Autorenname: Tomasz Konicz

Aufsteiger vor Abstieg

„Junge Welt“, 10.07.2013 (Schwerpunktseite) US-Notenbankchef löste mit wenigen Worten Krisenschub aus. Das offenbart die starke Abhängigkeit vieler Schwellenländer von globalen Finanzströmen Das alte Lied bleibt aktuell: »Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem«, witzelte US-Finanzminister John Connally in den 70er Jahren. Und er brachte die globalen Folgewirkungen amerikanischer Geldpolitik auf den Punkt. Auch nach […]

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Süchtig nach regelmäßigen Liquiditätsspritzen

Telepolis, 09.07.2013 Die Notenbanken sind längst zu Geiseln ihrer expansiven Geldpolitik geworden Es war ein typisch europäischer Kompromiss, mit dem die Europäische Zentralbank (EZB) auf die jüngsten Krisenschübe in der Eurozone reagierte: Anfang Juli erklärte EZB-Präsident Mario Darghi, dass die Leitzinsen in der Eurozone dauerhaft auf ihrem sehr niedrigen Niveau von 0,5 Prozent bleiben werden.

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Requiem für Nabucco

Junge Welt, 08.07.2013 Wenn Brüssel plant: Große Klappe, viel Geld, doch alles vergebens – das Konkurrenzprojekt zur ­russischen Gaspipeline ist schmählich gescheitert Der Name war Programm. Ähnlich den Israeliten in der Verdi-Oper »Nabucco«, die aus der babylonischen Gefangenschaft auszubrechen trachten, wollte die EU mit der gleichnamigen Pipeline aus der Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen fliehen. 150

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Geschichtspolitischer Spagat

Junge Welt, 08.07.2013 Warschau will der Weltkriegsmassaker an der polnischen Bevölkerung in der Westukraine gedenken – ohne dadurch die ukrainischen Nationalisten zu verprellen. Zur ganz großen Geste der Aussöhnung dürfte es am kommenden Sonntag im westukrainischen Luzk nicht kommen. Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch wird nicht zugegen sein, wenn sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski der

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Pogromstimmung in Tschechien

Junge Welt, 03.07.2013 Neonazis schüren Spannungen zwischen Mehrheitsbevölkerung und Roma-Minderheit Am vergangenen Samstag wurde die südböhmische Stadt Ceské Budejovice (Budweis) von schweren rassistischen Ausschreitungen erschüttert. Angespornt von ganz gewöhnlichen Bürgern, versuchten Hunderte Neonazis ein Pogrom an rund 350 Roma in der knapp 100 000 Einwohner zählenden Stadt zu entfachen. Die Angriffe der Nazis seien von

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An der Lieferkette

Konkret 7/2013 Zum Beispiel Bangladesch: Jede Industriekatastrophe in der Arbeitshölle der Dritten Welt nehmen die Medien hierzulande zum Anlaß, das Märchen von der Reformierbarkeit des Kapitalismus wiederzubeleben. Link: http://www.konkret-magazin.de/hefte/aktuelles-heft/articles/an-der-lieferkette.html

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Flucht nach vorn

Junge Welt, 02.07.2013 Freihandelsabkommen USA-EU soll Widersprüche der kapitalistischen Dauerkrise mildern. Es wird auch Bollwerk gegen zunehmende Konkurrenz der Schwellenländer Im Moment herrscht große Aufregung in EU-Europa. Wegen der ungenierten Spionage des US-Geheimdienstes NSA bei »befreundeten« Staaten und Institutionen, stellen europäische Politiker derzeit verbal eines der größten politischen Projekte zur Disposition – die Einrichtung einer

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Wohl bekomms!

Konkret 05/2013 In der Lebensmittelindustrie wird der blanke Irrsinn der kapitalistischen Wirtschaftsweise besonders deutlich. Nichts trügt so wie die Vielfalt der Waren, die unsere Sinne beim Gang durch einen Supermarkt überflutet, denn die der kapitalistischen Wirtschaftsweise inhärente Tendenz zur Ausbildung von Monopolen oder Oligopolen – das logische Endziel der Marktkonkurrenz – ist trotz all der

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Panik in Weltkasino

Junge Welt, 26.06.2013 Mächtige Notenbanken wie die US-Fed und Chinas Volksbank wollen exzessive Gelddruckerei beenden. Es ist jedoch fraglich, ob sie das überhaupt noch können Seit rund einer Woche herrscht Panik im spätkapitalistischen Weltkasino. Ein Doppelschlag, ausgeführt von den Zentralbanken Chinas und der USA (Chinesische Volksbank und Fed), hatte das Weltfinanzsystem in schwerste Turbulenzen gestürzt.

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Schwellenländer auf der Kippe

Neues Deutschland, 24.06.2013 US-Notenbank will Staatsanleihenaufkäufe reduzieren, das sorgt für Turbulenzen an einigen Märkten Viele Schwellenländer befürchten einen Abfluss von US-Kapital aus ihren Märkten. Das lässt die Kurse purzeln. Mit wenigen Worten hat US-Notenbankchef Ben Bernanke die Finanzmärkte der meisten Schwellenländer in schwerste Turbulenzen geführt. Vergangenen Donnerstag kündigte Bernanke an, die Gelddruckerei »später im Jahr«

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Der chinesische Tigerritt

Lunapark21, Nr. 20 Ein Überblick über die zunehmenden Widersprüche der kapitalistischen Modernisierung Chinas. (Der Text erschien im Frühjahr 2013, ich stelle ihn hier aus aktuellem Anlass online.) Kann China, das zuletzt zunehmend auch unter der Eurokrise zu leiden hatte, zu den stürmischen zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurückkehren? Nach 13 Monaten beständiger wirtschaftlicher Abkühlung scheinen

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Frankreichs Sozialisten am Scheideweg

Junge Welt, 20.06.2013 Rechte und neoliberale Kräfte innerhalb der Regierungspartei könnten Politik nach deutschem Vorbild machen Frankreichs Sozialisten wollten am vergangenen Wochenende nicht weniger als ein europaweites Aufbruchssignal geben, mit dem die sozialdemokratische Linke in der EU in die Offensive übergehen sollte. Auf der europapolitischen Konferenz stellte die Partei des französischen Präsidenten François Hollande ihren

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Troika droht Achsbruch

Junge Welt, 20.06.2013 IWF-Kritik an Krisenpolitik führt zu Forderungen nach Ausscheiden des Währungsfonds aus dem Dreiergespann. Besonders scharfe Töne kommen aus Berlin Es gibt in Südeuropa wohl keine Institution, die ähnlich verhaßt ist wie die Troika. Das Dreiergespann aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) tritt in den Euro-Krisenstaaten wie die neoliberale Inquisition

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Amerikanisch-Arabisches Déjà-vu?

Telepolis, 19.06.2013 Es spricht einiges dagegen, dass das syrische Regime Chemiewaffen eingesetzt hat Für die US-Regierung scheinen im Syrienkonflikt nun die berüchtigten „roten Linien“ überschritten worden zu sein. Die syrische Armee habe mehrfach chemische Waffen wie Sarin gegen Rebellen eingesetzt, erklärte der amerikanische stellvertretende Sicherheitsberater Ben Rhodes gegenüber Medienvertretern am Freitag vergangener Woche (US-Regierung: Assad-Regime

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Der Mensch als Müllhalde

Konkret 04/2013 In den Lebensmittelskandalen der letzten Monate wird nur auf besondere Weise sichtbar, wie der Nahrungsmittelmarkt im Spätkapitalismus funktioniert. Es ist kaum möglich, den Überblick über die Lebensmittelskandale zu behalten, die in den letzten Jahren aufgedeckt worden sind und deren Unzahl die öffentliche Empörung über sie zu einem massenmedialen Routineritual verkommen ließ. Neben der

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Auslaufendes Wunder

Junge Welt, 11.06.2013 Türkische Wirtschaft in schwerem Fahrwasser. Proteste am Bosporus könnten dazu führen, daß die bislang erfolgreich scheinende Defizitkonjunktur zusammenbricht Läuten die Demonstrationen auf dem Istanbuler Taksim-Platz auch das Ende des türkischen »Wirtschaftswunders« ein? Das aufstrebenden Schwellenland hatte in der vergangenen Dekade stolze Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP; Wirtschaftsleistung) von durchschnittlich fünf Prozent verzeichnet. Nun

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Europas Öl- und Gastank

„Junge Welt“, 06.06.2013 Beim EU-Rußland-Gipfel dominierten ökonomische Fragen. Doch es gibt kaum Bewegung, die ­einseitigen Austauschbeziehungen zu überwinden Im Grunde ging es um Ökonomie. Rußlands Medien gaben sich bei der Einschätzung des jüngsten europäisch-russischen Gipfels am 3./4. Juni alle Mühe, diese Seite der zuletzt arg ramponieren Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel zu betonen. Die »Wirtschaft

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Lohndumping als Krisenbeschleuniger

Gegenblende, 04.06.2013 Wie hängen die europäischen Ungleichgewichte und die Schuldenberge Südeuropas zusammen? In der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit tobte eine emotional geführte Diskussion über obszönen und oftmals geschickt verheimlichten Reichtum – in Südeuropa, wohlgemerkt. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch Studien der EZB und der Bundesbank, die den Anschein erweckten, als ob die Bundesrepublik zu den ärmsten Ländern

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Potemkin-Konjunktur

Junge Welt, 04.06.2013 Wirtschaft der USA hängt in der Krise fest. Mit bizarren Statistiken versuchen Meinungsmacher, den Sanierungsfall in ein Wirtschaftswunder umzudeuten Deutschlands Meinungsmacher haben ihr altes Vorbild zurück: Die Vereinigten Staaten von Amerika seien dabei, Europa wirtschaftlich abzuhängen, berichtete die Onlineausgabe der Welt am 1. Juni. Das Medium verweist dabei auf eine kürzlich veröffentliche

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Merkels Punktsieg

Junge Welt, 01.06.2013 Französischer Präsident rang der Kanzlerin bei den deutsch-französischen Konsultationen nur symbolische Zugeständnisse ab Es gibt Mißtöne zwischen Berlin und Paris. Je näher das jüngste »Arbeitstreffen« zwischen Bundeskanzlerin und Staatspräsident rückte, desto schriller fielen sie aus. Nachdem François Hollande sich eine Einmischung Brüssels in die eigene Politik nachdrücklich verbeten hatte und der EU-Kommission

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All you can eat

Konkret 3/2013 Ist das Wachstum der Weltbevölkerung schuld an der globalen Nahrungsmittelknappheit? Eine Kritik der Wiederbelebung der Thesen des britischen Pfarrers Thomas Robert Malthus. In den vergangenen Jahren ist die Anhängerschaft einer der ältesten kapitalistischen Krisenideologien, des Malthusianismus, geradezu beängstigend gewachsen. Kaum ein Bei trag über steigende Lebensmittelpreise, Hungerunruhen oder die sich anbahnende Ressourcenkrise kommt

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Zittern mit Fernost

„Junge Welt“, 29.05.2013 Konjunktureintrübung und Geldschwemme in der wichtigsten globalen Wachstumsregion drohen Weltwirtschaft in Abwärtsspirale zu ziehen Noch vor wenigen Tagen verbreitete die japanische Notenbank (Bank of Japan – BoJ) Optimismus. Die Konjunktur habe sich in den vergangenen Monaten deutlich belebt, ließ sie am 22. Mai erklären. Das seit Jahrzehnten unter einer hartnäckigen Deflation (Preiserosion

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Mad Max im Zweistromland

Telepolis, 27.05.2013 Das um sich greifende Chaos in der arabischen Welt markiert die jüngste Phase der fortschreitenden Desintegration des kapitalistischen Weltsystems Die Wahrnehmung des Demonstrationsrechts im „postrevolutionären“ Libyen kann zu einem ähnlichen Himmelfahrtskommando ausarten, wie es auch während der jahrzehntelangen Herrschaft des Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi der Fall war. Ein Demonstrationszug, der in der libyschen Hauptstadt

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Versiegende Lebensader

„Junge Welt“, 24.05.2013 Colorado River: Exzessive Wasserentnahme, marode Infrastruktur und Klimawandel bedrohen das wichtigste Flußsystem im Südwesten der USA Im Südwesten der USA droht womöglich eine Umweltkatastrophe gewaltigen Ausmaßes – die allmähliche Austrocknung des Colorado River. Immer mehr besorgte Stimmen warnen vor dem mittelfristigen Kollaps dieses Flußsystems – samt der darauf basierenden regionalen Wirtschaftsstruktur. Kürzlich

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Wofür kämpfen wir?

Plädoyer für eine realistische Utopie Streifzüge 57/2013 Die Verwertung ist aussichtslos und zerstörerisch … In seiner Agonie greift das Kapital ein letztes Mal in voller Intensität um sich, alles – alle Lebensbereiche, alle Kontinente, alle Ressourcen, alle verbliebenen Nischen und Rückzugsräume, ja, unser Innerstes selber – soll der Verwertungslogik unterworfen werden. Mittels einer letzten extremistischen

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Lügen mit Zahlen

Telepolis, 06.05.2013 Wie mit der Manipulation statistischen Materials Politik gemacht wird Was tun, wenn die Realität partout nicht mit den eigenen ideologischen Dogmen in Übereinstimmung gebracht werden kann? Ganz einfach: Man biegt sich die Realität solange zurecht, bis sie in das entsprechende ideologische Raster hineingepresst werden kann. Nichts eignet sich zur Umdeutung gesellschaftlicher Gegebenheiten besser

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Auf Kollisionskurs

Junge Welt, 06.05.2013 In Frankreich wächst der Druck auf Präsident Hollande, die von Deutschland diktierte Austeritätspolitik zu beenden Die Zeichen stehen auf Sturm zwischen Deutschland und Frankreich. Wenn der französische Präsident François Hollande in einem Interview mit dem Wall Street Journal (WSJ) beteuern muß, daß er weiterhin fest an »die deutsch-französische Freundschaft« glaubt, dann müssen

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Zypern im Würgegriff

Junge Welt, 29.04.2013 Teilenteignung, Sozialkahlschlag, tiefe Rezession: Bevölkerung zahlt für Exzesse der Spekulanten. Troika-Rettungsplan als Blaupause für weitere EU-Interventionen Nun läßt auch Wolfgang Schäuble die Katze aus dem Sack. Für den deutschen Finanzminister bildet das Krisendiktat, das hierzulande immer noch unter dem Begriff »Zypern-Rettung« firmiert, eine Blaupause für künftige derartige Interventionen der EU. Dann sollen

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