Autorenname: Tomasz Konicz

Der nächste Krisenschub

„Junge Welt“, 18.02.2009 USA: Der Markt für Gewerbeimmobilien wird durch sinkende Kaufkraft und faule Hypotheken erschüttert. Shopping-Malls besonders betroffen Die schwere Wirtschaftskrise in den USA versetzt auch den Kathedralen der dortigen Konsum»kultur« den Todesstoß. Einer Schätzung des Wall Street Journal zufolge sollen sich im vergangenen Jahr über 100 der sogenannten Shopping-Malls aufgrund der Rezession in […]

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Gefährdete Südflanke

„Junge Welt“, 15.02.2009 Deutschlands Exportoffensive hat die Volkswirtschaften im Mittelmeerraum strukturell geschwächt. Leistungsbilanzdefizite bedrohen staatliche Bonitäten Die Debatte um die Zukunft der europäischen Einheitswährung reißt nicht ab. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung warnte der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker am Wochenende vor »erdbebenartigen, unkontrollierbaren Folgen«, sollte das von einem Staatsbankrott bedrohte Griechenland aus der Euro-Zone ausscheiden müssen.

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Wenig Spielraum

„Junge Welt“, 17.02.2010 Der designierte ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch sendet erste außen- und wirtschaftspolitische Signale in Richtung Moskau In einer ersten außenpolitischen Stellungnahme bemühte sich der neugewählte ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch um leise Töne: »Ich werde mir Mühe geben, der ausgewogenen und ausgeglichenen Politik zwischen Europa und Rußland zu folgen«, zitierte ihn die nationale Hörfunkgesellschaft

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EU setzt auf doppeltes Spiel

„Junge Welt“, 13.02.2010 Mehr Druck auf Griechenland, Stützungsmaßnahmen in der Hinterhand Bei dem EU-Gipfel am Donnerstag gab es außer ein paar warmen Worten keine verbindlichen Hilfszusagen für das von einem Staatsbankrott bedrohte Griechenland. Als einen »Etappensieg der Vernunft« bezeichnete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Freitag diese von Berlin gegen den »Druck der EU-Partner« durchgesetzte

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Das Dominoprinzip

„Junge Welt“, 11.02.2009 Ohne Finanzhilfen für Griechenland würden die Hegemonialmächte der Europäischen Union selbst ins Wanken geraten Schon im Vorfeld des EU-Sondergipfels am gestrigen Donnerstag zeichneten sich die Umrisse möglicher Hilfsmaßnahmen für das von einer Staatspleite bedrohte Griechenland ab. So berichtete die Financial Times Deutschland unter Berufung auf den Vorsitzende der europäischen Sozialdemokraten, den Dänen

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Pleite made in BRD

„Junge Welt“, 09.02.2009 Der drohende Kollaps der Staatsfinanzen in südeuropäischen Euro-Ländern ist die direkte Folge der aggressiven deutschen Außenwirtschaftspolitik Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dürfte die Lufthoheit über Deutschlands Stammtische sicher sein, nachdem er sich Ende Januar ausdrücklich gegen jegliche Finanzhilfen für das von einem Staatsbankrott bedrohte Griechenland aussprach. Es könne nicht sein, »daß jetzt die

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Bakschisch-Ökonomie

„Junge Welt“, 05.02.2010 Afghanistan: Korruption ist, neben dem Drogenhandel, wichtigster Wirtschaftsfaktor unter dem von der NATO-Besatzung abhängigen Regime geworden Die Bevölkerung Afghanistans sieht in der ausufernden Korruption das größte Hindernis beim Wiederaufbau des verwüsteten Landes. Zu diesem Ergebnis kam eine breit angelegte Umfrage des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die am 19. Januar der

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Halluzinierte Eiszeit

„Junge Welt“, 04.02.2010 Das kalte Wetter hat wenig mit dem Klima zu tun, aber tatsächlich könnte es hierzulande wegen der Erderwärmung vorübergehend kühler werden Kaum kehrt für ein paar Wochen in weiten Teilen der Nordhalbkugel der Winter ein, schon machen die Leugner des Klimawandels in den Massenmedien mobil. So konstruierte etwa die stramm rechte Wochenzeitung

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Es wird schmerzhaft

„Junge Welt“, 01.02.2010 Großbritanniens lange Rezession ist offiziell beendet. Aufwärts geht es deshalb noch lange nicht. Gesamtverschuldung viermal so hoch wie Wirtschaftsleistung Am 26. Januar hat die Londoner Statistikbehörde der längsten Rezession in der Wirtschaftsgeschichte Großbritanniens ein Ende bereitet. Um ganze 0,1 Prozent soll das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2009 gegenüber dem dritten

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Sieg des Lobbyismus

„Junge Welt“, 26.01.2009 Oberstes Gericht der Vereinigten Staaten erlaubt Kapitalgesellschaften unbegrenzte Wahlkampffinanzierung. Selbst US-Präsident zeigt sich schockiert Selten hat eine Grundsatzentscheidung des Supreme Court die US-Öffentlichkeit derart aufgewühlt, wie das jüngst gefällte Urteil zur Wahlkampffinanzierung. Selbst Präsident Barack Obama übte scharfe Kritik an der Entscheidung der auf Lebenszeit gewählten Richter: »Der Oberste Gerichtshof hat grünes

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Die Welt als ewige Weltverschwörung 1.1

Hiermit veröffentliche ich nochmals meinen Beitrag zur Debatte rund um die Haltung der Linken zu Verschwörungstheorien und Verschwörungstheoretikern, der von Herrn Reinhard Kalinke überarbeitet und korrigiert wurde. Der Text steht allen Interessierten zur freien Verfügung. Ein kurzer Exkurs über die Genese und zunehmende Popularität von Verschwörungstheorien in Krisenzeiten. Seit Herausbildung der Herrschaft des Menschen über

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Griechenland ist überall

„Junge Welt“, 14.01.2010 Überlebensdroge oder letzte Ölung? Staaten erzeugen Nachfrage auf Pump, um Kapitalismus zu retten. Risiken und Nebenwirkungen werden in Kauf genommen Schlimmer geht’s immer: Laut aktuellen Berichten könnte das griechische Haushaltsdefizit noch höher ausfallen als bislang erwartet. (Allerdings steht Athen damit nicht allein.). Ende vergangenen Jahres mußte die neugewählte Regierung eingestehen, daß die

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Fataler Krisenkreislauf

„Junge Welt“, 13.01.2010 Erneute spekulative Blase: Extrem verteuerte Rohstoffe könnten 2010 globale Konjunkturerholung abwürgen. Dann droht vor allem Nahrungsknappheit Rohstoffe werden wieder teurer, und das im Rekordtempo. Öl kostet inzwischen mehr als 80 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem es sich in Folge der Weltwirtschaftskrise Anfang 2009 innerhalb weniger Monate von fast 150 auf gut

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Kapitalistische Klimakrise

„Junge Welt“, 12.01.2009 Analyse. Eine andere Welt ist lebensnotwendig: Kapitalakkumulation und Eigentumsverhältnisse befördern die globale Erwärmung und stehen Gegenmaßnahmen diametral gegenüber Es ist bereits zu spät, um katastrophale Auswirkungen des Klimawandels selbst durch eine massive Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen zu verhindern. In den letzten Wochen und Monaten wurde eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen veröffentlicht,

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Programmierte Konflikte

„Junge Welt“, 11.01.2009 Eskalation jederzeit möglich: Moskau, Minsk und Kiew in Dauerfehde um Öl- und Gaspreise, Transitgebühren sowie Zölle Die alljährlich wiederkehrenden Spannungen zwischen dem »Energieimperium« Rußland und klammen postsowjetischen Staaten scheinen sich zu einer festen Begleiterscheinung der kalten Jahreszeit in Osteuropa zu entwickeln. Diesmal schreckte eine am 3. Januar von der Nachrichtenagentur Reuters verbreitete

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Lobby gegen Klimaschutz

„Junge Welt“, 06.01.2010 Wieder fauler Kompromiß? Nach Gesundheitsreform droht auch Obamas zweites Prestigeprojekt als Farce zu enden Nach der sogenannten Gesundheitsreform will die US-Regierung in diesem Jahr ein weiteres ehrgeiziges Projekt in Angriff nehmen – eine umfassende Klimagesetzgebung. Er sei sich im klaren darüber, daß deren Durchsetzung »ohne Zweifel sehr hart« werde, hatte US-Präsident Barack

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Angeschlagener Riese

„Junge Welt“, 02.01.2010 Der russische Energiekonzern Gasprom kämpft mit sinkender Nachfrage und Preiseinbrüchen. Kooperation mit China angestrebt Die Weltwirtschaftskrise verdirbt inzwischen selbst den berüchtigten Partylöwen in den Chefetagen des russischen Gasmonopolisten Gasprom die Feierlaune. Während im Februar 2008 Musikstars wie Tina Turner und Deep Purple die Chefriege des Energiemultis im Beisein von Wladimir Putin und

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Obamas Pyrrhussieg

„Junge Welt“, 30.12.2009 Gesundheitsreförmchen: Einstiges Prestigeprojekt des US-Präsidenten nimmt wichtige ­parlamentarische Hürden. Aber keine allgemeine Krankenversicherung erreicht In den USA nahm eines der Prestigeprojekte von Präsident Barack Obama am 21. Dezember eine entscheidende parlamentarische Hürde – die Gesundheitsreform. 58 Senatoren der Demokratischen Partei und zwei unabhängige stimmten für die in der zweiten Kammer des US-Kongresses

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IWF diktiert Neustart

„Junge Welt“, 28.12.2009 Rumänien hat frisch installierte Regierung. Die will umgehend weiteres rabiates Sparprogramm des Internationalen Währungsfonds umsetzen Seit dem 13. Oktober, als der rumänische Premierminister Emil Boc durch ein Mißtrauensvotum vom Parlament gestürzt wurde, befand sich Rumänien in einer der schwersten innenpolitischen Krisen seiner jüngsten Geschichte. Ein im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen vom 6. Dezember

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Machtzuwachs ohne Krieg

„Junge Welt“, 24.12.2009 Vorteil Peking: Bei Vergabe irakischer Ölförderlizenzen spielen Konzerne der NATO-Staaten untergeordnete Rolle. Ähnlich ist die Lage in Afghanistan An die zwei Billionen (2000 Milliarden) Dollar hat die Invasion und Okkupation des Iraks durch die Militärmaschinerie der Vereinigten Staaten den US-Steuerzahler bisher gekostet. Dennoch hält sich für Washington die ökonomische Dividende aus diesem

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Das Wunder an der Wall Street

„Telepolis“, 23.12.2009 Die letzten amerikanischen Großbanken zahlen bereits ihre Staatshilfen zurück. Wie machen die das eigentlich? Nur etwas mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers scheinen auch die US-amerikanischen Finanzhäuser die Folgen der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Ende der dreißiger Jahre überwunden zu haben. Mitte Dezember kündigten mit der Citygroup

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Peking hängt alle ab

„Junge Welt“, 19.12.2009 Moskau und der Westen erfolglos bei Kampf um Zentralasiens Energieressourcen. Neu eingeweihte Pipeline leitet große Gasmengen nach China Der große zentralasiatische Pipelinepoker um die Energieträger der Region wird in der öffentlichen Wahrnehmung hauptsächlich zwischen Rußland und dem Westen ausgetragen. Doch es scheint, als könnte ausgerechnet China als der lachende Dritte den Jackpot

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Das Schweinesystem in Aktion

Pressemitteilung der CLIMATE JUSTICE ACTION zu den Polizeiübergriffen gegen festgenommene Demonstranten in Kopenhagen vom 17. Dezember 2009. Die geschilderten Exzesse können nur von ordinären, sadistischen Schweinen aus tiefster Überzeugung begangen worden sein; sie markieren – nach der systematischen Polizeibrutalität von Heiligendamm – eine weitere Etappe auf dem Weg zur faschistischen „Bewältigung“ der Auswirkungen der ökologischen

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Populismus auf Pump

„Junge Welt“, 15.12.2009 Die ungarische Wirtschaft befindet sich auf Talfahrt. Rechtskonservative Parteien wittern Morgenluft und kündigen im Wahlkampf soziale Wohltaten an Mit einer »Verjüngungskur« versuchen Ungarns Sozialdemokraten das sich abzeichnende Wahldebakel abzuwenden. Doch die Ende November erfolgte Ernennung ihres 35jährigen Fraktionschefs Attila Mesterházy zum Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen im April 2010 brachte für die regierenden

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Billiglohn in Dixieland

„Junge Welt“, 15.12.2009 Die Kostenvorteile des Daimler-Werks in Tuscaloosa/Alabama sind auch Resultat einer gewerkschaftsfeindlichen Politik im US-amerikanischen Süden Am 4. Dezember gingen in Sindelfingen 15000 Daimler-Arbeiter gegen die Entscheidung des Konzernvorstands auf die Straße, die Endmontage der C-Klasse in das Mercedes-Werk Tuscaloosa im Süden der USA zu verlegen. Die Werksleitung in Sindelfingen beeilte sich zu

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Vor dem Bankrott

„Junge Welt“, 07.12.2009 Im ukrainischen Wahlkampf überbieten sich Kandidaten mit teuren Versprechen. Doch ­internationale Geldgeber drehen den Hahn zu Noch vor wenigen Jahren galt die Ukraine als eine wahre Goldgrube für westeuropäi­sche Finanzinstitute. Es waren insbesondere österreichische Bankhäuser, die sich stark engagierten, weil eine enorme private Kreditaufnahme und – im Vergleich zu Westeuropa – hohe

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Vom Musterland zum Krisenstaat

„Junge Welt“, 01.12.2009 Slowenien: Gewerkschaften wollen Proteste gegen menschenunwürdige Entlohnung fortsetzen Die Demonstration von über 30000 Arbeitern, Rentnern und Studenten am Sonnabend in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana könnte der Auftakt für eine große Protestwelle in dem vermeintlichen EU-Musterland sein. Organisiert wurde der Zug von Gewerkschaftsverbänden. Hauptforderungen waren die Erhöhung des Mindestlohnes von derzeit 459 Euro

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