Archiv für die Kategorie 'Sonstiges'

Vortragsreise

Sonntag, 05. Februar 2017

Im Februar breche ich zu einer längeren Vortragsreise auf, bei der ich Referate rund zu den Themenbereichen Krisenanalyse und Ideologiekritik halten werde.

11.02., Hamburg, 13:30, Uni Hamburg, Von-Melle-Park 9

12.02., Kaiserlautern,15.00 Uhr, Stadtratsfraktion KL, Mühlstraße 44.

13.02., Mainz, 19.00 Uhr, DGB-Haus.

14.02., Worms, 17.00 Uhr, Luthersaal der Lutherkirchengemeinde Worms, Friedrich-Ebert-Straße 45.

15.02., Speyer, 19.00 Uhr, Philipp 1, Johannesstraße 19

16.02., Potsdam, 19:00 Uhr, Café hausZwei, Friedrich-Engels-Str. 22

Von der Klima- zur globalen Flüchtlingskrise

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Telepolis, 27. Dezember 2016
Der außer Kontrolle geratene Klimawandel könnte die größte Flüchtlingskrise der Menschheitsgeschichte auslösen

Der an Dynamik gewinnende, durch den Kapitalismus verursachte Klimawandel stellt die größte Bedrohung des Zivilisationsprozesses im 21. Jahrhundert dar. Auch wenn die durchgeknallten Ideologen der neuen Rechten – von Donald Trump bis zur deutschen AfD – vor diesem simplen Faktum in infantiler Weise beide Augen fest zudrücken, sehen inzwischen selbst Militäranalysten in dieser Hinsicht klar.

Anfang Dezember 2016 berichtete der britische Guardian über die drastischen Klimawandel-Warnungen des Global Military Advisory Council, eines internationalen Netzwerkes von Militärs, das die “sicherheitspolitischen” Implikationen der Klimakrise analysiert. Demnach könnte der Klimawandel im 21. Jahrhundert eine “unvorstellbare” Flüchtlingskrise auslösen, die Massenflucht zu einer “neuen Normalität” machen werde.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Klima-zur-globalen-Fluechtlingskrise-3581604.html

Sprache der Verdinglichung

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Telepolis, 25. Dezember 2016

Besinnliche Reflexionen zum Weihnachtsfest mit Telepolis. Diesmal: Das Kunstwort postfaktisch

Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten.
Dialektik der Aufklärung

Was für ein kometenhafter Aufstieg für ein erst kürzlich erfundenes Adjektiv! Vor wenigen Jahren war das Retortenwort “postfaktisch” de facto unbekannt. Der deutschen Öffentlichkeit wurde es erst im Herbst dieses Jahres von Kanzlerin Angel Merkel nahe gebracht, als sie in Reaktion auf die Wahlen in Berlin von “postfaktischen Zeiten” sprach, wie die FAZ erläuterte.

Kurz darauf wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) “postfaktisch” zum Wort des Jahres 2016. Damit schlossen sich die deutschen Sprachforscher der Entscheidung ihrer englischsprachigen Kollegen von den Oxford Dictionaries an, die kurz zuvor die englische Entsprechung “post truth” zum Word of the Year 2016 wählten. Entstanden ist das Wort erst im März 2016, als sich die Harvard-Historikerin Jill Lepore Gedanken machte über den aktuellen Aufstieg des Rechtspopulismus, dessen Anhängerschaft bekanntlich ein eher lockeres Verhältnis zu Fakten pflegt.

 

Link: https://www.heise.de/tp/features/Sprache-der-Verdinglichung-3580855.html

Nationalsozial in den Wahlkampf?

Samstag, 24. Dezember 2016

Telepolis, 22. Dezember 2016

Die Frontfrau der Linkspartei provoziert weiterhin mit rechtspopulistischen Sprüchen. Linkspartei droht, zu einem politischen Oxymoron zu verkommen

Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linkspartei im langsam aufziehenden Bundestagswahlkampf, kann das Fischen im braunen Sumpf einfach nicht lassen. Die rechtspopulistischen Sprüche der “linken” Spitzenpolitikerin die eindeutig die Ressentiments der aufsteigenden deutschen Rechten bedienen, sorgten bereits im vergangenen Sommer für heftige Auseinandersetzungen in der Linkspartei (Die Sarrazin der Linkspartei).

Link: https://www.heise.de/tp/features/Nationalsozial-in-den-Wahlkampf-3580672.html

Zinswende oder Krisenwende?

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Telepolis, 21. Dezember 2016

Welches Kalkül verleitet die US-Notenbank dazu, kurz nach der Wahl Trumps die Leitzinsen zu erhöhen?

Die Wahl des Rechtspopulisten Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten fällt mit einem tiefgreifenden Umbruch der globalen Währungspolitik zusammen. Nach rund acht Jahren einer historisch beispiellosen Nullzinspolitik, die von massiven Gelddruckprogrammen (Quantitative Easing) begleitet wurde, geht die amerikanische Notenbank nun dazu über, die Ära der Nullzinsen hinter sich zu lassen.

Die Fed hob den Leitzins Mitte Dezember um 0,25 Prozentpunkte an, sodass der Tagesgeldsatz nun zwischen 0,5 und 0,75 Prozent pendelt. Für das kommende Jahr prognostizierten die US-Notenbanker gar drei weitere Leitzinserhöhungen, die mit guten konjunkturellen Aussichten und leicht angestiegenen Inflationserwartungen in den USA begründet wurden.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Zinswende-oder-Krisenwende-3578944.html

Trumps politische Freakshow

Freitag, 16. Dezember 2016

Telepolis, 12. Dezember 2016

Milliardäre, Finanzmarktlobbyisten, Rechtsextremisten, Klimaleugner und Rassisten – das künftige Kabinett des Donald Trump macht klar, wohin rechte Politik führt

Es scheint, als ob Donald Trump nie aufgehört hat, Politik als die Reality-Show zu betrachten, die er jahrelang in Gestalt des gnadenlosen, entlassungswütigen Chefs aufführte – und deren Produzent er weiterhin, trotz Präsidentenamt, bleiben wird.

Wie anders wären die bisherigen Personalentscheidungen des künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten zu erklären, die jedes Klischee bezüglich der Verkommenheit rechter Politik mühelos übertrumpfen? Die politische Freakshow, die Trump in höchste Staatsämter hieven will, wäre vor wenigen Jahren höchstens als Besetzung einer bitterbösen Politsatire vorstellbar gewesen. Die von Trump nun aufgeführte Realsatire umfasst die Crème de la Crème der erzreaktionären, amerikanischen Rechten.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Trumps-politische-Freakshow-3568153.html

Putin unser, der du bist im Kreml

Freitag, 16. Dezember 2016

Telepolis, 04. Dezember 2016

“Man ist immer auch ein klein wenig selbst russischer Staatschef” – eine kleine Psychopathologie des gemeinen Putintrolls

Jeder, der es sich immer noch nicht abgewöhnt hat, unzensierte Kommentarforen oder die üblichen sozialen Netzwerke zu durchstöbern, kennt sie zur Genüge: die frenetische deutsche Anhängerschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die bei einschlägigen geopolitischen Themen leidenschaftlich Partei ergreift für Russland und den Kreml. Dabei handelt es sich gerade nicht um das Produkt einer finsteren Putinischen Trollfabrik, wie dies in den westlichen Medienmainstream immer wieder lanciert wird. Der deutsche Putinschwarm weist eine Eigendynamik auf, die auf innerdeutsche ideologische wie auch machtpolitische Faktoren zurückzuführen ist.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Putin-unser-der-du-bist-im-Kreml-3504407.html

Gestern Europa und morgen die ganze Welt?

Freitag, 16. Dezember 2016

Telepolis, 19. November 2016

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten verführt Deutschlands Funktionseliten dazu, globale Führungsansprüche anzumelden

It’s a dirty job but someone’s gotta do it. Wenn es um die Führung der “freien Welt” geht, dann tut man in Deutschlands Redaktionsstuben gerne so, als ob man sich widerwillig höheren Sachzwängen beugen müsste.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Gestern-Europa-und-morgen-die-ganze-Welt-3492147.html

Autobahn und Ausländerhass

Freitag, 16. Dezember 2016

Telepolis, 17. November 2016

Wie Ressentiments zur Durchsetzung von Sozialabbau und Privatisierungswahn instrumentalisiert werden

Wir oder das Fremde. Dies ist im Kern die dumpfe Logik der rechten und rechtsextremen Sozialdemagogie, die in den letzten Jahren in vielen Ländern so erfolgreich war. In einer gegen sozial Schwache, Randgruppen, Migranten und “Ausländer” gerichteten Neidkampagne werden künstliche Gegensätze halluziniert: Zumeist wird die Emanzipation und Gleichberechtigung von Minderheiten angeklagt, da sie dem sozialen Wohlergehen der “normalen”, deutschen Bevölkerungsmehrheit im Wege stehe.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Autobahn-und-Auslaenderhass-3484941.html

Donald Trump und die Zeit des Borderliners

Freitag, 16. Dezember 2016

Telepolis, 10. November 2016

Mit dem Wahlsieg Trumps erfährt der krisenbedingt anschwellende Irrationalismus des Weltsystems seinen manifesten Durchbruch

Zurück in die Vergangenheit. Dies ist eigentlich das grundlegende Motto, das die Rhetorik des zukünftigen US-Präsidenten kennzeichnet. Donald Trump möchte Amerika “wieder groß machen”, die Zeit zurückdrehen und den sozialen, wirtschaftlichen wie imperialen Abstieg der einstigen Führungsmacht der westlichen Welt revidieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Donald-Trump-und-die-Zeit-des-Borderliners-3462308.html