Wirtschaftskrise | Innere Schranke

Weniger Demokratie wagen

Telepolis, 05.12.2011 Wie die krisenbedingte Diktatur des Sachzwangs die Illusion von Freiheit und Selbstbestimmung im Kapitalismus zerstört Wie viel Demokratie können wir uns in Krisenzeiten noch leisten? In Spanien konnte immerhin noch das übliche Prozedere bei der Wahl einer neuen Regierung beibehalten werden, als der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy sich in einer waschechten Wahl gegen […]

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Die USA Europas

german-foreign-policy, 05.12.2011 Vor dem heutigen deutsch-französischen Gipfeltreffen droht Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der definitiven Spaltung der Europäischen Union. Sollte es zu Widerstand gegen geplante Änderungen der EU-Verträge kommen, würden entsprechende Abkommen eben innerhalb der Eurogruppe durchgesetzt, kündigt Merkel an. Die deutschen Pläne beinhalten insbesondere sogenannte Durchgriffsrechte, die die Souveränität der betroffenen Staaten im Kernbereich staatlichen

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In der Krise wächst der Hass

Dieser Text erschien leicht überarbeitet in „Neues Deutschland“, 03.12.2011 Antiziganismus in Südosteuropa Die Roma Südosteuropas bilden eine marginalisierte und in der westlichen Öffentlichkeit zumeist ignorierte Minderheit, deren von bitterster Armut geprägtes Dasein nur bei Ausbruch der sporadisch aufflackernden antiziganischen Pogrome kurz in den Fokus der Massenmedien gerät. Größere Roma-Minderheiten leben in Tschechien, der Slowakei, Ungarn,

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Kurze Geschichte der Weltwirtschaftskrise

Mit dem nun voll einsetzenden Desintegrationsprozessen in der Eurozone lohnt es vielleicht, sich nochmals zu vergegenwärtigen, wie wir in diesen Schlamassel geraten sind und wie tief die Krisenursachen eigentlich reichen. Hier nochmals ein Verweis auf die dreiteilige „Kurze Geschichte der Weltwirtschaftskrise“: http://www.heise.de/tp/artikel/29/29184/1.html http://www.heise.de/tp/artikel/29/29235/1.html http://www.heise.de/tp/artikel/29/29356/1.html

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Gerangel auf der Titanic

„Junge Welt“, 21.11.2011 Mit der Eskalation der »Schuldenkrise« intensivieren sich die zwischenstaatlichen Machtkämpfe in der EU – hierdurch werden die Zerfallsprozesse in der Euro-Zone beschleunigt Berlin weigert sich weiterhin, trotz einer Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise die Aufkäufe von Anleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) auszuweiten. Nach einer desaströs verlaufenen Auktion spanischer Staatsanleihen, die Madrid anstatt

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Jetzt wird Deutsch gesprochen

german-foreign-policy.com, 17.11.2011 Berlin verlangt eine dominierende Stimmenmehrheit in zentralen Insitutionen der EU. Wie die spanische Wirtschaftspresse berichtet, plant die Bundesregierung, auf dem nächsten EU-Gipfel Anfang Dezember eine Neuverteilung der Stimmengewichtung in der Europäischen Zentralbank (EZB) zu fordern. Demnach sollen die Stimmen künftig entsprechend dem Bruttosozialprodukt gewichtet werden. Damit bekäme Deutschland nicht nur heute, sondern mutmaßlich

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Vom Regen in die Traufe

„Junge Welt“, 16.11.2011 Italien: Kapitalisten und Uni-Seilschaften im Krisenkabinett. Industrie am Boden Italiens Bevölkerung ist vom Regen in die Traufe gekommen. Nach dem Abgang des mafiösen Medienmoguls Berlusconi bekommen die Italiener mit Mario Monti nun einen EU-Technokraten vorgesetzt, der die anstehenden Austeritätsmaßnahmen möglichst schnell und effizient realisieren soll. Monti, vor kurzem noch Rektor der Bocconi-Wirtschaftsuniversität

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Rom, das Spardiktat sitzt

„Junge Welt“, 05.11.2011 Für Europas Politelite scheint das Leben ein einziger Krisengipfel zu werden. Das europäische Führungsduo Merkel-Sarkozy brachte im Rahmen des G-20-Gipfels in Cannes unter Einsatz von Drohungen und Erpressungen renitente Schuldenstaaten wieder auf Linie. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou wurden die demokratischen Flausen mit der Drohung ausgetrieben, sein Land notfalls aus der Euro-Zone zu

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Krise und Wahn

Telepolis 04.11.2011 Je weiter sich die kapitalistische Systemkrise in die Gesellschaft und das Massenbewusstsein hineinfrisst, desto irrationaler gestaltet sich die öffentliche Rezeption des Krisengeschehens So eine Crisis könnte auch ihre amüsanten Seiten haben. Wären die derzeitigen Zerfallsprozesse in der Europäischen Union nicht so brandgefährlich, dürfte man sich über das absurde Theater köstlich amüsieren, das Politik

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Dawn Of The Second American Revolution?

Die Occupy-Bewegung in den USA hat gestern ihren Aktionsradius erfolgreich erweitert, die Proteste gehen mit breiter Unterstützung in der Urbevölkerung einher. Einer der größten Häfen an der Westküste der USA konnte im Rahmen eines „Generalstreiks“ in Oakland lahm gelegt werden: Alternet.org Guardian Auch innerhalb des Militärs und der US-Veteranenorganisationen bilden sich erste Gruppen der Occupy-Bewegung:

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Katastrophengipfel

„Junge Welt“, 02.11.2011 Von Beginn an gescheitert: Die maßgeblich von Berlin durchgesetzten Beschlüsse des letzten EU-Treffens können eine Eskalation der Krise nicht einmal hinauszögern Die Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou vom Montag abend, ein Referendum über die jüngsten Sparbeschlüsse seiner Regierung abzuhalten, hat die globalen Finanzmärkte und Europas Politeliten in helle Aufregung versetzt. Vor

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Europa auf deutsche Art (I)

german-foreign-policy.com, 31.10.2011 Mit dem Sieg Berlins in den Machtkämpfen auf dem Euro-Krisengipfel vergangene Woche schreitet die deutsche Prägung des Kontinents weiter voran. Deutschland konnte seine Positionen in nahezu allen Streitpunkten durchsetzen – in der zentralen Frage, ob und wie der EU-Krisenfonds mittels „Hebeln“ ausgeweitet werden soll, ebenso wie in der Debatte über das Ausmaß des

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Krach im europäischen Haus

„Neues Deutschland“, 26.10.2011 Wie die Schuldenkrise allmählich die Konflikte zwischen Berlin und Paris eskalieren lässt Die Ansichten der deutschen und der französischen Regierung, wie die Euro-Krise gemanagt werden sollte, klaffen zunehmend auseinander. Einen echten Ausweg können beide Ansätze nicht aufzeigen. Es knirscht im Gebälk des »europäischen Hauses«. In den vergangenen Tagen sind die seit Langem

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Auf Talfahrt

„Junge Welt“, 27.10.2011 Prekarisierung und Pauperisierung in den USA befeuern Proteste gegen die kapitalistische Dauerkrise. Reale US-Arbeitslosenquote von mehr als 20 Prozent Die Occupy-Wallstreet-Bewegung in den USA hat sich bereits in Hunderten von Ortschaften etabliert. Auch in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington versammelten sich Tausende Menschen in zwei Zeltlagern zum Protest gegen die kapitalistische Dauerkrise und

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Die Retter gehen aus

„Junge Welt“, 26.10.2011 Beim heutigen Krisengipfel in Brüssel dominieren nationale Interessen. Kompromiß zwischen Paris und Berlin sieht IWF-Beteiligung beim EFSF vor Die Krisendynamik in Europa scheint inzwischen jeglicher politischen Kontrolle und Steuerungsmöglichkeit zu entgleiten. Vor dem heutigen EU-Gipfel zur Lösung der europäischen Schuldenkrise mehrten sich die Hiobsbotschaften und Krisenherde. Griechenland meldet weiteren Finanzierungsbedarf von bis

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Auf Kollisionskurs

german-foreign-policy.com, 25.10.2011 Eskalierende Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Paris begleiten die weitere Zuspitzung der Eurokrise. Angesichts ungelöster Differenzen über das sogenannte Hebeln des Krisenmechanismus EFSF, das mit finanzpolitischen Tricks die Staatspleite Spaniens oder gar Italiens verhindern soll, sprechen internationale Medien von einer „Zeit des Knirschens“ zwischen den beiden kerneuropäischen Führungsmächten. Tatsächlich führen gänzlich unterschiedliche ökonomische Interessen

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Heuschrecke Staat

„Junge Welt“, 20.10.2011 Bericht über Zwei-Billionen-Euro-Rettung Wer bietet mehr? Kurz vor dem Wer-weiß-wievielten Euro-Krisengipfel wurde der europäische Blätterwald von einem wilden Spekulationsfieber ergriffen. Die Financial Times Deutschland spricht von einer »Hebelung« des Euro-Krisenmechanismus EFSF auf eine Billion Euro, auf die sich Merkel und Sarkozy geeinigt haben sollen, der britische Guardian erhöhte auf zwei Billionen. Bis

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Die letzte Blase platzt

„Junge Welt“, 17.10.2011 Nach vorübergehender Stabilisierung der Finanzmärkte durch staatliche Verschuldung auf denselben steht das Weltfinanzsystem vor dem Zusammenbruch Droht eine neue Bankenkrise, die ähnliche Schockwellen auslösen könnte, wie sie die Finanzwelt infolge der Pleite der Investmentbank LehmanBrothers im Jahr 2008 erschütterten? Ausgerechnet Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnte bereits im September, daß die gegenwärtige Lage auf

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Eine Frage des Vertrauens?

„Junge Welt“, 13.10.2011 Eskalierende Schuldenkrise führt Weltwirtschaft an den Rand einer neuen Rezession – auch wenn Beziehung zwischen beiden Phänomenen ständig auf den Kopf gestellt wird Während Europas Staaten und Banken unter einer immer weiter anschwellenden Schuldenlast zusammenzubrechen drohen, mehren sich zugleich weltweit die Anzeichen für eine abermalige Wirtschaftskrise. Innerhalb der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft und Fachpublizistik

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Eine globale Bewegung entsteht

Telepolis, 11.10.2011 Die Proteste gegen die Krise des Kapitalismus gewinnen in den gesamten USA an Dynamik und schwappen auf andere Länder über Mit der Geschwindigkeit eines Internet-Phänomens breitet sich die in New York von der Occupy-Wall-Street-Bewegung initiierte Protestwelle in den gesamten Vereinigten Staaten aus. Inzwischen finden in Hunderten von US-Städten Demonstrationen oder langfristige Besetzungsaktionen gegen

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Nobody Can Predict The Moment Of Revolution (Occupy Wall Street)

„Es ist ein Modell einer neuen Gesellschaft. Es ist kein Protest in dem Sinne, dass man gegen irgendetwas seinen Unmut artikuliert. Es ist ein Weg, etwas Neues zu formulieren.“ Hier noch ein Link zu einem sehr schönen Kurzbericht, in dem einige der an Occupy-Wall-Street beteiligten Atikvisten ihre Motivation und Beweggründe schildern. Link:  http://www.youtube.com/watch?v=OwWInp75ua0

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Frische Textkonserven aus dem Archiv

Hier noch ein älterer Text von 2009, der die Genese der zur Zeit platzenden „Liquiditätsblase“ sowie der Banken/Staatsschuldenkrise darlegt und die zugegebenermaßen recht gewagte Prognose wagt, dass es sich hierbei um  „Die letzte Spekulationsblase“ vor dem kommenden gigantischen Krisenschub handelt. https://www.konicz.info/?p=1001 Textauszug: Die enorme Verstrickung des Staates bei der neuerlichen Blasenbildung, die von den in

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Krisensymbiose zwischen Finanzkapital und Staaten

Viele bürgerliche Kommentatoren des gegenwärtigen Krisengeschehens können sich nicht so recht entschließen, ob es sich gegenwärtig nun um eine Staats- oder Bankenkrise handelt. Das Handelsblatt spricht von einer „Spirale zwischen Staatsschulden- und Bankenkrise“, die immer „gefährlicher“ werde. Tatsächlich handelt es sich um eine Krisensymbiose zwischen Staat und Finanzkapital, die ich schon mehrmals beschrieb. Da der

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Souveräne Rechte: Null und nichtig

german-foreign-policy.com, 04.10.2011 Nach der Zustimmung des Bundestages zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF verlangen deutsche Wirtschaftsfunktionäre und die Kanzlerin den Verzicht der verschuldeten Staaten Südeuropas auf zentrale Souveränitätsrechte. Künftig müsse angesichts der Tatsache, dass man in der Eurozone eine gemeinsame Währung habe, die „nationale Souveränität zugunsten gemeinsamen Handelns übertragen“ werden, fordert der Präsident der Bundesvereinigung der

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Vortrag: „Einstürzende Schuldentürme“

Vortrag, gehalten am 28.09.2011 im UJZ Kornstraße, Hannover Ich werde mich in der kommenden dreiviertel Stunde bemühen, die systemischen Ursachen der gegenwärtig eskalierenden Schuldenkrise möglichst allgemeinverständlich darzulegen. Hierbei soll die Entstehung dieser gigantischen Schuldentürme erklärt werden, die in den USA und Europa zusammenzubrechen drohen. Bevor wir nun in die Materie eintauchen, erlaubt mir eingangs ein

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Zerbricht Europa an der Krise?

Telepolis, 19.09.2011 Die sich zuspitzende Systemkrise lässt die Konflikte und Auseinandersetzungen in der Eurozone eskalieren Alle gegen Alle. Mit der Eskalation der europäischen Schuldenkrise scheinen auch die Konflikte zwischen den Mitgliedsländern und Institutionen der Eurozone, wie auch innerhalb einzelner Eurostaaten, an Intensität und Irrationalität zu gewinnen. Diese eskalierenden politischen Auseinandersetzungen, deren Frontverläufe quer durch politische

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