Weder Pest noch Cholera!

Der Frankfurter Antifaschist Hans Christoph Stoodt zieht in dem hier veröffentlichen Text ein Fazit der Debatte um die umstrittene Veranstaltung im Frankfurter „Club Voltaire“ vom
am 9. Oktober 2009

Vorbemerkung

Mit den folgenden Zeilen möchte ich für meinen Teil ein Fazit der Debatte ziehen, die durch jene Veranstaltung von „Die Bandbreite“ / Arbeiterfotografie / Elias Davidson im Frankfurter Club Voltaire am 9.Oktober in Gang gesetzt wurde, über die in der „Neuen Rheinischen Zeitung“, der „Berliner Umschau“, einem Artikel und mehreren Leserbriefen der „jungen Welt“ und verschiedenen Blogs sowie einer inzwischen nicht mehr wirklich überschaubaren Zahl von Mails und MailadressatInnen berichtet und diskutiert worden ist. Mir ist dieser Schlußpunkt für meine Person wichtig, weil ich möglichst präzise und klar deutlich machen will, weshalb ich in der Tat der Meinung bin, mich mit keiner der beiden Konfliktparteien identifizieren zu können, weil ich beide grundsätzlich falsch finde.
Ich will mich damit nicht der inhaltlichen Diskussion entziehen, die in ihrem grundsätzlichen Kern der Linken insgesamt wahrscheinlich erhalten bleibt. Aber das, was sich derzeit in Mails der verschiedenen KontrahentInnen entwickelt, halte ich für sehr destruktiv. Daran kann und werde ich mich nicht mehr beteiligen.
Ich verzichte auf eine erneute Darstellung des Konfliktablaufs aus meiner Sicht. Sie kann aus den bisher bereits erfolgten Veröffentlichungen1 leicht rekonstruiert werden.

Der Kern des Streits: mit der Querfront gegen die Antideutschen ist auch keine Lösung!

An der verbalen Oberfläche geht es Fikentscher/Neumann und deren antideutschen und anderen KritikerInnen um die Frage der Aufklärung, die beide für sich reklamieren, indem sie der jeweiligen Gegenseite Anti-Aufklärung vorwerfen. Im inhaltlichen Kern geht es darum, was politisch und strategisch aus dem Anspruch der Aufklärung folgt.
Was die Kritik an der Veranstaltung im Club Voltaire angeht, haben deren KritikerInnen einerseits sachlich sehr Recht.

Ja, „Die Bandbreite“ hat auch nach meiner Auffassung solange nichts in einem linken Zentrum zu suchen, solange sie sich nicht nachvollziehbar und eindeutig von ihren sexistischen und frauenverachtenden Texten distanziert, deutlich macht, wo im 9/11-Diskurs ihr Trennungsstrich zu klar rechten und antisemitischen Konstruktionen verläuft, Hitler nicht als Schwulen „outet“, Antideutsche nicht als „Faschos“ bezeichnet2.

Ja, die Debatte um 9/11 ist insgesamt ständig in der Gefahr, entweder kriegslegitimierende Ideologie, oder – nicht ausschließlich, aber doch auch – antisemitismushaltiges Verschwörungsgeschwurbel zu produzieren.

Und umgekehrt: ja, es war der langen demokratischen und nicht nur Voltaire verpflichteten Tradition des Club Voltaire unwürdig, wie sich dessen ehemaliger 1. Vorsitzender Andreas Waibel, im Konflikt immer mehr zum Interessenvertreter der zum antideutschen Umfeld gehörenden antifa [f] und „Faites votre Jeux“entwickelte. Diese Veranstaltung hatte Waibel selber Monate vorher bereits mitbeschlossenen. Es war auch des Clubs unwürdig und politisch absolut kontraproduktiv, in welcher Form die kritisierte Veranstaltung bis hin zu körperlichen Attacken und zum (zeitweiligen? – das ist nicht ganz klar) Raub der Abendkasse angegriffen wurde. Dazu unten mehr.

Was aber nach meiner Beobachtung in dieser Kritik an der Veranstaltung viel zu kurz kommt, ist, was erst in der Interpretationsschlacht um die Vorgänge des 9. Oktober so richtig deutlich wurde: die Einbettung der Veranstaltung insgesamt in einen veritablen Querfront-Diskurs. An dieser entscheidenden Stelle griff die Kritik an Fikentscher/Neumann zu kurz und war darum aus meiner Sicht insgesamt inhaltlich ebenso inkonsequent, wie sie in der Aktionsform überzogen war.

Es ist für mich inzwischen eindeutig, daß die (in ihrer Entstehung sicher viel älteren) Theorien von Fikentscher/Neumann mit den Positionen Jürgen Elsässers und seiner „Volksinitiative“ im sachlichen Zusammenhang stehen und insofern kompatibel mit dessen expliziten Querfrontansichten sind.

Dabei verstehe ich im vorliegenden Fall unter Querfront die ideologische Ansicht und politische Absicht, im Bündnis gegen das globalisierte Finanzkapital mit den USA an der Spitze gehe es an, auch mit, O-Ton Elsässer, „nationalbewußten Konservativen“ oder, wie es ausgerechnet die Junge Freiheit interessiert-applaudierend bestätigt, des „national bzw. ‘alt-europäisch’orientierte(n) Industriekapital(s)“ gemeinsame Sache zu machen3.

Es ist fatal, wie genau sich dieses ideologisch-politische Konzept zu den immer neuen Bemühungen von „Truthern“ rund um 9/11, aber auch zu den Positionen Davidsons und Fikentscher/Neumanns zum Tod von Jörg Haider einpaßt (oder umgekehrt).

Elias Davidsson hat, um mit ihm zu beginnen, mir in einer Mail an mich dazu die folgenden Fragen gestellt:

Die erste Frage ist WARUM sollen Linke, wie wir uns selbst schätzen, keine Kontakte zur Menschen haben, die eine traditionelle rechte Einstellung haben?
Die zweite Frage ist: Sollen wir Linke KRITERIEN der Ausgrenzung erstellen (wen, wann, wo eine Ausgrenzung berechtigt ist) und wenn ja, was soll der Inhalt von diesen Kriterien sein?
Die dritte Frage ist:  Angenommen man ist über Kriterien der Ausgrenzung einig, welche Kontakte, bzw. Beziehungen sollten besonders vermieden werden?
Diese normative, grundsätzliche Fragen sollten nicht, meinerachtens, in eine willkürliche und gefühlsmässige Weise, debattiert werden, sondern in einer solidarischen Weise.  Was mich betrifft, so habe ich mindestens für die ersten zwei Fragen klare Antworten.“
4

Worin auch immer diese Antworten bestehen – es ist die Querfront, nichts weniger, wenn Davidsson mit „Menschen, die eine traditionelle rechte Einstellung haben“ in einer „solidarischen Weise“ diskutieren möchte. Solidarität von Linken und Rechten also – gegen wen? Suchen diese Antwort etwa die „truther“ oder liefert sie Jürgen Elsässer?

Jürgen Elsässer sind in einem langen Artikel von seinem Ex-jW-Kollegen Jürgen Cain Külbel recht plausibel enge Verbindungen ins rechte Lager nachgewiesen worden5. Andernorts gibt es ebenfalls nachvollziehbare Hinweise darauf, wie eng Teile der vielgestaltigen „Truther“-Bewegung mit rechten Gruppierungen kooperieren.6

Die nach weit rechts weisenden Verbindungen Elsässers beziehen sich unter anderem auf seinen engen Kooperationspartner Michael Vogt, dem, so Elsässer, „bekannten Internet-TV-Journalisten“. Dessen Netzwerk reicht nicht nur aus journalistischen Gründen sehr weit nach rechts: er kommt von dort. So ist er zB. langjähriger Burschi der heftig rechtslastigen Münchener „Danubia“, die sich von Münchner AntifaschistInnen Offenheit gegenüber Rechtsextremismus nachsagen lassen muß.7 In einer Antwort an Külbel äußert sich Elsässer dazu wie folgt: „Im übrigen streitet Vogt seine Zugehörigkeit zur Danubia nicht ab, der er seit seiner Jugend angehört. Das bedeutet zweifellos, dass Vogt ein nationalbewußter Konservativer ist – aber nicht, dass er ein Nazi ist. Linken wie Külbel ist dieser Unterschied freilich egal, für sie ist jeder Konservative oder demokratische Rechte gleich ein Rechtsradikaler oder Nazi.8.

Da sehen wir, was Elsässer unter einem „nationalbewußten Konservativen“ versteht.

Hatte also Davidson noch recht abstrakt Prinzipien eines Querfront-Diskurses diskutieren wollen, so wird es bei Elsässer Netzwerk-konkret.

An völlig anderer Stelle wird mehr deutlich. Der erste mir bekannte Bericht über die Ereignisse in Frankfurt wurden ausgerechnet in der „Berliner Umschau“ veröffentlicht9, der von verschiedenen Seiten schon seit Jahren Querfrontpositionen nachgesagt werden10. Mit Sicherheit nicht zu Unrecht. Denn auf den Seiten dieses Elaborats findet sich zB. das Folgende, weit in die Tradition von zB. „Nationalbolschewisten“ und Maoisten sowie deren Nation-Begriff ausgreifende:

Zusammenschluß der Arbeiter und der Nation –
Heinrich Laufenberg, Fritz Wolffheim und der Hamburger Nationalbolschewismus

Deutsche Kommunisten –
Ein “Abweichler” schreibt über Ideale, Rituale und deren reale Entwicklung

Länderschacher wie auf dem Wiener Kongreß – August Thalheimer – Kommunist der ersten Stunde und Gegner der Potsdamer Beschlüsse

„Frankreich und England überfielen Deutschland“ – Vor 65 Jahren: Stalin, Molotow und die Komintern über den Zweiten Weltkrieg …

„Man kann die Ideologie des Hitlerismus annehmen oder ablehnen, das ist eine Sache der politischen Anschauungen“

Arbeiterklasse und Nation – Die maoistischen „K-Gruppen“ der 70er Jahre

Der Generalissimus und seine deutschen Fans11

– dies alles neben Texte zur Geschichte der Komintern, zu Maoismus und Trotzkismus mit lockerer Hand hineingestreut, wozu die infame und alles umarmende Überschrift zu diesen Hinweisen auf im Sinne der Berliner Umschau anscheinend lesenswerte Literatur lautet: „Dossier: Marx Erben“. Querfront als Buchtip. Es ist ernster: das ist ebenso die ideologische Querfront, wie Elsässer sie in der Praxis pflegt.
Genau dort, nirgendwo anders, veröffentlicht Charly Kneffel einen Bericht über die Frankfurter Veranstaltung von Fikentscher/Neumann/Bandbreite/Davidson, einen Text, den Fikentscher/Neumann sofort ihrerseits per Mail verbreiten. Elsässer hatte zuvor, bereits vor der Frankfurter Veranstaltung, zu deren Verteidigung aufgerufen und sie nach der Veranstaltung sofort in einer ironischen Würdigung der Tatsache gerühmt, daß die junge Welt Fikentscher/Neumann am 15.10. ein ganzseitiges Schwerpunkt-Interview zugestanden, das den Eindruck erwecken mußte, die jW stehe voll und ganz hinter den Interviewten, weil deren Gegner die Antideutschen seien – die ihrerseits zu dieser Sichtweise beigetragen hatten, indem ihre Kritik an Fikentscher/Neumanns Querfront-Ansätzen viel zu kurz und eben diese gar nicht angriff, sondern im globalen Standard-Vorwurf des „Antisemitismus“ steckenblieb.

Auf dem Hintergrund der Elsässer’schen Querfont-Volksinitiative, seines Applauses für Fikentscher/Neumann, deren Lob durch die eindeutig querfrontlerische „Berliner Umschau“ erscheint nun die vieldiskutierte Rezension von Wisnewskis Buch über Jörg Haiders Tod erst recht in einem mehr als schrägen Licht. Dazu ist bereits so viel geschrieben worden12, daß ich mich hier auf die Informationen beschränken möchte: Fikentscher/Neumann konnten in zwei mit ihnen geführten Telefongesprächen ebensowenig plausibel erklären, warum in der auf der Seite der „Arbeiterfotografie“ veröffentlichten Rezension keinerlei kritische Bewertung des Rechtsaußen-Verlages Kopp enthalten ist, in dem dieses Buch erschien.
Sie kamen auch einer dringenden Bitte meinerseits, sich um der Klarheit ihrer Position willen von Jürgen Elsässer und seiner Volksinitiative zu distanzieren, nicht nach – eine per Mail vom 23. Oktober an sie gerichtete diesbezügliche Bitte wurde in diesem Punkt nicht beantwortet.

Kein Wunder! Wie gerade verlautet, wird die Gruppe Arbeiterfotografie, deren Bundesvorstand kürzlich auf dem Hintergrund der hier diskutierten Ereignisse Fikentscher/Neumann geschlossen den Rücken stärkte, in einem demnächst erscheinenden neuen Buch Jürgen Elsässers prominent erwähnt. Das Buch trägt den Titel „IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda“ und erscheint soeben im oben, Anm. 5 erwähnten Kai-Homilius-Verlag, Reihe COMPACT. Die Zusammenarbeit ist also nicht punktuell, sondern geht viel weiter. Vorabdrucke bringen die „Neue Rheinische Zeitung“ und der OSSIETZKY.

Es ist für mich derzeit nicht erkennbar, ob Davidsson, Fikentscher/Neumann, „Die Bandbreite“, Charly Kneffel und die „Berliner Umschau“, Hartmut Barth-Engelbart13 und Klaus Hartmann14, die sich in der nachfolgenden Debatte vernehmlich zu Wort meldeten und sich klipp und klar auf die Seite von Fikentscher/Neumann stellten, alle also gemeinsam und koordiniert im Sinne Jürgen Elsässers und seiner „Volksinitiative“ vorgehen. Vielleicht existieren hier einfach nur politisch-strukturelle Schnittmengen, die dann eben auch publizistisch aktiviert werden, Schnittmengen, zu denen auch noch das breite Spektrum verschwörungstheoretischer Blogs und Gruppen zu zählen ist, die sich intensiv mit allem (Un)-möglichen wie zB. der angeblichen Nichtexistenz der globalen Erderwärmung, der Schweinegrippe als Betrugsmanöver der Herrschenden, Ufos, 9/11 oder anderen Fragen ähnlicher Art beschäftigen. Ich will meinerseits weder darüber spekulieren, wie genau Fikentscher/Neumann et alii damit zusammenhängen, noch über die Frage, was denn eigentlich schlimmer wäre: eine dann ja wohl auf gemeinsame Denk- und Wahrnehmungsstrukturen zurückzuführende, bloß spontane politische Übereinstimmung in der Sache, oder ein organisiertes Auftreten. Es ist selbstverständlich nicht verboten, sich der Volksinitiative Elsässers zuzuwenden. Mit einer linken Position hat es nicht das Mindeste zu tun. „Verschwörungstheorien“ darüber sind müßig.

Die praktische Seite der Sache ist für Linke aller Schattierungen von Bedeutung: eine aktuelle Liste von Städten der Republik, in denen es lokale „Volksinitiativen“ gibt, umfaßt 17 Orte mit AnsprechpartnerInnen, darunter neben Berlin auch die hessischen Orte Gießen und Fulda15, (noch) nicht aber Frankfurt. Die Linke insgesamt, insbesondere auch die antifaschistische Linke, muß sich damit dringend befassen.

Inhaltliche Klarheit ist dabei aber dringend erforderlich und Voraussetzung des Erfolgs. Jeder Nähe zu „antideutschen/antinationalen“ Positionen würden die in Frankfurt soeben paradigmatisch durchgespielten Selbstinszenierungschancen der Querfrontler nur stärken16, die sich bei jeder Kritik an ihrer Offenheit weit nach rechts sofort als die von den Antideutschen verfolgten Unschuldslämmer gerieren: „antideutsche Hexenjagd“ tönte es bei Fikentscher/Neumann, „linksfaschistischer Mob“, „linke SA“ hieß es bei Elsässer an die Adresse der Frankfurter VeranstaltungskritikerInnen.

Elsässer hat sich mit diesen Begrifflichkeiten dabei aus dem Kreis linker Positionen irreversibel hinauskatapultiert. Wer in seinem Kopf Worte wie „Linksfaschismus“ oder „linke SA“ denken kann, bloggt normalerweise auf „Politically Incorrect“ – insbesondere dann, wenn derselbe Herr mit Danubia-Burschi Michael Vogt verbandelt ist, also zu extrem rechten Positionen wenig Abstand hält, und dies auch noch positiv und politisch begründet, wie Elsässer.

Spätestens dann droht irgendwann: Faschismus ist Links – und Krieg ist Frieden.

1http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=13102009InterviewArbeiterfotographie1; http://www.jungewelt.de/2009/10-15/003.php; http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/10/15/jw-gegen-linke-sa/; http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14369;

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14390; http://www.jungewelt.de/2009/10-22/061.php (Leserbrief); http://www.jungewelt.de/2009/10-24/056.php (Leserbrief); http://www.jungewelt.de/2009/10-26/059.php (Leserbrief). Weitere Texte auf unterschiedlichen Blogs zB. von Tomasz Konicz (http://www.konicz.info/?p=930) und Hartmut Barth-Engelbart (siehe unten).

2 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14390, Anm. 5.

3 http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5fa1e0455c0.0.html; http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/10/23/elsasser-gegen-den-neuen-faschimus/.

4 Mail Davidson an Stoodt, 21. Oktober 2009, 12:20 Uhr

5 http://www.hintergrund.de/20091016513/politik/inland/die-neue-querfront-rechts-und-„links“-im-schulterschluss.html.

6 http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/10/17/wahrheitsbewegungs-querfrontler-und-ihre-unterstuetzer-enttarnt/

7 http://wahlen.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=694&Itemid=1148

8 http://www.hintergrund.de/20091023518/politik/inland/debatte-gegen-den-neuen-faschismus.html

9 http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=13102009InterviewArbeiterfotographie1

10 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14369, Anm. 10.

11 http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=dossierneumarxerben (Dank für diesen Hinweis an Tomasz Konicz).

12 meine Position dazu: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14369.

13 auf seinem Blog http://www.barth-engelbart.de.vu/ , wo er es sich mit abstrusen Argumenten (zB. nach dem Motto „vergewaltigt wird nun mal, wieso also nicht darüber singen“ oder auch: „zum Einlochen gehören ja immer mindestens zwei“ [!!]) ganz besonders angelegen sein läßt, die nach Ansicht vieler KritikerInnen Vergewaltigungs-verherrlichenden Texte der Gruppe „Die Bandbreite“ gegen den Vorwurf des Sexismus und der Frauenfeindlichkeit zu verteidigen, wozu er wortreich alle möglichen Entlastungszeugen von Goethe bis Drafi Deutscher bemüht. Eine Bloggerin, die Barth-Engelbart zu kritisieren wagt, wird in den Kommentaren zum Posting „Hat Bandbreite Kinderpornographie verbreitet? Hat die Arbeiterfotografie TV-Spots für Haider gedreht ? Organisiert Elias Davidson iranische Luftangriffe gegen Israel umstandslos der Zusammenarbeit mit einem Geheimdienst verdächtigt, ihre IP-Adressen samt allen Zeiten, unter denen sie sich eingelogt hat, online gestellt. Wer so handelt braucht keinen Schäuble oder de Maizière mehr und sollte zum Thema „Aufklärung“ und „Freiheit der Meinungsbildung“ künftig den Mund weniger weit aufreißen. Bemerkenswert sind hier auch die plötzlich versöhnlichen Töne zwischen Waibel und Barth-Engelbart. Es scheinen plötzlich wieder miteinander zu reden, die sich vor Tagen noch als Antisemiten, Sexisten, Verschwörungstheoretiker, Hexenjäger, Linksfaschisten oder SA bezeichnet hatten. Barth-Engelbart plädiert ja auch dafür, nun wieder nach vorne zu schauen und „die Hauptaufgabe“ nicht aus den Augen zu verlieren. Gerne – aber auf welcher politischen Basis? Das ist umstritten und soll wohl ungeklärt bleiben. Auch dieses Verfahren ist ein Grund für mich, weder mit der einen noch mit der anderen Seite etwas zu tun haben zu wollen.

14 in seinem jW-Leserbrief (http://www.jungewelt.de/2009/10-24/056.php)

15 http://www.volks-initiative.info/2009/10/22/volksini-in-17-stadten/ . In Wiesbaden gibt es aber Planungen dazu. Dasselbe gilt für Köln.

16 Wenn Klaus Hartmann, Vorsitzender des Freidenkerverbandes der Bundesrepublik, sich in seinem oben zitierten Leserbrief nicht entblödet, mich für meine hier noch einmal dargelegte Position in die Nähe von Antideutschen/Antinationalen zu rücken, dann handelt er entweder aufgrund sehr schlampiger Recherche, oder er betreibt absichtliche Desinformation. Beides hat mit „Aufklärung“ nichts zu tun. Was nämlich antideutsche Gruppen von mir halten, habe diese ihrerseits seit langem öffentlich kundgetan, spätetstens seit meiner Unterschrift unter die „Dortmunder Erklärung“ (http://www.steinbergrecherche.com/dortmundererklaerung.htm) und meiner Haltung zum Irak-Krieg, zum Nahostkonflikt und zur israelischen Besatzungspolitik, zum Libanonkrieg 2006 und zum Gazakrieg 2009: http://gruppe8.mai.myblog.de/gruppe8.mai/1; http://kotzboy.com/?p=446; http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32454.html; http://sinistra.copyriot.com/?p=332; http://www.kritiknetz.de/IUS_AD_BELLUM_gegen_die_Endloesung.pdf; ; http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_sacha_stawski.htm und öfter, vgl. aber auch: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_frankfurt_katharinenkirche.htm .

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.