Sob fogo: o Ocidente retira-se do Afeganistão

Mittwoch, 18. August 2021 20:53

Tomasz Konicz reflete sobre a retirada do Ocidente do Afeganistão, cujas consequências foram um Estado fracassado e uma situação de terra arrasada.

Link: https://blogdaboitempo.com.br/2021/08/18/sob-fogo-o-ocidente-retira-se-do-afeganistao/

Von grünen und braunen Faschisten

Dienstag, 17. August 2021 18:26

Erschien ursprünglich ende 2014

Rechtsextremisten und Salafisten stehen sich näher, als es den Anhängern beider Gruppen klar sein dürfte.

Der Islamismus als praktisches Feindbild der extremistischen, gewaltbereiten Rechten hatte schon vor Pegida und AfD eine große Zugkraft. Bertis im Oktober 2014 konnten rechtsextreme Hooligans marodierend durch Köln ziehen und Jagt auf „Ausländer“ machen. Die sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ wollten angeblich gegen islamistischen Terror demonstrieren. Tatsächlich nahmen aber gerade die Ausschreitungen und Übergriffe des rechten Mobs in Köln offensichtlich einen terroristischen Charakter an. Stundenlang machte sich Pogromstimmung in der Kölner Innenstadt breit. Unter dem Vorwand einer Demonstration gegen den „islamistischen Terror“ terrorisierten gerade die rechtsextremen Schläger all jene Menschen in Köln, die nicht in ihr verblendetes Weltbild passen.

| Ganzen Beitrag lesen …

Mit dem Rücken zur Wand

Sonntag, 15. August 2021 15:07

Armeniens verzweifelte Lage illustriert die geopolitischen Realitäten nach dem Ende der US-Hegemonie.

Armenien scheint nach dem im November 2020 verlorenen Krieg nicht zur Ruhe kommen zu können. In den vergangenen Monaten stießen aserbaidschanische Truppen immer wieder auf armenisches Territorium vor und besetzten mehrere Grenzgebiete, wie etwa den Sev-See, einen im Südosten Armeniens gelegenen Grenzsee,1 der sich zu gut zwei Dritteln auf armenischen Territorium befindet. Seit diesem ersten aserbaidschanischen Vorstoß im vergangenen Mai,2 an dem mehrere Hundert Soldaten beteiligt waren, finden nahezu täglich3 Scharmützel4 in der Grenzregion5 der verfeindeten Kaukasus-Republiken statt.

| Ganzen Beitrag lesen …

TRÊS TIPOS DE INFLAÇÃO

Mittwoch, 11. August 2021 20:38

Original “Dreierlei Inflation” in http://www.konicz.info/?p=4389, 8.8.2021. Tradução de Boaventura Antunes


Os debates acalorados sobre o aumento da inflação apontam para as contradições cada vez mais agudizadas da política de crise capitalista.
Tomasz Konicz

Rédea solta ou rédea curta – como deve a rotina continuar sem parar? O aumento dos preços na UE e nos EUA está mais uma vez a alimentar o eterno debate sobre o rumo certo da política monetária dos dois lados do Atlântico. Na Europa, são sobretudo os decisores da política monetária alemã, como o Presidente do Bundesbank, Jens Weidmann (1), que criticam publicamente as novas metas flexíveis de inflação do BCE, com as quais a inflação pode estar acima da meta de dois por cento, desde que não seja por um período de tempo muito longo. E também nos EUA está a aumentar a pressão política (2) sobre a Fed e a administração Biden, para tomarem medidas eficazes contra o aumento dos preços.

| Ganzen Beitrag lesen …

Die Ängste des „Exportweltmeisters“

Montag, 09. August 2021 14:05

german-foreign-policy, 09.08.2021
Deutsche Ökonomen warnen, der vor allem in den USA und China erstarkende Protektionismus gefährde die exportfixierte deutsche Wirtschaft.

BERLIN/WASHINGTON/BEIJING (Eigener Bericht) – Deutsche Ökonomen und Wirtschaftsmedien fürchten zunehmend um das exportfixierte Wirtschaftsmodell der Bundesrepublik. Ursache ist der global erstarkende Protektionismus, der vor allem die in eskalierender Rivalität befindlichen Weltmächte USA und China erfasst: Während die Vereinigten Staaten auswärtige Exporteure mit immer schärferen „Buy American“-Vorschriften abwehren, setzt auch die Volksrepublik, zunehmend durch US-Embargos unter Druck, gezielt auf die Verlagerung der Produktionsketten ins eigene Land. Beides gilt als eine ernste Gefahr für die deutsche Exportindustrie. Diese ist, wie jüngst Berechnungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigten, stärker von Exporten abhängig als alle anderen westlichen Industrienationen und deshalb von protektionistischen Tendenzen auch mehr als alle anderen bedroht. Das IW warnt zugleich vor einer „De-Globalisierung“ auch dahingehend, dass Wertschöpfungsketten weniger als zuvor internationalisiert werden. Als Gegenmaßnahmen sind unter anderem protektionistische Schritte der EU im Gespräch.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8682/

Dreierlei Inflation

Sonntag, 08. August 2021 15:14

Die hitzigen Debatten um die ansteigende Inflation verweisen auf die sich zuspitzenden Widersprüche kapitalistischer Krisenpolitik.

Locker oder straff – wie soll die Tretmühle weiterlaufen? Die anziehende Teuerung in der EU und den USA lässt die ewige Debatte um den richtigen geldpolitischen Kurs beiderseits des Atlantiks abermals hochkochen. In Europa sind es vor allem deutsche Geldpolitiker wie Bundesbankpräsident Jens Weidmann,1 die öffentlich Kritik an den neuen flexiblen Inflationszielen der EZB üben, in deren Rahmen die Teuerung über der Zielmarke von zwei Prozent liegen kann, solange dies nicht über längere Zeiträume geschieht. Und auch in den USA steigt der politische Druck2 auf die Fed und die Biden-Administration, effektive Maßnahmen gegen die anziehenden Preise zu ergreifen.

In der Eurozone ist der Preisauftrieb im Juli tatsächlich auf 2,2 Prozent geklettert (was die Kritik Weidmanns an der lockeren EZB-Geldpolitik triggerte), während er im Juni noch mit 1,9 Prozent unter dem EU-Inflationsziel lag.3 In der BRD sind die Preise gar um 3,8 gestiegen,4 doch ist dies größtenteils auf das Auslaufen der Mehrwertsteuerrate von 16 Prozent zurückzuführen, die im Rahmen eines Konjunkturpaketes zu Beginn der Pandemie zeitweilig um drei Prozentpunkte gesenkt worden ist. Die USA verzeichneten gar – je nach Erhebungsmethode – im Juni 2021 einen Teuerungsschub von 3,9 bis 5,4 Prozent.

| Ganzen Beitrag lesen …

„Auf Zuwanderung angewiesen“

Montag, 02. August 2021 19:01

german-foreign-policy, 02.08.2021

Deutsche Ökonomen dringen zur Sicherung der Exporterfolge auf mehr Arbeitszuwanderung. Ohne Migranten wäre die deutsche Innovationsfähigkeit zuletzt gesunken.

BERLIN (Eigener Bericht) – Deutsche Wirtschaftsforscher sehen die Grundlagen der deutschen Exporterfolge vom demografischen Wandel bedroht und dringen auf größere Arbeitszuwanderung in die Bundesrepublik. Aufgrund der Alterung der deutschen Gesellschaft werde der Arbeitsmarkt hierzulande selbst bei „moderaten Annahmen“ bis zum Jahr 2035 mehr als „fünf Millionen potenzielle Arbeitskräfte“ verlieren, heißt es in einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Selbst wenn man sich bemühe, mehr Über-60-Jährige („Silver Worker“) zur Erwerbsarbeit zu nötigen, führe an einer Ausweitung der Immigration kein Weg vorbei. Diese ist laut dem unternehmensnahen Institut auch nötig, um die Innovationsfähigkeit Deutschlands zu sichern: Der ohnehin „nur moderate Aufwuchs“ bei Patentanmeldungen in den vergangenen Jahren sei „ausschließlich Erfindenden mit ausländischen Wurzeln zu verdanken“. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) schrumpft ohne Immigration nicht zuletzt die Steuerbasis und damit das Potenzial für Investitionen in die Infrastruktur, auf die die deutsche Exportindustrie angewiesen ist.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8675/

Update Schreiberei

Samstag, 31. Juli 2021 13:29

Liebe Leut, es sind in Verlauf der Finanzierungskampagne auf Patreon knapp 400 Euro an Zusagen zusammengekommen. Deswegen werde ich einen „Probemonat“ starten, wo ich tatsächlich wie versprochen Artikel schreibe, um Sie der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Die Artikel können nach kurzer Abspreche unverändert übernommen werden. Ich werde im kommenden Monat vier Texte schreiben, die zwischen 8 000 und 12 0000 Zeichen umfassen dürften.

Da ich inzwischen kaum noch über Publikationsmöglichkeiten verfüge, meine letzten diesbezüglichen Versuche – gelinde gesagt – eher deprimierend verliefen, werde ich die Schreiberei aber neben meiner kürzlich aufgenommenen Lohnarbeit an den Wochenenden leisten müssen.

Die Texte werden an folgenden Tagen online gehen: 09.,16.,23.,30. August. Ihr könnt als „Backer“ gerne Themenvorschläge unterbreiten, mir Links oder Quellenmaterial schicken, etc.

Nach einem Monat kann dann eingeschätzt werden, ob dies eine gangbare Zwischenlösung ist – oder, ob die Qualität der Texte darunter leidet, und wir dieses Finanzierungsmodell einstellen müssen. Falls jemand von euch dieses einmonatige Experiment nicht finanzieren möchte, dann kann er mir das kurz per Mail mitteilen.

Hier noch der Link zu Patreon: https://www.patreon.com/user?u=57464083

Systemfrage oder Barbarei

Samstag, 31. Juli 2021 08:08

Freitag, 30/2021

Transformation Die Klimadebatten dieses Wahlkampfes zeigen: Viele haben nicht verstanden, was auf dem Spiel steht

Die Klimadebatte bildet wohl das deprimierendste Kampffeld des einsetzenden Bundestagswahlkampfes, da hier der Abgrund zwischen Ideologie und Realität am weitesten auseinanderklafft. Was an Maßnahmen öffentlich diskutiert wird und was zur Abwendung des sozio-ökologischen Kollapses notwendig wäre, liegt so weit auseinander, dass sich unwillkürlich Erinnerungen an die Endphase des real existierenden Sozialismus einstellen, als erstarrte Staats- und Parteiapparate sich unfähig zur Kurskorrektur zeigten.

Link: https://digital.freitag.de/3021/systemfrage-oder-barbarei/

Streit um die Geldpolitik

Dienstag, 27. Juli 2021 14:44

german-foreign-policy, 27.07.2021

Die Fortsetzung der expansiven Geldpolitik der EZB stößt in Deutschland auf Kritik. Hintergrund sind die wachsenden Ungleichgewichte in der Eurozone.

BERLIN (Eigener Bericht) – Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen, stößt auf scharfe Kritik in Deutschland, zugleich aber auf klare Zustimmung vor allem in Südeuropa. Deutsche Ökonomen und Geldpolitiker äußern Unmut über die „ultralockere Geldpolitik“ der EZB, die trotz eines Anstiegs der Verbraucherpreise fortgesetzt werde; von einer „Enteignung“ deutscher Sparer ist die Rede. Zudem wird mit Blick darauf, dass der US-Notenbank Fed der Ausstieg aus der Nullzinspolitik bislang nicht gelingt, vor einer „Finanzdominanz“ in der EU gewarnt. Demgegenüber verweist etwa der italienische Zentralbankchef Ignazio Visco darauf, in der Wirtschaft der Eurozone herrsche eine „erhebliche Flaute“; zusätzliche Risiken ergäben sich aus einer abermaligen Pandemiewelle. Eine Straffung der Geldpolitik sei daher nicht angesagt. Hintergrund der Differenzen sind die Ungleichgewichte in der Eurozone zwischen dem deutschen Zentrum und der südeuropäischen Peripherie, die sich in der Coronakrise weiter zugespitzt haben. Dessen ungeachtet beginnt Berlin erneut auf einen harten Sparkurs zu dringen.

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8670/

Klimabremser unter Wasser

Sonntag, 18. Juli 2021 20:29

german-foreign-policy, 17.09.2021
Nach der jüngsten Flutkatastrophe steigt der klimapolitische Druck auf Berlin und die EU. Die Bundesregierung bremst beim Klimaschutz seit Jahren.

BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Die aktuelle Flutkatastrophe in Westdeutschland, Belgien und den Niederlanden führt zu erneuter Kritik an der Klimapolitik Berlins und der EU. Bereits vor den katastrophalen Unwettern der vergangenen Woche hatten Umweltorganisationen und andere NGOs teilweise harsche Urteile über das Klimapaket „Fit for 55“ gefällt, das die EU-Kommission soeben vorgestellt hat: Das Programm sei „nicht fit“, um die Klimakrise einzudämmen, hieß es. Führende Vertreter der deutschen Industrie und Politik, darunter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, hatten dennoch eine weitere Abschwächung der klimapolitischen Auflagen verlangt. Nach der Flutkatastrophe, die auf andere durch den Klimawandel bedingte Katastrophen folgt – etwa die jüngste Hitzewelle in Teilen Nordamerikas -, steigt der Druck, klimapolitische Fortschritte zu erzielen. Ins Visier gerät nicht zuletzt der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, der in klimapolitischen Belangen klar als „Bremser“ eingestuft wird. Die Bundesregierung verwässert klimapolitische Vorstöße in Brüssel regelmäßig – seit Jahren.

Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8661/

Lügen mit Halbwahrheiten?

Sonntag, 18. Juli 2021 08:25

Wie Telepolis-Chef Harald Neuber mit einseitigen Berichten den Querdenker-Wahn verbreitet.

Schwurbeln für Fortgeschrittene, 01: erster Teil einer Hintergrund-Serie zu Telepolis als Querfront-Organ, bei der die Absurditäten und Verrenkungen in dem rot-braunen Medium zum Anlass genommen werden, um allgemeine Tendenzen und Widersprüche im Spätkapitalismus zu thematisieren.

Es soll noch Menschen geben, die all dem Zeug tatsächlich Glauben schenken, das der Telepolis-Chef Harald Neuber fabriziert. Die Querdenker und Nazis etwa, die in den Telepolis-Foren als der größten Trollgrube des deutschsprachigen Internets den Ton angeben, dürften vor wenigen Wochen ihren kollektiven inneren Reichsparteitag abgehalten haben. Anfang Juli schien der ehemalige Bundestagsmitarbeiter der Linkspartei, der dort seine Zeit unter anderem damit verbrachte, Sahra Wagenknecht für Dieter Dehms Weltnetz-tv die passenden Stichworte zu liefern, Ungeheuerliches enthüllt zu haben.

| Ganzen Beitrag lesen …

Ende Zusammenarbeit mit Telepolis unter Neuber

Sonntag, 04. Juli 2021 07:30

Liebe Leute, hier noch meine Einschätzung zu den Vorgängen bei Telepolis, seitdem der Laden von Neuber geführt wird. Ich muss dort aufhören. Nach 13 Jahren und vier Telepolis-Ebooks verengten sich meine publizistischen Spielräume in diesem Jahr bei Telepolis zunehmend. Ich wurde dort marginalisiert und schikaniert – nach meiner Einschätzung mit Rückendeckung und eventuell auf Initiative des Verlags.

| Ganzen Beitrag lesen …

Update 30. Juni

Mittwoch, 30. Juni 2021 19:36

Liebe Leute, ich habe die Patreon-Zahlungen für Juli deaktiviert, eure Konten sollten nicht belastet werden. Ich bitte auch, sich mit Direktzahlungen zurückzuhalten. Es fehlen noch rund 100 Euro an monatlichen Zusagen, damit ich weitermachen kann. Das ist somit nicht so viel – ich werde noch einen Monat lang versuchen, den Betrag von 400 Euro zu erreichen. Ich hoffe auch, einige Texte bei Konkret, LCM, GFP & co. unterbringen zu können.

Letzter Versuch (Update 29.06)

Dienstag, 29. Juni 2021 07:17

Liebe Leute. Ich wurde gebeten, alternative Publikationsformen und Finanzierungsmethoden auszuloten, um weiterhin ohne Zensurdruck Texte veröffentlichen zu können.

Da Substack aufgrund des exklusiven Abo-Modells auf Kritik traf, habe ich ein Patreon-Konto eingerichtet (Paypal und Kreditkarte).

https://www.patreon.com/user?u=57464083

Einfache regeln: pro 100 Euro Monatseinnahmen werde ich einen Text auf meiner Homepage konicz.info veröffentlichen, der nach Absprache mit mir auf anderen Onlinepräsenzen publiziert werden kann.

Unter welchen Bedingungen könnte ich weitermachen? Kurzfristig, bis Monatsende, müssten mindestens 400 Euro zusammenkommen (zumindest ein Teil der wegbrechenden Einnahmen könnte damit kompensiert werden).

Ich könnte so einen Text pro Woche finanzieren. Wer Interesse hat, kann sich hier anmelden: https://www.patreon.com/user?u=57464083

Wer partout nicht über Patreon zahlen will, kann mich wegen einer direkten Bankverbindung kontaktieren.

Ich würde Anfang Juli loslegen, sofern die obig genannten Bedingungen erfüllt sind.

Update 29.06.: Es sind bislang rund 300 Euro an monatlichen Finanzierungszusagen zusammengekommen.

Unter Feuer

Dienstag, 29. Juni 2021 06:55

Erschien leicht gekürzt in Konkret 06/21

Der Westen zieht sich aus Afghanistan zurück und hinterlässt verbrannte Erde und einen failed state.

Rund drei Jahre, bis zum April 1992, konnte sich das prosowjetische Regime von Mohammed Najibullah noch gegen die US-gestützten Mudschahedin halten, nachdem die Sowjetunion 1989 ihre Truppen nach einem verehrenden, rund 12 Jahre dauernden Krieg aus Afghanistan abzog. Najibullah blieb sogar während des folgenden Bürgerkrieges zwischen islamistischen Milizen in Kabul, bis er 1996 von eben jenen siegreichen Steinzeitislamisten der Taliban ergriffen, gefoltert und ermordet wurde, die einem gewissen Osama Bin Laden als einem verdienten Veteranen des Kampfes gegen die Sowjettruppen in Afghanistan Unterschlupf und eine Basis (die bekannte Al Quaida) für sein Terrornetzwerk gewährten.

| Ganzen Beitrag lesen …

Schreiben wie ein Internettroll

Dienstag, 29. Juni 2021 06:43

Erschien leicht gekürzt in Konkret 06/21

Es ist zu befürchten, dass Sahra Wagenknecht selbst mit dem jüngsten Rechtsruck noch nicht ihre finale Form erreicht hat.


Dies Buch ist eine Zumutung. Nicht nur des Inhalts, sondern auch der Form wegen, die dieser annimmt. Vieles scheint mit der Intention geschrieben worden zu sein, möglichst mehrdeutig zu sein. Wagenknecht bedient sich einer scheinbar einfach und allgemeinverständlich gehaltenen Sprache, die aber manipulativ ist, voller absurder Wortungetüme wie dem eines „linken Konservatismus“, die jegliche eigenständige Reflexion, jegliches selbstständige Nach- und Weiterdenken vereiteln. Das Buch ist voll von schwammigen Begriffen und Formulierungen wie „Gemeinsinn“ oder „Maß und Mitte“, die zweideutig gehalten werden, oftmals einfach nur bestimmte Stimmungen und Assoziationen beim Leser erzeugen sollen, um Interpretationsräume offenzuhalten.

| Ganzen Beitrag lesen …

This is the end, my friends

Mittwoch, 16. Juni 2021 13:02

Liebe Leute, meine publizistischen Spielräume verengten sich in diesem Jahr zunehmend. Ich bin nicht mehr in der Lage, in gewohnten Umfang die gewohnten Themenbereiche kritisch zu bearbeiten. Folglich muss ich leider meine publizistische Arbeit einstellen. Dieser Blog geht am 11.01.2022 offline.

Zweierlei Sachzwänge

Donnerstag, 03. Juni 2021 06:16

Neues Deutschland, 03.06.2021

Linke fortschrittliche Klimapolitik muss der Frage der Systemtransformation eine zentrale Stellung einräumen. Es reicht beispielsweise nicht, sich bei der angestrebten Energiewende auf die Rolle eines sozialpolitischen Korrektivs zu beschränken – etwa, indem in Reaktion auf Vorstöße der Grünen hohe Benzinpreise beklagt werden, unter denen besonders Geringverdiener leiden würden. Ohne Verweis auf notwendige Alternativen zum PKW bedient Mensch hierdurch nur ungewollt rechtspopulistische Narrative, die etwa von »Freiheitsberaubung« sprechen, wenn vom Tempolimit die Rede ist. Der Klimakrise ist es zudem schlicht egal, wer CO2 in die Atmosphäre pustet.

Link: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1152774.zweierlei-sachzwaenge.html

| Ganzen Beitrag lesen …

Spritzenklasse

Donnerstag, 27. Mai 2021 06:54

Konkret 05/2021

Unter den Bedingungen der Pandemie ist der Impfnationalismus die Fortsetzung der Standortkonkurrenz mit anderen Mitteln. Von Tomasz Konicz

Eine Pandemie kann gutes Anschauungsmaterial bezüglich der Herrschaftsverhältnisse im Spätkapitalismus liefern. Binnen 24 Stunden konnte Angela Merkel dazu gebracht werden, den Beschluss, zwei zusätzliche „Ruhetage“ am Osterwochenende einzuführen, zurückzunehmen. Kapitalfunktionäre von BDI, Gesamtmetall, VDA und dem berüchtigten „Verband der Familienunternehmer“ brauchten nur einen Pressetag, um mit Warnungen vor der ansteigenden „Verzweiflung“ in den Reihen der „Arbeitgeber“, vor irreparablen Schäden, astronomischen Kosten – das Institut der Deutschen Wirtschaft lieferte aus dem Stegreif die Zahl von 4,45 Milliarden Euro Umsatzverlust pro Feiertag – und den üblichen Verweisen auf die internationale Konkurrenzfähigkeit das Vorhaben zu Fall zu bringen.

| Ganzen Beitrag lesen …