Autorenname: Tomasz Konicz

Zwischen Widerstand und Resignation

„Junge Welt“, 30.08.2008 US-amerikanischer Raketenschild spaltet Polen Eine Region stellt sich quer: Die Bevölkerung rund um die nordpolnische Ortschaft Redzikowo, wo die US-amerikanische Raketenabwehr hinsoll, lehnt die Staionierung weiterhin ab. Laut einer jüngsten Umfrage der Zeitung Gazeta Wyborcza ist die Mehrheit der Bevölkerung Polens inzwischen – auch unter dem Eindruck des Krieges in Georgien – […]

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Schwert statt Schild

„Junge Welt“, 21. 08.2008 Außenminister der USA und Polens unterzeichnen in Warschau Vertrag über Stationierung einer US-amerikanischen Raketenbasis. Scharfer Protest aus Moskau Nach einem über anderthalbjährigen diplomatischen Tauziehen wurde am Mittwoch in Warschau die Stationierung einer US-amerikanischen Raketenbasis auf dem Territorium der Republik Polen endgültig besiegelt. Den entsprechenden Stationierungsvertrag unterzeichneten die Außenminister Polens und der

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Radikal neoliberal

„Junge Welt“, 14.08.2008 Arbeitsrecht, Renten, Gesundheitswesen – die polnische Regierung hat sich die Zerschlagung des Sozialstaates auf ihre Fahnen geschrieben Polens neoliberale Regierungsequipe um Premier Donald Tusk geht in die Offensive. In etlichen Gesellschaftsbereichen forciert die Koalition aus rechtsliberaler Bürgerplattform PO und zentristischer Bauernpartei PSL neoliberale Reformvorhaben, die in ihrer Konsequenz selbst in der osteuropäischen

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Tusk überschreitet den Rubikon

Einigung zwischen Warschau und Washington über Stationierung der Raketenabwehr Die polnische Regierung hat am vergangenen Donnerstag Nachmittag der Stationierung einer US-Amerikanischen Raketenbasis in der Nähe der nordpolnischen Kleinstadt Redzikowo zugestimmt. Man habe bei dieser Frage ‚den Rubikon überschritten‘, erklärte der rechstliberale polnische Premier Donald Tusk gegenüber dem Fernsehsender TVN. Die seit nahezu zwei Jahren zäh

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Einfach umverteilen

„Junge Welt“, 15.08.2008 Vereinfachung des Steuersystems auf ungarisch: Unternehmer werden entlastet, Beschäftigte zahlen mehr. Regierung erhält Wunschliste »unabhängiger Wirtschaftsberater« Die ungarische Regierung will das Steuerrecht umstrukturieren. Am Dienstag waren ihr dazu Vorschläge von »unabhängigen Experten und Beratungsunternehmen« unterbreitet worden. An deren Ausarbeitung waren die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Beratungsunternehmen beteiligt, die für gewöhnlich die mächtigsten,

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Zwischen Boom und Abschwung

Telepolis, 14.08.2008 Die globale Kreditkrise reißt die ersten Volkswirtschaften der osteuropäischen Peripherie in den Abgrund – und sie könnten einige westeuropäische Bankkonzerne mitnehmen Die Analysten der Deutschen Bank wollten sich in einem jüngst publizierten [extern] Kommentar zu den wirtschaftlichen Aussichten Osteuropas noch nicht festlegen, ob der Region nun eine „weiche“ oder „harte“ konjunkturelle Landung drohe.

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Leeres Faß Zentralasien

„Junge Welt“, 11.08.2008 Trotz Hitzerekord und Trockenheit: Keine Einigung zwischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion in der Region über Wasserressourcen Es war eine mörderische Hitze, die Anfang des Monats in weiten Teilen Zentralasiens herrschte. Zwischen den 1. und 3. August wurden beispielsweise in Teilen Turkmenistans Höchsttemperaturen von bis zu 47,5 Grad Celsius gemessen, und während der Nächte

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Baltische Bruchlandung

„Junge Welt“, 08.08.2008 Geplatzte Immobilienblase, horrendes Leistungsbilanzdefizit, hohe Teuerungsraten – in Estland, Lettland und Litauen sind die Boomjahre vorbei Es war ein detaillierter Bericht über die wirtschaftlichen Aussichten des Baltikums, den die Danske Bank am 31. Juli veröffentlichte. Trotz des Umfangs der vom führenden dänischen Geldinstitut angefertigten Studie, die voluminös wie ein großstädtisches Telefonbuch ist,

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Ukrainischer Antisemitismus im Aufwind

„Junge Welt“, 08.08.2008 Immer mehr Übergriffe auf Juden. Geschichtspolitik der Staatsführung fördert Ressentiments Die ukrainischen Juden sehen sich in letzter Zeit mit einem erstarkenden Antisemitismus konfrontiert. Bei einer Reihe von faschistischen Übergriffen und Propagan­dadelikten wurden mehrere Personen verletzt und erhebliche Sachschäden verursacht. So griffen am 29. Juli mehrere Antisemiten die Büros der jüdischen Organisation »Stars«

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Missile shield plans fuel a new Cold War

„A World to Win“, 05.08.2008 Link: http://www.aworldtowin.net/resources/missileshield.html The United States and Poland have been engaged in fierce negotiations about a planned missile base on Polish soil for more than 15 months – and there is still no end in sight. Special correspondent Tomasz Konicz reports from Warsaw. An old military compound near the northern Polish

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Die Gewalt eskaliert

„Junge Welt“, 06.08.2008 Neofaschistische Ausschreitungen in russischen Großstädten führen immer häufiger zu Todesopfern. Anzahl militanter Rassisten im Land wird auf etwa 70000 geschätzt Die rassistische Gewalt in Rußland eskaliert. Am 24. Juli meldete die Moskauer Staatsanwaltschaft die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens gegen eine Bande rechter Skinheads, deren Mitglieder der Ermordung von 21 Menschen verdächtigt werden. Die

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Polen vor dem Abschwung

„Junge Welt“, 04.08.2008 Fallende Immobilienpreise, steigende Verschuldung und starker Zoty machen der polnischen Ökonomie zu schaffen In ihrer aktuellen Wochenendausgabe berichtete die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita über ein »schmerzhaftes Szenario«, das sich inzwischen für Polens Kreditnehmer abzeichne. Demnach sollen die steigenden Zinsen zu einer weiteren Belastung insbesondere der zahlreichen Hypothekennehmer führen, die in den letzten Jahren

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Aufruf zum Wahlboykott

„Junge Welt“, 02.08.2008 Lettland: Politische Elite warnt vor Referendum am Samstag. Gewerkschaften mobilisieren. 17 Prozent der Bevölkerung bleiben ausgeschlossen Am Samstag entscheiden die Wahlberechtigten Lettlands darüber, ob die kleine, nur 2,3 Millionen Einwohner zählende baltische Republik künftig »mehr Demokratie wagt«. Das Referendum, in dem über eine bislang in Europa einmalige Verfassungsänderung abgestimmt werden soll, war

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Tschechische Siemens-Werker zu Streik bereit

„Junge Welt“, 29.07.2008 Konzern plant Schließung oder Verkauf des Bahnwerks in Prag-Zlicin. Belegschaft wehrt sich Siemens gab jüngst erste Details des geplanten Stellenabbaus im Konzern bekannt. Die von der Führung angeordneten Massenentlassungen und Betriebsveräußerungen werden nicht zuletzt auch Tschechien hart treffen, da sich Siemens dort von seinem Bahnwerk trennen will. »Wir haben in Prag sehr

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Polen: Aufruhr im »spanischen Arbeitslager«

„Junge Welt“, 29.07.2008 Martialisches Sicherheitsaufgebot gegen Gewerkschafterprotest beim Hausgerätehersteller FagorMastercook Im Vorfeld eines für Anfang September geplante Streiks setzt der Hausgerätehersteller FagorMastercook im polnischen Wroclaw auf Abschreckung. Als die linke Gewerkschaft »August80« (Sierpien80) am 18. Juli zu einer Kundgebung vor dem Werks­tor aufrief, glich das Betriebsgelände einem militärischen Sperrbezirk. Mit einem Ring aus Absperranlagen versehen,

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Nach deutschem Vorbild

„Junge Welt“, 29.07.2008 Großbritannien marschiert in die Wirtschaftskrise, und New Labour schmiedet bereits die Folterinstrumente für das anwachsende Arbeitslosenheer Die Töne britischer Wirtschaftswissenschaftler werden zunehmend schriller. David Blanchflower, Arbeitsökonom und Mitglied des Komitees für Monetärpolitik der Bank of England, sieht in einem Interview für den Guardian die britische Ökonomie »kopfüber in eine Rezession kippen, die

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Der magersüchtige Exportweltmeister

„Telepolis“ 26.07.2008 Die globale Wirtschaftskrise wird die exportfixierte deutsche Wirtschaft besonders hart treffen Dominosteinen gleich gleich fallen immer mehr Volkswirtschaften der globalen Wirtschaftskrise zum Opfer, die durch das Platzen der Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt der USA ausgelöst wurde. Neben den  Vereinigten Staaten selbst ist auch  Großbritannien betroffen, das einen ähnlichen kreditfinanzierten Immobilienboom erlebte und nun

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Der Osten auf Achse

„Junge Welt“, 26.07.2008 Die Wirtschaftskrise wird die seit der Expansion der EU etablierten Migrationsströme verändern. Fachkräfte gehen verstärkt nach Skandinavien The Sun, Großbritanniens wichtigstes Revolverblatt, geizte nicht mit starken Worten, um die Folgen des immer drastischeren Wirtschaftseinbruchs auf den britischen Inseln zu beschreiben. Die Krise werde einem regelrechen »Horrorfilm« gleichkommen, in dem das Vereinigte Königreich

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Klaus präsentiert sich als standhaft

„Junge Welt“, 26.07.2008 Versuch des polnischen Präsidenten, seinen tschechischen Amtskollegen in Sachen EU umzustimmen, scheitert Nicht nur in Warschau und Prag war das Treffen zwischen dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus vom Donnerstag mit einiger Spannung erwartet worden. Auch in Brüssel dürfte man die Konsultationen der Höchstrangigen unter den osteuropäischen

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Kliniken auf dem Markt

„Junge Welt“, 23.07.2008 Neuer Anlauf zur Privatisierung des polnischen Gesundheitswesens durch neoliberale Regierung. Einige Städte handeln bereits auf eigene Faust Polens ehemaliger Vizegesundheitsminister Bolesaw Piecha ließ während einer sonntäglichen Fernsehsendung kein gutes Haar an den Reformvorhaben der derzeitigen Regierungskoalition im Gesundheitswesen. Er befürchte eine »Kommerzialisierung medizinischer Leistungen«, sollten die von der rechtsliberalen Bürgerplattform PO geplanten

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Fette Jahre sind vorbei

„Junge Welt“, 22.07.2008 In den osteuropäischen Vorzeigeländern frißt die Inflation allmählich das Wirtschaftswachstum auf. Finanzspekulanten verschärfen die Krise Der neue Vorsitzende der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Thomas Mirow, richtete in seinen ersten Interview für die Financial Times Anfang Juli eine eindeutige Warnung an die Regierungen Osteuropas. Laut Mirow könnte das schnelle Wirtschaftswachstum der

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Zurück aufs Land

„Junge Welt“, 18.07.2008 Angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise und einer hohen Inflation will sich die Ukraine wieder als »Kornspeicher der Welt« positionieren Die ausufernde Inflation bringt die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko zusehends in Erklärungsnot. Die Regierung könne für die beständig steigenden Brotpreise nicht verantwortlich gemacht werden, erklärte die Premierministerin in der vergangenen Woche gegenüber dem

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Arktisches Wettrennen

„Junge Welt“, 17.07.2008 Anrainerstaaten streiten um vermutete Bodenschätze in der Arktis. Kanada will Präsenz stärken. Militärmanöver der USA. Rußland entsendet Kriegsschiffe ins Nordpolarmeer Das Tauziehen um die unter dem schmelzenden Eispanzer der Arktis verborgenen Bodenschätze gewinnt an Intensität. Am 15. Juli meldete die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti, daß zukünftig die russische Nordmeerflotte verstärkt Präsenz in der

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Brüssel brüskiert Polen

„Junge Welt“, 14.07.2008 Schiffswerften in Gdansk, Gdynia und Szczecin, Wiege der antisozialistischen Solidarnosc-Gewerkschaft, sollen nun von der EU-Führung verscherbelt werden Auf den ersten Blick ähnelten die jüngsten Bilder aus Polen denen aus dem August 1980, als die Arbeiterschaft der Gdansker Lenin-Werft für »unabhängige Gewerkschaften« und gegen die sozialistische Staats- und Parteiführung in den Ausstand trat.

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Kriegsspiele rund um Odessa

„Junge Welt“, 15.07.2008 NATO-Manöver in der Ukraine. Demonstrationen dagegen sind verboten Am gestrigen Montag begann die NATO in der Region rund um Odessa, auf der Krim und in den angrenzenden Hoheitsgewässern der Ukraine eine Reihe von Militärmanövern, die unter Beteiligung ukrainischer Streitkräfe bis zum 26. Juli andauern sollen. An den »Sea Breeze« getauften Kriegsspielen nehmen

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Kuhhandel mit Polen

„Junge Welt“, 16.07.2008 Für seine Unterschrift unter den Lissaboner EU-Vertrag winkt Brüssel dem polnischen Präsidenten mit einer Offerte zur Rettung der Werften in Szczecin, Gdynia und Gdansk Polens Werften scheinen eine dreimonatige Gnadenfrist zu bekommen. Wie die Tageszeitung Polska berichtet, will die Europäische Kommission der polnischen Regierung noch eine Fristverlängerung bis zum 1. Oktober gewähren,

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Mit Vollgas gegen die Wand

„Telepolis“, 13.07.2008 Warum das derzeit herrschende Wirtschaftssystem die anstehenden, zivilisationsbedrohenden, globalen Probleme nicht lösen kann So langsam macht sich angesichts der permanent steigenden Preise für Rohstoffe, Lebensmittel und Energieträger so etwas wie Panik breit. Inzwischen hätten an die 85 Prozent aller Deutschen „regelrecht Angst“ vor der anhaltenden Teuerung, [extern] ermittelte eine im Auftrag der ARD

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»Öl des 21. Jahrhunderts«

„Junge Welt“, 14.07.2008 Die Investmentbank Goldman Sachs sorgt sich um die Wasserversorgung – und hofft auf weitere Privatisierungen Die durch den Klimawandel bedingte Verwüstung weiter Landstriche schreitet rapide voran. In Australien ist inzwischen die Kornkammer im Südosten des Landes, das Murray-Darling-Becken, bedroht. Die Regenzuflüsse in das über 3000 Kilometer lange, zwischen den Flüssen Murray und

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Korruption als russischer Lebensstil

„Junge Welt“, 11.07.2008 Präsident Medwedew will das angeblich ändern, ohne aber die reichgewordenen Staatsdiener zu verprellen Rußlands neuer Präsident Dmitri Medwedew ist derzeit bemüht, eigene innenpolitische Akzente zu setzen. Es sei eine »Frage der Ehre«, gegen die ausufernde Korruption in Rußland zu kämpfen, erklärte der Staatschef am 2. Juli gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Rußland

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