Archiv für die Kategorie 'Weltwirtschaftskrise'

Amerika im Aufstand

Sonntag, 31. Mai 2020

Telepolis, 31.05.2020

Rassismus, Polizeiwillkür, rapide Verelendung und politische Perspektivlosigkeit führen ins Zwangsläufige. Ein Kommentar

Die Angst scheint sich gerade in weiten Teilen der Vereinigten Staaten zu verflüchtigen. Die Angst, in die Fänge des berüchtigten Polizei- und Justizapparates der USA zu fallen, der sich die weltweit größte Population an Gefängnisinsassen hält, greift in den landesweiten Aufständen und Protesten nach den mutmaßlichen Polizeimord an George Floyd nicht mehr.

Anstelle der Angst vor den „Cops“, die für ihre Willkür in den migrantisch geprägten Armenvierteln berüchtigt sind, tritt eine durch Perspektivlosigkeit und langjährige Schikanen gespeiste Wut, die sich nun Bahn bricht.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Amerika-im-Aufstand-4770535.html?seite=all

Die Verbrechen des Bill Gates

Montag, 25. Mai 2020

Telepolis, 25.05.2020

Ein Blick hinter die Kulissen der Selbstdarstellungsshow des Microsoft-Milliardärs macht deutlich, wie Ideologie im Spätkapitalismus funktioniert

Die Versuchung ist groß, die Hassobjekte des um sich greifenden Wahns zu idealisieren. Doch auch wenn Millionen Wahnwichtel und Folienkartoffeln ihn zum neuen Oberbösewicht einer geheimen Weltregierung ernannt haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass es sich bei Bill Gates um eine emeritierte Charaktermaske des Kapitals handelt, die nur deswegen zur Zielscheibe der abermals anschwellenden autoritären Revolte wurde, weil sie quasi in Rente ist.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Verbrechen-des-Bill-Gates-4727474.html

OS LIMITES DO ESTADO

Montag, 25. Mai 2020

Tomasz Konicz

Um olhar sobre a periferia do sistema mundial deixa claro que o Estado não pode oferecer uma saída para a crise sistémica do capital.

Numa perspectiva histórica, o curso da actual crise da dívida e da economia na Argentina tem de ser visto como uma certa rotina, uma vez que o país sul-americano está actualmente ameaçado pela nona bancarrota nacional na sua história económica. Mais recentemente, em 2001, um governo argentino teve de anunciar a insolvência do Estado durante uma grave crise económica que pauperizou vastos sectores da população.

O grande duelo [1] foi desta vez – após vários adiamentos – marcado pelo Presidente Alberto Fernández para 22 de Maio. Até esse dia, os fundos e outros grandes proprietários estrangeiros de obrigações do Estado argentino têm de responder à oferta de reescalonamento da dívida do Governo argentino ou apresentar as suas próprias contrapropostas. Buenos Aires quer reestruturar os empréstimos no valor de 63,3 mil milhões de dólares americanos, a fim de evitar a ameaça aguda de falência do Estado.

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Die Grenzen des Staates

Donnerstag, 21. Mai 2020

Telepolis, 21.05.2020

Ein Blick auf die Peripherie des Weltsystems macht klar, dass der Staat keinen Ausweg aus der Systemkrise des Kapitals bieten kann

Aus einer historischen Perspektive betrachtet, müsste der Ablauf der aktuellen Schulden- wie Wirtschaftskrise in Argentinien mit einer gewissen Routine einhergehen, droht doch dem südamerikanischen Land aktuell der neunte Staatsbankrott seiner Wirtschaftsgeschichte. Zuletzt musste eine argentinische Regierung 2001 die Zahlungsunfähigkeit des Staates während einer schweren Wirtschaftskrise verkünden, die weite Teile der Bevölkerung pauperisierte.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Grenzen-des-Staates-4724974.html

O LITÍGIO SOBRE A COMPRA DE OBRIGAÇÕES PELO BCE: A EUROPA ALEMÃ EM ROTA KAMIKAZE

Donnerstag, 14. Mai 2020

Tomasz Konicz
The Lower Class Magazine, 14 de Maio de 2020, Tradução de Boaventura Antunes

Irá a zona euro em erosão sobreviver à crescente controvérsia sobre a actual política de crise, que grassa tanto em Bruxelas como em Berlim?

No actual período de reanálise da crise do euro, as comparações com Hitler estão de novo em pleno andamento. O embaixador maltês na Finlândia provocou impacto por ocasião do aniversário da vitória sobre o fascismo nazi. Há 75 anos, a Europa e o mundo „pararam Hitler“, mas quem iria agora parar Angela Merkel, perguntou o diplomata no Facebook. Merkel tinha conseguido fazer o que a Alemanha nazi não tinha conseguido fazer, tinha realizado o sonho de Hitler de „controlar a Europa“.

Tais comparações já estavam na moda: no auge da primeira grande crise pan-europeia da dívida, quando o então Ministro Alemão das Finanças Schäuble começou a submeter os países do Sul da Europa a um regime draconiano de austeridade neoliberal, perante os aplausos do público alemão, a partir de 2010, Merkel ou Schäuble foram repetidamente retratados em uniformes nazis ou com barbas de Hitler em contramanifestações na Grécia ou em Espanha.

Tal impertinência, porém, deixará de ser possível em 2020: O embaixador teve de se demitir imediatamente, enquanto o Ministério dos Negócios Estrangeiros de Malta pediu desculpa a Berlim pelo comentário „insensível“. Moral da história: não é sensato enfurecer a Alemanha, porque a RFA tem uma palavra a dizer na zona euro.

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Streit um EZB-Anleihenkäufe: Deutscheuropa auf Kamikaze-Kurs

Donnerstag, 14. Mai 2020

Lower Class Magazine, 14. Mai 2020

Übersteht die erodierende Eurozone die zunehmenden Auseinandersetzungen um die gegenwärtige Krisenpolitik, die in Brüssel wie in Berlin toben?

In der aktuellen Neuinszenierung der Eurokrise haben Hitlervergleiche mal wieder Konjunktur. Den Aufschlag machte der maltesische Botschafter in Finnland anlässlich des Jahrestages des Sieges über den Nazifaschismus. Vor 75 Jahren habe Europa und die Welt “Hitler gestoppt”, wer würde nun aber Angela Merkel stoppen, frage der Diplomat auf Facebook. Merkel sei gelungen, woran Nazideutschland gescheitert war, sie habe Hitlers Traum erfüllt, “Europa zu kontrollieren”.

Solche Vergleiche waren schon einmal in Mode: Auf den Höhepunkt der ersten großen paneuropäischen Schuldenkrise, als der damalige Bundesfinanzminister Schäuble ab 2010 daran ging, unter Beifall der deutschen Öffentlichkeit die Länder Südeuropas einem drakonischen neoliberalen Sparregime zu unterwerfen, wurden bei Gegendemonstrationen in Griechenland oder Spanien immer wieder Merkel oder Schäuble in Naziuniformen oder mit Hitler-Bärtchen dargestellt.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/05/14/streit-um-ezb-anleihenkaeufe-deutscheuropa-auf-kamikaze-kurs/

Marode kapitalistische Misswirtschaft

Samstag, 09. Mai 2020

Telepolis, 09.05.2020

Rasant zunehmender Hunger und massenhafte Lebensmittelvernichtung – in der gegenwärtigen Krise tritt die mörderische Irrationalität der kapitalistischen Produktionsweise offen zutage

Da ist er wieder, der unvermeidliche Kartoffelstandard aus fast drei Jahrhunderten Krisen-, Kriegs- und Armutszeiten der „wohlfahrtsteigernden Marktwirtschaft“.
Robert Kurz, Schwarzbuch Kapitalismus

Es gibt Dinge, die man sich in Krisenzeiten – wenn es mal wieder gilt, Konzerne und Banken mit vielen Milliarden Euro zu stützen – schlicht nicht leisten kann. Nahrung zum Beispiel. In der Bundesrepublik als einem der reichsten Länder der Welt sind ohnehin Millionen Menschen von Mangelernährung betroffen. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch zusätzlich zugespitzt, weil die Betroffen sich aufgrund explodierender Preise für Frischprodukte ausreichende Mengen von Obst und Gemüse schlicht nicht kaufen können.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Marode-kapitalistische-Misswirtschaft-4717812.html

Karlsruher Sprengladung

Dienstag, 05. Mai 2020

Telepolis, 05.05.2020

Kommentar: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Anleihekäufen der EZB droht das morsche „Europäische Haus“ vollends zum Einsturz zu bringen

Die wichtigste geldpolitische Maßnahme, die seit Ausbruch der Eurokrise den Bestand der Eurozone gewährleistete, ist nach einem Urteilsspruch des Verfassungsgerichts in Karlsruhe teilweise grundgesetzwidrig. Der Aufkauf von Staatsanleihen, den die Europäische Zentralbank EZB im gigantischen Umfang betreibt, um die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln, ist nach dem Urteil der Verfassungsrichter teilweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Karlsruher-Sprengladung-4714936.html

Die Wirtschaft wird leben, auch wenn wir sterben müssen!

Dienstag, 28. April 2020

Telepolis, 28.04.2020

Wolfgang Schäuble und Boris Palmer machen mit ihren jüngsten Äußerungen klar, wo im Notfall die Prioritäten in einer kapitalistischen Marktwirtschaft liegen. Ein Kommentar

Was haben sich Ende März noch alle aufgeregt, als reaktionäre Republikaner in Texas ihre Mitbürger angesichts des einsetzenden Wirtschaftseinbruchs aufforderten, ihr Leben für das Wohl der US-Wirtschaft zu opfern – und trotz Pandemie zu arbeiten. Dabei bildeten die USA auch damals nur die Avantgarde der krisenbedingten Verrohung der veröffentlichten Meinung. Wenige Wochen später ist eben dieser monströse Opferdiskurs in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik plötzlich präsent.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Wirtschaft-wird-leben-auch-wenn-wir-sterben-muessen-4711435.html

Corona: Krisengespenster kehren zurück

Montag, 27. April 2020

Lower Class Magazine, 27. April 2020

Der gegenwärtige Krisenschub scheint den Spätkapitalismus im Rekordtempo in eine längst überwunden geglaubte, barbarische Vergangenheit abstürzen zu lassen.

Wie lange lässt sich die Notwendigkeit der Überwindung der spätkapitalistischen Produktionsweise ignorieren, während diese offen in Krise und Barbarei versinkt? Weite Teile der sozialdemokratisch verhausschweinten Umverteilungslinken in der Bundesrepublik mögen noch immer die Augen ganz fest zudrücken angesichts des sich global entfaltenden Desasters, um die notwendigen, radikalen Schlussfolgerungen nicht ziehen zu müssen, die so abträglich für Koalitionskalkül und Karriereplanung sind. Den deutschen Funktionseliten aber dämmert es inzwischen durchaus, was da auf sie zukommt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem informellen Verlautbarungsorgan der deutschen Bourgeoisie, spricht man inzwischen von einem “Pearl-Harbor-Moment”. Der wirtschaftliche Umbruch, den das Virus ausgelöst habe, werde über “Generationen dauern”, hieß es in einem Kommentar. Die “Dramatik dessen, was sich gegenwärtig vollzieht” entziehe sich weitgehend gängiger Einordnung.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/27/corona-krisengespenster-kehren-zurueck/

„Krisen sind ein guter Grund, auf Wirtschaftsplanung zu setzen“

Montag, 27. April 2020

Telepolis, 17.04.2020

Ein Gespräch mit dem Politischen Ökonomen Philipp Dapprich über die Aktualität wirtschaftlicher Planung in Krisenzeiten.

Philipp Dapprich studierte Physik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Politische Ökonomie an der University of Manchester, England. Seit 2016 Promotion und Lehre an der University of Glasgow, Schottland. Dapprich arbeitet derzeit an seiner Dissertation. Titel: „Rationality and Distribution in the Socialist Economy“.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Krisen-sind-ein-guter-Grund-auf-Wirtschaftsplanung-zu-setzen-4699776.html

Etappensieg für Berlin

Montag, 13. April 2020

Telepolis, 10.04.2020

Im Streit um sogenannte Corona-Bonds konnte sich das nördliche Zentrum gegen die südliche Peripherie der Eurozone durchsetzen – vorerst

Am Donnerstagabend konnte sich Europas Politelite doch noch auf einen Kompromiss in der Streitfrage einer europäischen Krisenpolitik einigen. Beim Tag zuvor kurzzeitig unterbrochenen Treffen der europäischen Finanzminister wurde gegen 22:30 die Einigung auf ein Paket von Krisenmaßnahmen verkündet, die insbesondere den von Pandemie und Wirtschaftseinbruch besonders hart getroffenen Ländern Südeuropas zugutekommen sollen.

Insgesamt sollen sich die vereinbarten Kredit- und Arbeitsmarktprogramme auf rund 500 Milliarden Euro summieren. Diese Krisenprogramme bestehen aus drei Komponenten: einem Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank für kleine und mittlere Unternehmen von rund 200 Milliarden Euro, Kreditlinien aus dem Euro-Rettungsschirm ESM, die sich auf rund 240 Milliarden belaufen sollen, sowie einem von der EU-Kommission angeregten Programm für Kurzarbeiter, das mit 100 Milliarden Euro ausgestattet wurde.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Etappensieg-fuer-Berlin-4701322.html

US-Funktionseliten auf dem Apokalypse-Trip

Donnerstag, 09. April 2020

Telepolis, 09. 04.2020

Mit dem Rückzug von Bernie Sanders aus dem Rennen ums Weiße Haus schwinden die Chancen auf eine geordnete Systemtransformation rapide – ein Kommentar

Der linke US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders zieht sich aus dem Vorwahlkampf der Demokraten zurück, um Joe Biden, dem Kandidaten des Parteiestablishments, das Feld zu räumen. Zum Abschied gibt es für den demokratischen Sozialisten ganz viel Lob von all jenen Medien, die zuvor alle Hebel in Bewegung setzten, um ihn zu diskreditieren und zu marginalisieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/US-Funktionseliten-auf-dem-Apokalypse-Trip-4700976.html

USA: Wirtschaft im freien Fall, Ende offen

Donnerstag, 09. April 2020

Lower Class Magazine, 09.04.2020

Die Wucht des aktuellen Wirtschaftseinbruchs ist so groß, dass es schwer geworden ist, überhaupt noch historische Analogien zu finden. In den Vereinigten Staaten, wo die Prekarisierung des Arbeitslebens besonders weit vorangeschritten ist, explodiert die Arbeitslosigkeit regelrecht. Allein in der zweiten Märzhälfte mussten sich in den USA rund zehn Millionen Lohnabhängige arbeitslos melden, wobei vor allem die letzte Märzwoche verheerend ausfiel, als 6,65 Millionen US-Bürger ihren Job verloren.

Zum Vergleich: Der stärkste wöchentliche Anstieg der Erwerbslosenzahl seit Einführung der Statistik war bis dahin im Jahr 1982, am Ende der historischen Krisenperiode der Stagflation registriert worden, als während einer schweren Rezession, die durch radikale Zinserhöhungen der Fed („Volcker-Schock“) ausgelöst wurde, rund 695 000 Lohnabhängige staatliche Unterstützung beantragen mussten.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/09/usa-wirtschaft-im-freien-fall-ende-offen/

Corona-crise. Le krach à venir

Donnerstag, 09. April 2020

Le système capitaliste mondial est entré dans la crise la plus sévère de son histoire, dont les conséquences ‒ si cette crise n’est pas rapidement surmontée ‒ pourraient même surpasser la crise des années 1930.

Nous y voilà à nouveau – l’époque du grand « nous » est arrivée. Lorsque le capitalisme tardif, rongé par ses contradictions internes, est saisi par une nouvelle poussée de crise, alors apparaît le moment des grands appels au civisme, à la cohésion et à l’esprit de sacrifice. Tous les détenus d’une société profondément divisée sont pareillement appelés à faire des sacrifices – du milliardaire au salarié en passant par le sans-abri. Il s’agit bien du grand tout d’une fausse totalité lorsque des milliards doivent être consumés sans compter pour soutenir un système destructeur et irrationnel. Mais cette fois, le sacrifice au dieu Mammon semble exiger littéralement du sang. Le capitalisme est ainsi démasqué comme la religion sécularisée que Walter Benjamin décrivait déjà en 1921[1].

Link: http://www.palim-psao.fr/2020/04/corona-crise-le-krach-a-venir-par-tomasz-konicz.html

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Die Pandemie als Krisen-Trigger

Mittwoch, 08. April 2020

Wochenzeitung Kontext, 08.04.2020

Mit Corona droht einem maroden Wirtschaftssystem der Kollaps. Falls eine vorübergehende Stabilisierung gelingt, dann nur um den Preis der nächsten Blasenbildung. Höchste Zeit, über eine Systemtransformation nachzudenken.

In sozioökonomischer Hinsicht könnte Covid-19 der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der „Lockdown“, den die Pandemiebekämpfung notwendig macht, treibt die ohnehin labile Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs, samt dem in absurde Dimensionen aufgeblähten Finanzsystem. Denn der partielle Stillstand der wirtschaftlichen Verwertungsprozesse steht im offenen Widerspruch zu einer kapitalistischen Ökonomie – die aufgrund ihres Wachstumszwangs auch dann nicht zum Erliegen kommen darf, wenn genau dies notwendig wäre.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/471/die-pandemie-als-krisen-trigger-6636.html

 

A ÚLTIMA CRISE DO EURO NA EUROPA?

Sonntag, 05. April 2020

Tomasz Konicz
02 de Abril de 2020

O colapso económico que acompanha a luta contra a pandemia está a reabrir as contradições nacionais na Europa – e ameaça rebentar completamente a União Europeia já em erosão.

A situação na Europa, na véspera do próximo grande surto de crise, foi evidenciada por episódios ocorridos há cerca de uma semana. Os assaltos de estrada feitos por Estados, que eram comuns início da era moderna, parecem estar novamente em ascensão: a Polónia e a República Checa confiscaram máscaras respiratórias e ventiladores destinados à Itália.
A Alemanha também agiu de forma semelhante, bloqueando na fronteira uma remessa de 830.000 máscaras cirúrgicas, tendo depois declarado, após intervenções de diplomatas italianos, que já não era possível encontrar o equipamento médico. Mais de 19 milhões de máscaras de protecção terão sido bloqueadas pelos queridos vizinhos europeus da Itália nas últimas semanas. Desde o início da pandemia, o mercado interno europeu, o projecto central da UE, tem sido efectivamente minado, dominando o nacionalismo estúpido e o regionalismo mesquinho.

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Κρίση του Coronavirus

Freitag, 03. April 2020

– Virus: Η επικείμενη κατάρρευση –
του Tomasz Konicz

Το παγκόσμιο καπιταλιστικό σύστημα εισέρχεται στη σοβαρότερη κρίση της ιστορίας του, οι συνέπειες της οποίας – εάν δεν ξεπεραστούν γρήγορα – θα μπορούσαν να επισκιάσουν μέχρι και εκείνες της δεκαετίας των χρόνων Τριάντα.
Ήρθε η ώρα για ένα πολύ μεγάλο «Εμείς» και πάλι. Τη στιγμή που ο ύστερος καπιταλισμός, που καταναλώνεται ήδη από τις εσωτερικές αντιφάσεις του, πλήττεται από την έκρηξη μιας άλλης κρίσης, τότε έρχεται η στιγμή των μεγάλων εκκλήσεων στην έννοια της κοινότητας-των κοινών, της συνοχής και της διαθεσιμότητας να θυσιαστούμε. Όλοι όσοι είναι κρατούμενοι μιας βαθιά διαιρεμένης κοινωνίας – από τον δισεκατομμυριούχο στον μισθωτό εργαζόμενο και τους άστεγους – ξαφνικά και εξίσου καλούνται να κάνουν θυσίες. Αλλά είναι ένα μεγάλο και ψεύτικο «όλοι μαζί», από τη στιγμή που αμέτρητα δισεκατομμύρια πρέπει να καούν για να διατηρήσουν ένα καταστρεπτικό και παράλογο σύστημα. Αυτή τη φορά όμως, η θυσία στον Mammona φαίνεται να απαιτεί κυριολεκτικά το αίμα. Αυτός είναι ο τρόπος με τον οποίο ο καπιταλισμός εκτίθεται ως η κοσμική θρησκεία που είχε περιγράψει ο Benjamin το 1921.

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Europas letzte Eurokrise?

Freitag, 03. April 2020

Telepolis, 02.04.2020

Der mit der Pandemiebekämpfung einhergehende Wirtschaftseinbruch lässt die nationalen Widersprüche in Europa wieder aufbrechen – und er droht, die ohnehin erodierende Europäische Union vollends zu sprengen

Wie es um Europa am Vorabend des nächsten großen Krisenschubs bestellt ist, machten Episoden deutlich, die sich vor rund einer Woche abspielten. Staatliche Wegelagerei, wie einstmals in der frühen Neuzeit üblich, scheint wieder im Aufwind: Polen und Tschechien ließen Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte konfiszieren, die für Italien bestimmt waren.

Ähnlich agierte auch die Bundesrepublik, die ebenfalls eine Lieferung von 830.000 OP-Masken an der Grenze aufhielt, um nach Interventionen italienischer Diplomaten erklären zu müssen, dass das medizinische Gerät nicht mehr auffindbar sei. Mehr als 19 Millionen Schutzmasken sollen insgesamt von den lieben europäischen Nachbarn Italiens in den vergangenen Wochen blockiert worden sein. Der europäische Binnenmarkt, das Kernprojekt der EU, ist faktisch seit Ausbruch der Pandemie ausgehebelt, es dominieren dumpfer Nationalismus und bornierte Kleinstaaterei.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Europas-letzte-Eurokrise-4694336.html

Texte zu Krisenberichterstattung und Analyse

Mittwoch, 01. April 2020

Liebe Leute,

ich würde gerne eine vernünftige, konsistente Krisenberichterstattung und Analyse aufbauen, leide aber unter mangelnden Publikationsmöglichkeiten. Falls Blogs oder Newssites Interesse an ein paar günstigen Texten zur sozialen und ökologischen Krise des Weltsystems, zu den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie oder zum ideologischen Fallout des Krisenprozesses haben, so mögen sie über meine Homepage Kontakt mit mir aufnehmen.