Im Bann der Eigentümer-Gesellschaft

Telepolis, 27.06.2014
Die Förderung von Wohneigentum bildete die Grundlage der konservativen und neoliberalen Wende seit den 80er Jahren. Doch zugleich ist sie ein Krisenphänomen
Zu Beginn ihrer Regentschaft, in den frühen 1980er Jahren, sah sich Margaret Thatcher mit einem handfesten strategischen Problem konfrontiert. Während ihre neoliberale Politik die „Eiserne Lady“ binnen kürzester Zeit zu einem Schreckgespenst aufsteigen ließ, das selbst in die Kinderlieder der damaligen Zeit Eingang fand („Thatcher the Milk Snatcher“), konnte ihre konservative Partei auf keine strategischen Mehrheiten in der Bevölkerung bauen, um die Wiederwahl sicherzustellen. Die Wählerwanderung von Teilen der Arbeiterschaft zugunsten der Tories, die Thatcher 1979 aufgrund der Wirtschaftsmisere der späten 70er Jahre überhaupt ihren Wahlsieg ermöglichte, wäre aufgrund ihrer neoliberalen Schocktherapie bei der nächsten Wahl aller Voraussicht nach revidiert worden.

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