Von der Euphorie zur Panik?

Telepolis, 06.02.2018

Die Kursverluste an den Weltbörsen setzten sich am Montag fort. Staaten kaum in der Verfassung, um einen neuen Krisenschub effektiv zu begegnen

Es ist das übliche, deprimierende Spielchen, das bei einem jeden Krisenschub von vorne beginnt: Anstatt den systemischen Ursachen der zunehmenden Krisenanfälligkeit des Weltfinanzsystems nachzugehen, setzt in den Vereinigten Staaten bereits die große Sündenbocksuche ein. Wer ist schuld am aktuellen Aktienkrach?

USA Today etwa fragt, ob Präsident Trump, der sich monatelang mit steigenden Aktienkursen brüstete, jetzt auch die Verantwortung für die massiven Kursverluste übernehmen werde. Bei den erzkonservativen Fox News wiederum war man überzeugt, dass irgendwie doch der ehemalige Präsident Barack Obama für den derzeitigen Crash verantwortlich sei.

Das Weiße Haus bemüht sich indessen bereits, die Verwerfungen herunterzuspielen und Trumps „langfristige Wirtschaftsstrategie“ zu betonen, die dank der jüngst beschlossenen Streukürzungen die „Prosperität des amerikanischen Volkes“ erhöhen werde.

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