Archiv für die Kategorie 'Sonstiges'

Türkisierung und Islamisierung in Nordsyrien

Dienstag, 02. März 2021

Telepolis, 02.03.2021

Die Türkei betreibt eine Politik ethnischer Säuberung und Landnahme in Nordsyrien – auch mit tatkräftiger Unterstützung Deutschlands

Die von der Türkei und ihren islamistischen Söldnern besetzten Gebiete werden immer türkischer. Die Hoffnung der vertriebenen kurdischen und ezidischen Familien schwindet. Stattdessen weitet die Türkei die besetzten Gebiete aus. Mittels „embedded journalists“ versucht die türkische Regierung, die Situation in den besetzten Gebieten schönzureden.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Tuerkisierung-und-Islamisierung-in-Nordsyrien-5068849.html

Hunger Games

Sonntag, 28. Februar 2021

Konkret 02/2021

Weltweit nehmen Hunger und extreme Armut zu. Das lässt sich nicht allein mit Verweis auf die Corona-Krise erklären.

Was ist tödlicher als eine Pandemie? Eine Pandemie innerhalb eines spätkapitalistischen Weltsystems, das außerstande ist, die sozialen Folgen dieser Katastrophe substantiell einzudämmen. Der ökonomische Fallout dürfte tatsächlich mehr Menschen das Leben kosten als die direkten, gesundheitlichen Folgen der Krankheit. Bei der globalen Mittelschicht, in den Zentren des Weltsystems, führen die wirtschaftlichen Einbrüche, die durch die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung ausgelöst wurden, zu Einkommensverlusten, zu sozialem Abstieg und einem Wachsen der Schuldenberge. Doch in der Peripherie geht es zunehmend ums blanke Überleben.

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KSK: Amnestie in eigener Regie

Mittwoch, 24. Februar 2021


Telepolis, 24.02.2021


Ein neuer Skandal erschüttert die Spezialeinheit der Bundeswehr, die aufgrund rechtsextremer Umtriebe bereits kurz vor der Auflösung stand. Annegret Kramp-Karrenbauer gerät unter Druck

Das KSK (Kommando Spezialkräfte), die skandalumwitterte Interventionstruppe der Bundeswehr, steht abermals im Zentrum mutmaßlich illegaler Machenschaften. Berichten zufolge soll KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr im vergangenen Jahr eine Sammelaktion für verschwundene Munition organisiert haben, bei der Soldaten gestohlene Patronen anonym in sogenannten „Amnestie-Boxen“ hinterlassen konnten.

Link: https://www.heise.de/tp/features/KSK-Amnestie-in-eigener-Regie-5064490.html

Transatlantischer Röhrenpoker

Mittwoch, 10. Februar 2021

Telepolis, 10.02.2021

Das umstrittene Pipelineprojekt Nord Stream 2 legt die geopolitischen Bruchlinien im westlichen Bündnissystem offen

Das Gejammer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) war groß. Deutschland habe sich mit seinem sturen Festhalten an der Erweiterung der Nord-Stream-Pipeline in Europa „isoliert“, der „außenpolitische Schaden“ für die Bundesrepublik sei nach der öffentlichen Kritik aus Paris – auch ohne Berücksichtigung des Zerwürfnisses mit den USA – immens. Daneben lehnten auch die EU-Kommission und Osteuropäer, denen gegenüber Berlin „oft bemerkenswert herablassende Töne“ anschlage, den Pipelinebau ab.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Transatlantischer-Roehrenpoker-5050604.html

Impfnationalismus im Aufwind

Freitag, 05. Februar 2021

Telepolis, 05.02.2021

In Europa scheinen angesichts stotternder Impfkampagnen die alten nationalen Reflexe die Überhand zu gewinnen

Pandemien scheinen auch bei Staaten Regressionen zu befördern. Beim Ausbruch der ersten Covid-Welle im vergangenen Jahr schienen die Länder Europas in ein simples, altes Verhaltensmuster zurückzufallen, das die Geschichte Europas in den vergangenen Jahrhunderten prägte: alle gegen alle, und jeder für sich allein. Damals bildeten Atemschutzmasten das Objekt staatlicher Begierde, dem alle europäische Solidaritätsrhetorik schnell geopfert wurde.

Masken, die für das von der Pandemie besonders hart getroffene Italien bestimmt waren, wurde in Polen und Tschechien von staatlichen Stellen beschlagnahmt. Und auch in Deutschland „verschwanden“ plötzlich Hunderttausende von Masken im Transit, die italienische Firmen in China gekauft haben.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Impfnationalismus-im-Aufwind-5045333.html

PANDEMIA E TRANSFORMAÇÃO

Freitag, 05. Februar 2021

Neues Deutschland, 3.2.2021. Tradução de Boaventura Antunes


Será a campanha Zero-Covid „irrealista“? Não, diz Tomasz Konicz – desde que o capitalismo tardio não seja visto como um estado de natureza.

A progressiva iniciativa Zero Covid parece propagar um facto evidente com a sua campanha: Através de um confinamento solidário abrangente, que também teria de incluir a economia, o número de novas infecções deve ser controlado o mais rapidamente possível. O confinamento deve ser alargado de modo a incluir uma forte componente social e coordenado a nível europeu. A luta contra a pandemia é, de facto, semelhante à luta contra as alterações climáticas. A crise dá origem a necessidades objectivas quanto à forma como deve ser combatida: reduzindo os contactos sociais ao que é absolutamente necessário, ou reduzindo as emissões de gases com efeito de estufa. Tudo o resto é poeira ideológica para os olhos. E no entanto, uma das críticas mais populares é acusar os promotores da campanha de não serem realistas.

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Pandemie und Transformation

Donnerstag, 04. Februar 2021

Neues Deutschland, 03.02.2021

Ist die Zero-Covid-Kampagne »unrealistisch«? Nein, meint Tomasz Konicz – solange man den Spätkapitalismus nicht als Naturzustand betrachtet.

Die progressive Initiative Zero Covid scheint mit ihrer Kampagne eine Selbstverständlichkeit zu propagieren: Mittels eines umfassenden solidarischen Shutdowns, der auch die Wirtschaft umfassen müsste, soll die Zahl der Neuansteckungen möglichst rasch unter Kontrolle gebracht werden. Der Lockdown solle dabei um eine starke soziale Komponente erweitert sowie auf europäischer Ebene koordiniert werden. Mit der Pandemiebekämpfung verhält es sich tatsächlich so ähnlich wie mit dem Klimawandel. Aus der Krise ergeben sich objektive Notwendigkeiten, wie ihr zu begegnen wäre: durch eine Reduzierung der gesellschaftlichen Kontakte auf das absolut Notwendige, oder eben durch die Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen. Alles andere ist ideologische Augenwischerei. Und dennoch gehört es zu den beliebtesten Kritikpunkten, den Machern der Kampagne vorzuwerfen, nicht realistisch zu sein.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147865.zero-covid-pandemie-und-transformation.html

Letzter neoliberaler Tanz auf dem Vulkan

Freitag, 22. Januar 2021

telegraph #137/138, 2020/2021

Die demokratische Administration unter dem greisen Establishment- Präsidenten Joe Biden wird die gigantischen Probleme nicht lösen können, denen sich die USA ausgesetzt sehen.

Was ist von Joe Biden, dem 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, zu erwarten? Nicht viel, denn es scheint angesichts seines fortgeschrittenen geistigen Verfalls sicher, dass der greise Establishment-Mann seine Amtszeit vorzeitig beenden wird, um die Präsidentschaft irgendeinem Washingtoner Insider – wie der als knallharte Generalstaatsanwältin berüchtigten Vizepräsidentin Kamala Harris – zu übergeben. Unabhängig von konkreten Personalien ist von der demokratischen Administration auch kein substanzieller Politikwechsel zu erwarten, der es fertigbringen würde, der tiefgreifenden sozialen wie ökologischen Krise, in der sich die USA wie das gesamte spätkapitalistische Weltsystem befinden, wirksam zu begegnen,. Biden trat gegen Trump mit dem Wahlkampfslogan an, eine „Rückkehr zu Normalität“ zu gewährleisten, als ob der Rechtspopulist im Weißen Haus nur einen „Betriebsunfall“ darstellen würde – und nicht ein spezifisch amerikanisches Symptom der Weltkrise des Kapitals wäre. Die zutiefst konservative Idee, mitten in einer sich entfaltenden sozio-ökologischen Krise die Uhr der Geschichte zurückdrehen zu wollen, um eine neoliberale „Normalität“ wiederherstellen zu wollen, die selber Krisenfolge und Krisenverstärker ist, kann sich nur bitter an eben dieser Realität blamieren.

Link: https://telegraph.cc/letzter-neoliberaler-tanz-auf-dem-vulkan/

ILUSÃO E CRISE. O MUNDO COMO A VONTADE DOS CONSPIRADORES

Freitag, 22. Januar 2021

Tomasz Konicz, 20.01.202. Tradução de Boaventura Antunes

Medida pelo seu conteúdo, a ilusão em massa em tempos de crise pode parecer risível. Como fenómeno social, no entanto, deve ser levada a sério. Pois as ideologias da conspiração não são um corpo estranho na sociedade, diz o nosso autor. Pelo contrário, são uma forma desesperada do centro neoliberal em erosão.

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Let There Be Money. An Inside View of Capitalism

Donnerstag, 21. Januar 2021

A documentary project by Ernst Hunsicker.

As financial crises have followed each other in ever more rapid succession in recent years, it seems the global economy has barely had time to recover from one before lurching to the next. At the same time, the world appears locked in a rising spiral of war and terrorist violence as tensions sparked by ever fiercer competition for resources increasingly erupt in hostile conflicts and growing numbers of the world’s population feel marginalized and turn to anti-Semitism, Islamism and other ideologies that promote violence in frustration.In light of these developments, it has become clear that we need to gain a deeper understanding of the capitalist system if we are to come to grips with the massive crisis we are facing. But while condemning the excesses of unchecked global market capitalism has become fashionable in the mainstream media, anyone looking there for enlightenment or well-reasoned analysis is bound to be disappointed, for they have had little to offer beyond wishful thinking and idle fantasies of a „post-growth economy“ or „reining in the markets.“My own interest in economics was kindled by outrage at the impact of the „reform“ policies imposed on developing nations by the IMF and World Bank, prompting me to delve into what was for me the new and unfamiliar world of economic theory. My explorations eventually led me to the unorthodox economist Robert Kurz and his hypothesis that the inner dynamic of capitalism will inevitably lead it to run up against its inherent limits, ultimately leading the world to descend into barbarism. I had the privilege of accompanying Kurz on his last trip outside Europe before his premature death in 2012, and my encounter with this original thinker and his intriguing theories gave new impetus to my journey of discovery. Let There Be Money traces this fascinating journey and explores the question that became the driving force behind it: Was Kurz right? Is that merciless machine of our own making that we call the capitalist system bound to run up against a wall? Is breaking its hold on our minds our only hope for a livable future?

Link: https://www.youtube.com/watch?v=qlQcZ9NPNiU&feature=youtu.be

Die Welt als Wille der Verschwörer

Mittwoch, 20. Januar 2021

Kontext, 20.01.2021

Am Inhalt bemessen, mag der massenhafte Wahn in Krisenzeiten lachhaft erscheinen. Als soziales Phänomen muss er jedoch ernst genommen werden. Denn Verschwörungsideologien seien kein Fremdkörper in der Gesellschaft, meint unser Autor. Vielmehr handle es sich um eine extreme Form der erodierenden neoliberalen Mitte.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/512/die-welt-als-wille-der-verschwoerer-7258.html

Ideologie in der Hungerkrise

Sonntag, 10. Januar 2021

Telepolis, 09.01.2021

Wie das neurechte Gerede von der „Überbevölkerung“ der Erde der Barbarei den Weg ebnet

Das größte Problem der Menschheit sei sie selbst – auf diesen Nenner lässt sich eine der ältesten, archaischen Ideologien bringen, die den Aufstieg des Kapitals zur globalen Totalität begleitete. Die gegenwärtige globale Hungerkrise lässt zuverlässig das Narrativ von der Überbevölkerung der Erde aufkommen, die insbesondere im globalen Süden verortet wird.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Ideologie-in-der-Hungerkrise-5001926.html

Schema F

Sonntag, 03. Januar 2021

Konkret 2020/12

Die Brüsseler Politikmaschine hat Ende Oktober eine Agrarreform ausgespuckt. Die neuen Regelungen begünstigen die alten Strukturen der industriellen Landwirtschaft. Von Tomasz Konicz

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bezeichnete die EU-Agrarreform zum Umbau der europäischen Common Agricultural Policy (CAP), die nach zweijährigen Verhandlungen während der deutschen Ratspräsidentschaft auf Agrarministerebene beschlossen wurde, als „Meilenstein“ und sprach von einem „Systemwechsel“ zu „mehr Nachhaltigkeit, Fairness und Wettbewerbsgerechtigkeit“ im europäischen Agrarsektor. Obwohl die 27 EU-Staaten über unterschiedliche landwirtschaftliche Strukturen verfügten, hätten sie sich auf einen verpflichtenden Standard bei Umwelt- und Klimaschutz geeinigt. Umweltverbände und NGOs hingegen sprachen von einer „Katastrophe für den Natur- und Klimaschutz“ (WWF), von einer „vorgestrigen Politik“ (Bund) oder von „Greenwashing übelster Sorte“ (Greenpeace). Selbst die „FAZ“, nicht gerade als Bastion des Umwelt- und Klimaschutzes bekannt, sah die Chance für einen tatsächlichen Systemwechsel verpasst. Eine Neuausrichtung der Agrarpolitik sei in der kommenden Haushaltsperiode 2021 bis 2027 nicht gelungen, das alte System werde in seinen Grundzügen beibehalten.

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Vabanque

Sonntag, 03. Januar 2021

Konkret 2020/11

Der Stellvertreterkrieg um die Region Bergkarabach könnte sich zum Großkonflikt entwickeln. Von Tomasz Konicz

Josef Stalin war nicht gerade für Sensibilität in Nationalitätenfragen bekannt. Der Erfinder der nationalen Kollektivstrafe, der schon mal ganze Völkerschaften während des 2. Weltkrieges ins Exil deportieren ließ, sofern sie der potenziellen Kollaboration mit Nazideutschland verdächtig waren, stand in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts dem sowjetischen Volkskommissariat für Nationalitätenfragen vor. In dieser Eigenschaft traf er 1921 die Entscheidung, eine von Armeniern bewohnte Bergregion, die den russischen Namen eines „Gebirgigen Gartens“ verpasst bekam, aus der Konkursmaße der kurzlebigen, ende 1920 von Sowjettruppen besetzten Armenischen Republik herauszulösen, um sie in die neu geschaffene aserbaidschanische Sowjetrepublik als einen autonomen Oblast zu integrieren. Motiviert schien diese 1923 umgesetzte Grenzbildung, die bis zur Implosion der Sowjetunion trotz etlicher armenischer Initiativen nicht mehr revidiert wurde, durch taktische Überlegungen Stalins, bei denen die Akzeptanz der Sowjetherrschaft bei den Muslimen und Turkvölkern Zentralasiens gesteigert, und eine etwaige Allianz mit Atatürk und dem sich formenden türkischen Staat befördert werden sollte.

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Great Game

Sonntag, 03. Januar 2021

Konkret 2020/10

Im Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei werden alte imperialistische Bündniskonstellationen aufgefrischt.

Wie weit kann Erdogan gehen, bei seinem Kampf um die Wiedererrichtung des Osmanischen Reiches? Der liebe Nato-Partner Türkei, dessen islamofaschistisches Regime schon die Genozidmiliz des Islamischen Staates im syrischen Bürgerkrieg nach Kräften förderte, der – unter Ausnutzung der geopolitischen Rivalität zwischen den USA und Russland – etliche Regionen Rojavas und Nordsyriens okkupiert und inzwischen auch im Nordirak einmarschiert ist, beansprucht nun, aufbauend auf der türkischen Intervention in Libyen, weite Teile des östlichen Mittelmeeres für sich. Der militärische Showdown zwischen der Türkei und Griechenland, der bei Redaktionsschluss Anfang September noch nicht entschärft war, kreist folglich nicht nur um die konkreten Rohstoffvorkommen auf dem Boden des östlichen Mittelmeeres, für Ankara stellt dieser Konflikt nur einen weiteren Schritt zur angestrebten Revision der Ergebnisse des Ersten Weltkrieges dar.

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The stupidity coefficient of the Left

Mittwoch, 30. Dezember 2020

by Tomasz Konicz

Stupidity is the best ally of leftist opportunism, the current crisis proves it once again

Capitalism or death? In an interview published in December 2019, the famous American Marxist David Harvey made it very clear, with depressing frankness, what Marx’s theory can quickly degenerate into, when, after decades, we continue to sovereignly ignore the systemic crisis, and consequently do not shape an adequate concept of crisis. Revolution? A “communist fantasy”, we no longer live in the 19th century. Capital is “too big to fail”, it has become too necessary, and therefore we cannot afford its collapse. On the other hand, things need to be “kept moving,” since otherwise “we would almost all starve to death.” And there is also a need for us to invest our time in “reviving” this capital, Harvey says. Perhaps a gradual reconfiguration of capital could be worked on slowly, but a “revolutionary overthrow” is something that “cannot and must not happen”; and we must also actively work to ensure that it does not. At the same time, in the end the Marxist professor also noted that capital has become “too big, too monstrous” to survive. In short, it would be a “suicidal path.”

Link: https://leftdis.wordpress.com/2020/12/30/the-stupidity-coefficient-of-the-left/

IMPRIMIR DINHEIRO ATÉ AO PLENO EMPREGO?

Mittwoch, 30. Dezember 2020


Tomasz Konicz, Neues Deutschland, 28.12.2020, Tradução de Boaventura Antunes


A Teoria Monetária Moderna (TMM) parece ter conseguido a quadratura do círculo capitalista. Pleno emprego, Estado social, crescimento económico e transição ecológica – tudo isto é apenas uma questão de política monetária expansionista, de acordo com a tese central da TMM. Segundo esta teoria monetária neokeynesiana, muito popular na esquerda socialista dos EUA, os governos que controlam a sua moeda são livres de aumentar as despesas governamentais, sem terem de se preocupar com os défices. Isto porque podem sempre imprimir dinheiro suficiente para pagar a dívida pública na sua moeda. De acordo com esta teoria, a inflação não é problema enquanto a economia não atingir os limites naturais do crescimento ou houver capacidade económica não utilizada, como o desemprego.

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Gelddrucken bis zur Vollbeschäftigung?

Dienstag, 29. Dezember 2020

Neues Deutschland, 28.12.2020

Der Modernen Monetären Theorie (MMT) scheint die Quadratur des kapitalistischen Kreises geglückt. Vollbeschäftigung, Sozialstaat, Wirtschaftswachstum und die ökologische Wende – all dies sei nur eine Frage der expansiven Geldpolitik, so die zentrale These der MMT. Dieser neokeynesianischen, in der sozialistischen Linken der Vereinigten Staaten sehr populären Geldtheorie zufolge können Regierungen, die ihre Währung kontrollieren, die Staatsausgaben frei erhöhen, ohne sich um Defizite sorgen zu müsse. Denn sie können jederzeit genug Geld drucken, um ihre Staatsschulden in ihrer Währung abzuzahlen. Inflation sei dieser Theorie zufolge so lange kein Problem, wie die Ökonomie nicht an natürliche Wachstumsgrenzen stoße oder es ungenutzte ökonomische Kapazitäten gebe, wie etwa Arbeitslosigkeit.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1146327.gelddrucken-bis-zur-vollbeschaeftigung.html

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telegraph #137/138 2020/2021

Dienstag, 22. Dezember 2020

Für die Ausgabe 137/138 der ostdeutschen Zeitschrift Telegraph habe mich an einer Einschätzung der Biden-Administraion versucht:

Letzter neoliberaler Tanz auf dem Vulkan

Die demokratische Administration unter dem greisen Establishment- Präsidenten Joe Biden wird die gigantischen Probleme nicht lösen können, denen sich die USA ausgesetzt sehen.

Link: https://telegraph.cc/telegraph-137-138-2020-2021/

Legal, illegal, Scheißegal!

Freitag, 11. Dezember 2020

lowerclassmag, 11.12.2020

Das Ende des unipolaren Menschenrechtsimperialismus während der Trump-Ära.

Es wäre falsch, in schlechter bürgerlicher Tradition dem scheidenden US-Präsidenten vorzuwerfen, während seiner Amtszeit nichts Nennenswertes erreicht zu haben – selbst wandelnde Katastrophen wie Trump vollbringen zwangsläufig in vier Präsidentschaftsjahren einiges. Neben dem beschleunigten Ruinieren des Klimas und vieler lokaler Ökosysteme, der emsigen Förderung faschistischer Gruppierungen, sowie der Entfesselung der mit Abstand größten Pandemiewelle in den USA seit der Spanischen Grippe, kann der Rechtspopulist auch auf handfeste außenpolitische “Erfolge” zurückblicken.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/12/11/legal-illegal-scheissegal-menschenrecht-imperialismus-trump-krieg/