Exportstrategie der »verbrannten Erde«

„Neues Deutschland“, 15.12.2010 Die deutsche Industrie profitierte jahrelang vom Euro – die Folge sind Schuldenberge im Süden Deutschland hat massiv dazu beigetragen, dass Euro-Länder vor allem in Südeuropa in eine Schuldenkrise geraten sind. In konservativen Kreisen wird gegen eine solidarische Reaktion Stimmung gemacht. Die öffentliche Debatte über die Zukunft der europäischen Gemeinschaftswährung gewinnt innerhalb der […]

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Deutschlands Netzwerke im Osten

„German Foreign Policy“, 15.12.2010 Polnische Regierungsberater stufen die Einflussarbeit deutscher Stiftungen und Entwicklungsorganisationen in Osteuropa und Zentralasien als „außergewöhnlich vorteilhaft“ für Berlin ein. Dies geht aus einer Studie hervor, die das polnische Zentrum für Oststudien (OÅ›rodek Studiów Wschodnich, OSW) kürzlich veröffentlicht hat. Die Studie untersucht die Tätigkeiten, die parteinahe sowie Wirtschaftsstiftungen östlich der Bundesrepublik ausüben,

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Krise ohne Ende?

„Gegenblende“, 13.12. 2010 Die Krise scheint kein Ende nehmen zu wollen. Inzwischen wird in den Massenmedien und auf den Finanzmärkten spekuliert, welches Land der Eurozone – nach Griechenland und Irland – als Nächstes unter seiner Schuldenlast zusammenbrechen, und unter den 750 Milliarden Euro umfassenden ‚Schutzschirm‘ der EU flüchten wird. Insbesondere die südeuropäischen Länder Spanien und

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Die deutsche Transferunion

„German Foreign Policy“, 09.12.2010 In Berlin schwillt die Debatte über eine mögliche Zweiteilung der Eurozone an. „Deutschland zahlt, Europa kassiert“, heißt es in einflussreichen Medien; die EU sei auf dem Weg, eine „Transferunion“ zu werden. Erste Berliner Spitzenpolitiker gehen mittlerweile zu offenen Solidaritätsbekundungen für erklärte Euro-Skeptiker über. Die Gemeinschaftswährung sei, urteilen Pressekommentatoren, im Kern kein

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Referat Weltwirtschaftskrise

Wie lässt sich die Krise der Eurozone in den allgemeinen globalen Krisenkontext einordnen? Welche systemischen Widersprüche lassen nun die Weltwirtschaftskrise zu einer Schuldenkrise mutieren? Was löste überhaupt diesen Krisenprozess aus und wann begann er eigentlich? Hiermit stelle ich den Text meines Referats zur Weltwirtschaftskrise zur freien Verfügung, das sich u.A: mit den obigen Fragen beschäftigte

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Sparen in die nächste Rezession

„Neues Deutschland“, 20.10.2010 Heute will die britische Regierung ihr Mega-Kürzungsprogramm vorstellen Am 20. Oktober will die konservativ-liberale Regierungskoalition in London das größte Sparpaket der britischen Nachkriegsgeschichte in allen Details enthüllen. Dieses historische Ereignis hat bereits seine Schatten vorausgeworfen. So sank das Verbrauchervertrauen im Monat September auf den niedrigsten Wert seit März 2009, als sich Großbritannien

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Arbeitsmigration in der Krise

Ein Überblick über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Migrationsströme innerhalb der Europäischen Union. Arbeitskräfte bilden schon seit dem 19. Jahrhundert den wichtigsten ‚Exportschlager‘ Polens. Die letzte große Wanderungsbewegung zwischen Oder und Bug fand nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union in 2004 statt. Dabei dürfte bald eine erneute Migrationswelle einsetzen, wenn Deutschland und

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Nur die Schwächsten überleben

Erschien in: „Neues Deutschland“, 12.10.2010 Der »Währungskrieg« als neue Etappe der systemischen Überproduktionskrise Zwischen den Volkswirtschaften brodelt es. Lange schwelende Spannungen im Wirtschaftsgefüge entladen sich derzeit in beginnenden »Währungskriegen«. Die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) endete ohne Lösungsansatz für die währungspolitischen Spannungen zwischen etlichen Volkswirtschaften, die derzeit zu regelrechten »Währungskriegen« eskalieren. Der Vorsitzende des IWF-Lenkungsausschusses,

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Vortragstermine im November

Während einer kleinen Rundreise durch die BRD werde ich bisher in Berlin, Hannover und Köln einige Vorträge zur aktuellen Krisendynamik und dem hieraus erwachsenden rechtsextremen Potential halten. Referate zur Genese und aktuellen Entwicklung der Weltwirtschaftskrise halte ich am: 10. November, 20:00 Uhr Wert-Abspaltungskritischer Lese- & Diskussionskreis Berlin Se­u­me­stra­ße 8, Erd­ge­schoss, in Ber­lin-​Fried­richs­hain 13. November, 10:00

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Wohin mit der Warenflut?

Die Währungsabwertung als Vorstufe des Protektionismus. Anmerkungen zu den gegenwärtigen ‚Währungskriegen‘. Die seit Wochen schwelenden währungspolitischen Spannungen zwischen einzelnen Volkswirtschaften und Währungsräumen drohen zu eskalieren. Am 6. Oktober warnte Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, vor dem Ausbruch regelrechter Währungskriege, bei denen einzelne Staaten oder Währungsräume durch einen ‚Abwertungswettlauf‘ ihrer Währungen sich Handelsvorteile zu verschaffen

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Die Automobilmachung Chinas

Der Automobilabsatz in China boomt. Kann der Automarkt dieses bevölkerungsreichsten Landes der Welt die globale Autoindustrie tatsächlich längerfristig aus der Krise führen? Im vergangenen August ereignete sich auf der chinesischen Expressroute 109 zwischen Peking und der Inneren Mongolei ein monströses Schauspiel, das ähnlich der Chinesischen Mauer wohl auch vom Weltraum beobachtet werden konnte. Es müssen

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Konsumumfrage und Realität

Seit Monaten werden die Menschen in der BRD mit Aufschwungspropaganda bombardiert. Das ‚Konsumklima‘ steigt auf Höchstwerte. Steigt auch der Konsum? Ginge es nach den Schlagzeilen der Massenmedien, so müsste sich ganz Deutschland einer überschwänglichen Konsumorgie hingeben, die sogar die Erinnerung an die überwunden scheinende Krise verblassen lässt. Die Deutschen befänden sich demnach in einem ‚Konsumrausch‚,

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Geht der ‚Keltische Tiger‘ Pleite?

Ursachenanalyse: Die Schuldenkrise Irlands eskaliert. Immer neue Finanzspritzen für das angeschlagene Bankensystem treiben den Staat an den Rand des Bankrotts. Auch beim jüngsten Schub der irischen Schuldenkrise spart die Politik nicht mit dramatischen Warnungen, um weitere milliardenschwere Finanzspritzen für abgewirtschaftete Geldhäuser zu rechtfertigen. Ein Zusammenbruch des maroden, bereits vor zwei Jahren verstaatlichen Finanzinstituts Anglo Irish

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Ляпис Трубецкой – Капитал

Wir alle leben im Kapitalismus und haben folglich auch unter dem Kapitalverhältnis zu leiden. Dennoch hat bislang kaum jemand dieses „Kapital“ gesehen, von dem immer die Rede ist. Die belarusische Band Lyapis Trubetskoy gewährt uns in ihrem Klassiker „Kapital“ einen Blick auf dieses rastlose, beständig seine Form wandelnde Tier?

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Ляпис Трубецкой – Буревестник

In Belarus, dem zwischen EU und Russland eingequetschten weißen Landkartenfleck Europas, wird ebenfalls nette revolutionäre Musik gemacht. In ihrem neusten Musikbvideo besingen – ja beschwören – Lyapis Trubetskoy den  Sturmvogel: http://www.youtube.com/watch?v=glSxWOe4vSo

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Immer schön locker bleiben

Mit der Ankündigung weiterer ‚quantitativer Lockerungen‘ und der Fortführung einer historisch einmaligen Niedrigzinspolitik stemmen sich die Notenbanken gegen ausartende Überschuldung und den Rückfall in die Rezession. Sie werden trotz Nullzinsen und massiver Gelddruckerei scheitern. Der stotternden kapitalistischen Konjunkturmaschine geht schon wieder der Brennstoff aus. An die drei Billionen US-Dollar (das sind 3000 Milliarden!) umfassten die

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Amerikas Angst vor dem ‚Double Dip‘

Droht den Vereinigten Staaten ein erneutes Abdriften in die Rezession? Eine der renommiertesten Institutionen der US-Wirtschaftswissenschaften, das in Cambridge (Massachusetts) ansässige National Bureau of Economic Research (NBER), zog am vergangenen Montag einen offiziellen Schlussstrich unter die längste Rezession der amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Der Einschätzung des NBER zufolge begann der jüngste Wirtschaftseinbruch im Dezember 2007, um nach

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Sarrazins Sieg (1.1)

Die „Sozialistischen Positionen“ haben meinen emotional doch stark aufgeladenen Text zu dem „Phänomen Sarrazin“ dankenswerterweise korrigiert und überarbeitet. Diese Version steht nun allen Interessierten zur freien Verfügung. Ich bitte nur darum, bei eventuellen Reposts den Autorennammen und die Quelle ( konicz.info ) anzugeben. „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske

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Öljunkie USA

Erschien in: ak 553 vom 17.9.2010 Die US-amerikanische Energiepolitik ist von Kontinuität geprägt Am 2. September war es wieder mal so weit: 13 Besatzungsmitglieder mussten sich durch beherzte Sprünge ins Wasser des Golfs von Mexiko in Sicherheit bringen, nachdem ein Brand auf ihrer Ölplattform ‚Vermillion 380‘ außer Kontrolle geraten war. Alle Besatzungsmitglieder konnten kurze Zeit

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Zerbricht Chimerica?

Amerikanisches Handelsdefizit verstärkt erneut Spannungen zwischen Washington und Peking. Chinesischer Rückzug aus dem Dollar könnte pazifischen Defizitkreislauf kollabieren lassen. Der Ton bei den wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Peking wird mal wieder rauer. So forderte jüngst der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner Peking auf, eine schnellere und stärkere Aufwertung des Yuan zuzulassen. Der niedrige Kurs der

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Das Sommermärchen

Ein genauerer Blick auf Handelsstruktur und Genese der deutschen Exportindustrie, deren jüngste Exportoffensive maßgeblich zu dem derzeitigen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland beigetragen hat. (Ich danke dem Blog Wirtschaftsquerschuss für die Erlaubnis zur Verwendung der Grafiken) Seit Sommeranfang herrscht zumindest in Deutschlands Wirtschaftsredaktionen und Wirtschaftsinstituten eine regelrechte Aufschwungseuphorie. Angetrieben durch rasant wachsende Exporte kam der deutsche Konjunkturmotor

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Wie BP die US-Regierung an der Nase herumführt

‚Soz – Sozialistische Zeitung‘, September 2010 Umweltschützer in den USA schlagen Alarm: Die neuen Richtlinien zu Tiefseebohrungen, die am 16. August vom von der US-Regierung erlassen wurden, sollten eigentlich eine umfassende Verschärfung der Sicherheitsstandards und deren strickte Überwachung mit sich bringen. Doch stattdessen seien wiederum ‚Schlupflöcher‘ in die neuen Regelungen zur Ölförderung auf hoher See

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Sarrazins Sieg

„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ Theodor W. Adorno Wieso der Elitenfascho Thilo Sarrazin trotz des Ausscheidens aus dem Bundesbankvorstand die jüngste öffentliche Auseinandersetzung um seine rassistischen Thesen für sich entscheiden konnte. Ein Diskussionsbeitrag, der eine

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Fiskalischer Turmbau zu Tokio

Erschien leicht gekürzt in: „Neues Deutschland“, 25.08.2010 Japan ist von allen Industrieländern am stärksten verschuldet / Inlandsfinanzierung gerät in Gefahr Die japanische Wirtschaft befindet sich seit vielen Jahren in einer Deflationsspirale, aus der nicht einmal mehr Konjunkturprogramme heraushelfen. Jetzt drohen dem Land die Schulden über den Kopf zu wachsen. Japans Regierung trägt sich mit dem

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Kapitalistische Klimakrise

Aus aktuellem Anlass der um sich greifende Klimakatastrophen in etlichen Teilen der Welt (u.A. Russland, Pakistan, China) veröffentliche ich nochmals einen Text vom Januar 2010. Kapitalistische Klimakrise ‚Junge Welt”, 12.01.2009 Analyse. Eine andere Welt ist lebensnotwendig: Kapitalakkumulation und Eigentumsverhältnisse befördern die globale Erwärmung und stehen Gegenmaßnahmen diametral gegenüber Es ist bereits zu spät, um katastrophale

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Krise beschleunigte Pauperisierung

„Neues Deutschland“, 07.08.2010 In den USA sind deutlich mehr Bürger auf Lebensmittelmarken angewiesen In den USA sind im Juli 131 000 Arbeitsplätze verloren gegangen, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb dennoch bei 9,5 Prozent, weil entmutigte Arbeitslose die Suche nach einem Job aufgaben und daher nicht mehr statistisch erfasst wurden.

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Neue Hegemonialmacht – und ihre Grenzen

„Lunapark21“, Heft 10 Wohl noch nie in der Geschichte des kapitalistischen Weltsystems konnte eine derartig stürmische Umwälzung eines Landes oder einer Region beobachtet werden, wie sie derzeit China erschüttert. Bei keinem anderen Thema gehen auch die Ansichten innerhalb der Linken so weit auseinander wie bei der Beurteilung und theoretischen Einschätzung dieses gewaltigen Umbruchs von globaler

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Was kommt danach?

„Streifzüge“, 49/2010 Jetzt – da der Kapitalismus am Ende ist – müsste mensch Politiker sein. Derzeit muss sich unsere politische Klasse nämlich zwischen zwei alternativen Wegen in den Systemkollaps entscheiden. Sollen jetzt drakonische Sparmaßnahmen ergriffen werden, die auf eine Sanierung des Staatshaushalts abzielen – und sofort einen verheerenden wirtschaftlichen Einbruch auslösen? Oder darf es eine

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