão de valorização
Tomasz Konicz

O debate sobre o clima é sem dúvida o campo de batalha mais deprimente da campanha eleitoral para o Parlamento Federal, já que aqui o abismo entre a ideologia e a realidade atingiu agora dimensões alucinantes. As medidas em discussão pública estão tão distantes do que seria necessário para evitar o colapso sócio-ecológico que involuntariamente vem à memória a fase final do socialismo realmente existente, quando os esclerosados aparelhos do Estado e do partido se revelaram absolutamente incapazes de mudar de rumo para combater a enfermidade das suas sociedades.

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Das Imperium fällt zurück

Donnerstag, 26. August 2021 15:30

Konkret 08/2021

Die USA treiben die Konfrontation mit China voran. Doch die einstige Weltmacht schwächelt und kann auf die uneingeschränkte Gefolgschaft ihrer Bündnispartner längst nicht mehr zählen. Von Tomasz Konicz

Wie sieht geopolitische Schadensbegrenzung durch eine abgetakelte Hegemonialmacht aus, die sich partout nicht mit ihrem weltpolitischen Abstieg abfinden kann? Ungefähr so: Ende Juni meldeten US-Medien, dass Washington und Berlin bis zum August einen Deal abschließen wollen, der den Umgang mit der umkämpften Pipeline Nord Stream 2 regeln soll. Bei den laufenden Verhandlungen gehe es vor allem darum, Mechanismen zu etablieren, die sicherstellten, dass „Russland Energie nicht als ein Zwangswerkzeug“ gegen die Ukraine oder sonstige Staaten in Mittel- und Osteuropa nutzen könne. Im Gespräch seien bislang von Berlin abgelehnte Regularien, die Deutschland zur Blockade der Gaslieferungen via Nord Stream verpflichten würden, sollte Russland versuchen, die Ukraine zu „erpressen“. Zudem wurden dem maroden osteuropäischen Staat, der 2014 durch einen vom Westen unterstützten Putsch aus der russischen Einflusssphäre herausgelöst wurde, Infrastrukturinvestitionen in Aussicht gestellt.

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Systemfrage oder Barbarei

Mittwoch, 25. August 2021 14:43

Freitag, 30/2021

Transformation Die Klimadebatten dieses Wahlkampfes zeigen: Viele haben nicht verstanden, was auf dem Spiel steht

Die Klimadebatte bildet wohl das deprimierendste Kampffeld des einsetzenden Bundestagswahlkampfes, da hier der Abgrund zwischen Ideologie und Realität am weitesten auseinanderklafft. Was an Maßnahmen öffentlich diskutiert wird und was zur Abwendung des sozio-ökologischen Kollapses notwendig wäre, liegt so weit auseinander, dass sich unwillkürlich Erinnerungen an die Endphase des real existierenden Sozialismus einstellen, als erstarrte Staats- und Parteiapparate sich unfähig zur Kurskorrektur zeigten.

Link: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/systemfrage-oder-barbarei

Germania. Crisi climatica e campagna elettorale: molti non hanno capito la vera posta in gioco

Mittwoch, 25. August 2021 14:40

mps-ti.ch, 25.08.2021

Il dibattito sul clima è probabilmente il tema che si sta rivelando più deprimente nella campagna elettorale per il Bundestag [si voterà il 26 settembre]. In effetti, è a questo livello che il fossato fra ideologia e realtà si fa più profondo. Ciò che è discusso in pubblico e ciò che sarà necessario per evitare il collasso socio-ecologico appaiono così distanti a tal punto da ricordare la fase finale del “socialismo realmente esistente”, ossia quando gli apparati ossificati dello Stato e del partito si sono rivelati incapaci di cambiare rotta.

Link: https://mps-ti.ch/2021/08/germania-crisi-climatica-e-campagna-elettorale-molti-non-hanno-capito-la-vera-posta-in-gioco/

Allemagne. Crise climatique et campagne électorale: beaucoup n’ont pas compris ce qui est en jeu

Mittwoch, 25. August 2021 14:38

alencontre.org, 25.08.2021

Par Tomasz Konicz

Le débat sur le climat est probablement le champ de bataille le plus déprimant de la campagne électorale [26 septembre] pour le Bundestag. En effet, c’est là que le fossé entre l’idéologie et la réalité se creuse le plus. Ce qui est discuté en public et ce qui serait nécessaire pour éviter l’effondrement socio-écologique sont si éloignés que surgissent involontairement des souvenirs de la phase finale du «socialisme réellement existant», c’est-à-dire lorsque les appareils ossifiés de l’Etat et du parti se sont avérés incapables de changer de cap.

Link: http://alencontre.org/ecologie/allemagne-crise-climatique-et-campagne-electorale-beaucoup-nont-pas-compris-ce-qui-est-en-jeu.html?fr=operanews