Europas Hinterhof in der Krise

In der jüngst publizierten Ausgabe Nr. 8 der Wertkritischen Zeitschrift „Exit“ findet sich mein bislang umfassendster Versuch, die Wirtschaftsentwicklung Mittelosteuropas von der Systemtransformation bis zur Weltwirtschaftskrise nachzuzeichnen und unter Bezugnahme auf Wertkritik und Weltsystemtheorie in den globalen Krisenverlauf einzuordnen. Die Zeitschrift Exit kann u.A. auf der Homepage des Projekts geordert werden.

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Große Pläne

„Junge Welt“, 30.06.2011 Rohstoffe oder Hightech? Rußlands Spitzenpolitiker reden vom Vorstoß an die Weltspitze. Trotz Milliarden von Petrodollars läuft das bisher schleppend Rußland will endlich an die Spitze. Vor Vertretern der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erinnerte Premierminister Wladimir Putin Mitte Juni an dieses ehrgeizige Ziel und zog eine vorläufige Bilanz. Demnach befinde sich die Wirtschaft des

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Medwedew versagt

„Junge Welt“, 27.06.2011 Konflikt um Berg-Karabach. Vermittlung von Rußlands Präsidenten brachte keine Annäherung zwischen Aserbaidschan und Armenien Rußlands Präsident Dimitri Medwedew investierte in den vergangenen Monaten viel Zeit und Energie, um den »eingefrorenen« Dauerkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan nach mehr als zwei Dekaden endlich zu entschärfen. Bei einer ganzen Reihe von trilateralen Treffen sollten die

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Konkurrent Japan kaputt

„Junge Welt“, 25.06.2011 Zerstörte Fabriken, gerissene Lieferketten, Strommangel: Nach der Katastrophe ist die drittstärkste globale Wirtschaftsmacht faktisch k. o. Vor allem BRD-Wirtschaft profitiert Auch mehr als drei Monate nach der japanischen Doppelkatastrophe aus Erdbeben und atomarem Super-Gau kann von einer Entspannung rund um die verstrahlte Nuklearruine von Fukushima keine Rede sein. Im Gegenteil: Mitte Juni

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Arbeiten bis ins Grab

„Junge Welt“, 24.06.2011 Tschechien: Ungeborene sollen noch mit 73 arbeiten. Beschluß zur Zwei-Klassen-Medizin. Größter Streik seit 1989 Inexistente Menschen können sich nicht wehren. An diesem Motto scheint sich Tschechiens Rechtsregierung um Ministerpräsident Petr Necas bei der Durchsetzung eines ganzen Bündels unsozialer Kürzungs- und Sparmaßnahmen orientiert zu haben, die am vergangenen Dienstag vom Parlament in Prag

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Neofasizmus és válság Kelet-Európában

Hier noch ein Beitrag für unsere ungarischen Leser 😉 Kelet-Európa számos országában a szélsÅ‘jobboldali pártok és csoportosulások különösen sokat tudtak profitálni a válságból. Cigányellenesség, antiszemitizmus és völkisch-népnemzeti pszeudo-kapitalizmus-ellenesség  alkotja a kialakuló neofasiszta ideológia magját – írja  Tomasz Konicz a Hintergrund című, Berlinben szerkesztett online portálon megjelent és a Magyar Gárdáról készült felvételekkel illusztrált elemzésében. A

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Belarus am Abgrund

„Junge Welt“, 22.06.2011 Trotz massiver Abwertung der Landeswährung und Androhung von Import-Export-Kontrollen verschärft sich Finanz- und Wirtschaftskrise im osteuropäischen Staat Die Republik Belarus befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Angesichts rapide schwindender Devisenreserven und einem akut drohenden Staatsbankrott kündigte Staatspräsident Alexander Lukaschenko am vergangenen Freitag an, notfalls das Land abzuschotten

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Der Wert des Euro

german-foreign-policy.com , 21.06.2011 Die EU folgt zum wiederholten Male einem deutsch-französischen Diktat und beschließt die Beteiligung privater Gläubiger an den Kosten der Euro-Schuldenkrise. Einer entsprechenden Übereinkunft der deutschen Kanzlerin und des französischen Staatspräsidenten vom Wochenende sind die EU-Finanzminister am gestrigen Montag gefolgt. Wie es heißt, sollen nun auch Finanzkonzerne zu hohen Zahlungen herangezogen werden –

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Atakas spiel mit dem Feuer

Die anhaltenden antimuslimischen Übergriffe in Bulgarien drohen zu einem Flächenbrand zu eskalieren. Am 13. Juni veröffentlichte das Büro des bulgarischen Obermufti in Sofia eine Erklärung, in der die muslimische Minderheit des Balkanlandes aufgefordert wurde, künftig Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen. Der bulgarische ‚Staat ist entweder nicht in der Lage, uns zu beschützen, oder er will

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Deutsch-Mittelost

Telepolis, 16.06.2011 Ist Mittelosteuropa zu einem ökonomischen „Hinterhof“ Deutschlands verkommen? Deutschlands jüngste Exporterfolge scheinen nicht nur auf Kosten anderer Volkswirtschaften abzulaufen. Osteuropa profitiere besonders stark vom deutschen Exportboom, titelte etwa die Frankfurter Rundschau. Die Welt erklärte bereits zu Jahresanfang, der deutsche Aufschwung ziehe „ganz Osteuropa mit“. Tatsächlich konnten die Exporte Polens, Tschechiens und Ungarns in

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Neofaschismus und Krise in Osteuropa

Hintergrund, 15. Juni 2011 – In etlichen Ländern Osteuropas konnten rechtsextreme Partien und Gruppierungen besonders stark von der Krise profitieren. Antiziganismus, Antisemitismus und völkischer Pseudo-Antikapitalismus bilden den ideologischen Kern dieser sich formierenden neofaschistischen Ideologie. Ungarns Faschisten machen mobil. Wochenlang patrouillierten im vergangenen April rechtsextreme Bürgerwehren im ungarischen Dörfchen Gyöngyöspata, um die angeblich ausartende ‚Zigeunerkriminalität‘ einzudämmen,

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Vortragstext: Deutsche Hegemonie in Mittelosteuropa

Diesen Vortrag hielt ich am 4.6.2011 in Göttingen. Erlaubt mir, eingangs ein paar Sätze zur Struktur meines Referats zu verlieren. Der Vortrag ist in zwei Themenbereiche gegliedert, einen ökonomischen und anschließend einen geopolitischen.  Zunächst werde ich die sozioökonomische Stellung Osteuropas etwas genauer darlegen, wie auch die Zurichtung dieser Region zur Peripherie des westeuropäischen Zentrums schildern.

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Wenn Billiglöhne zu hoch sind

Ein durchschnittlicher Nettoverdienst von umgerechnet 400 Euro kann schon zu viel sein: Produktionsverlagerungen aus Mittelosteuropa am Beispiel SEWS-Polska. Gegenblende, 29.05.2011 Im Juni wird der japanische Autozulieferer Sumimoto Electric Wiring Systems (SEWS) seinen letzten Produktionsstandort in Polen schließen und somit sein gut fünfzehnjähriges Engagement in dem mittelosteuropäischen Land de facto beenden. Mehr als 1000 Lohnabhängige, die

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Vortragstext: Osteuropa – Krise – Regression

Dieses Referat habe ich am 30.05.2011 in Göttingen gehalten. Es steht allen Interessierten zur freien Verfügung. Ich möchte eingangs meines Referats knapp dessen Struktur erläutern. Ich habe den Vortrag in zwei Teile gegliedert. Zuerst möchte ich die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Mittelosteuropas umreißen und den Krisenverlauf in der Region schildern. Die knappe Darstellung des Krisenverlaufs soll

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Vortrag zu Verschwörungstheorien

Hiermit stelle ich den Text des Referats über Verschwörungstheorien und die Zeitgeist-Filme online, das ich am 25.05. in Hannover gehalten habe: Weitere Infos zu diesem Thema: https://www.konicz.info/?p=1084 https://www.konicz.info/?p=1536 Der Vortrag ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten theoretischen Teil möchte ich genauer auf die Genese und die Funktion von Verschwörungstheorien innerhalb kapitalistischer Ideologiebildung eingehen. Hierbei

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Vortragsreise BRD

Zwischen dem 25. Mai und dem 11. Juni werde ich einige Referate zu diversen Themen halten. Da wären bisher: 1. Verschwörungstheorien in Zeiten der Krise am Beispiel der Zeitgeist-Filme. In Hannover, 25. Mai 2011 im Elchkeller (Schneiderberg 50) um 20 Uhr. 2. ‚Krise-Osten-Regression‚, Krisenverlauf und reaktionäre Krisenideologie in Osteuropa. In Göttingen, am 30. Mai, 20

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Infos gegen Griechen-Bashing

Angeheizt durch Bundeskanzlerin Merkel, baut sich mal wieder eine populistische Hasswelle gegen die „faulen Südländer“ im deutschen Medienbetrieb auf. In welchem kausalen Zusammenhang Lohnkahlschlag, Sozialdemontage, Prekarisierung sowie Rentenklau in Deutschland und die  Schuldenkrise in Südeuropa stehen, habe ich bereits in etlichen Texten ausgeführt. Hier zur Auffrischung ein paar Fakten und Zusammenhänge gegen das erneute Griechen-Bashing:

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In Schuldenkrise global vereint

Neues Deutschland, 18.05.2010 Parallelen zwischen den Pleitekandidaten in Euroland und den USA Nicht erst mit dem Erreichen der gesetzlichen Schuldenobergrenze in den USA drängen sich Parallelen mit der Euro-Krise auf. Das Haushaltsdefizit beträgt mehr als zehn Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), und die Gesamtverschuldung wird 2012 auf mehr als 100 Prozent des US-BIP steigen. Somit

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Steil abwärts

german-foreign-policy.com, 17.05.2011 Berlin bleibt bei seiner harten Haltung gegenüber dem erneut von der Staatspleite bedrohten Griechenland. Athen werde nur neue Finanzhilfen bekommen, wenn es seinen rigiden Sparkurs abermals verschärfe, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am vergangenen Donnerstag. In den Berliner Regierungsfraktionen verweigern sich immer mehr Abgeordnete auch dem Euro-Rettungsschirm; die Bundesregierung droht die notwendige Mehrheit zu

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Quo vadis, Arbeiter?

„Neues Deutschland“, 30.04.2010 Die binneneuropäischen Migrationsströme nach der Osterweiterung der EU Mit dem 1. Mai fallen die Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit für die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten. Darüber, welches Ausmaß und welche Auswirkungen die Arbeitsmigration haben wird, besteht keine Klarheit. Doch selbst wenn etwa die maximalen Schätzungen des polnischen Arbeitgeberverbandes eintreffen sollten und tatsächlich an die 300 000

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Gewinner der Japan-Katastrophe

„Neues Deutschland“, 28.04.2010 Deutsche Exporte aus der Autoindustrie und anderen Branchen nehmen stärker zu Die deutsche Exportindustrie dürfte generell von der Schwächephase Nippons profitieren. Japans Automobilindustrie muss als Folge des verheerenden Erdbebens weiterhin schwere Produktionsausfälle verkraften. Der Ausstoß aller japanischen Fahrzeugfabriken war im März katastrophenbedingt um mehr als 50 Prozent gesunken. Beim weltgrößten Autobauer Toyota

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Zinswende in neuen Krisenschub?

Telepolis, 19.04.2011 Die Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird die angeschlagenen Volkswirtschaften der südlichen Peripherie der Eurozone weiter unter Druck setzen Am vergangenen Donnerstag beendete die Europäische Zentralbank eine nahezu zweijährige Phase krisenbedingter Niedrigzinspolitik. Der Leitzins in der Eurozone wurde von 1,0 auf 1,25 Prozent angehoben. Die EZB ließ ihren Leitzins im

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Russische Modernisierungsopfer?

Hintergrund,  Heft 4 – 2010 Die Moskauer Ministerialbürokratie wählte im Mai vergangenen Jahres eine bislang in Russland unübliche Methode, um eine spektakuläre geopolitische Neuausrichtung russischer Außenpolitik zu signalisieren. Eine als vertraulich klassifizierte, circa 70 Seiten umfassende Neubewertung russischer Außenpolitik, die von einem eigens eingerichteten Komitee innerhalb des russischen Außenministeriums angefertigt wurde, fand sich aufgrund einer

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USA „griechischer als Griechenland“

Wird die Schuldenkrise der USA bald in ein akutes Stadium treten? „Der größte Bondinvestor der Welt hat kürzlich sämtliche amerikanische Staatsanleihen verkauft. Bill Gross billigt ihnen „nur geringen Wert“ zu. Als Grund nennt er staatliche Sozialprogramme. Dem Dollar prognostiziert der Fondsmanager massiven Kaufkraftverlust,“ meldete kürzlich die FTD. Die systemischen Hintergründe dieser nun an ihre Grenzen

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