Letzter Ausweg Amok

Telepolis, 13.02.2013
Die Mordserie eines entlassenen Polizisten bringt den Rassismus und die Gewaltexzesse innerhalb des US-Sicherheitsapparates ans Tageslicht der Öffentlichkeit

Dem ersten Augenschein nach hatte es sich bei der jüngsten Mordserie in Los Angeles um einen jener inzwischen charakteristischen, irren Amokläufe zu handeln, die in immer kürzeren Abständen die amerikanische Öffentlichkeit aufwühlen. Der ehemalige Polizist Chris Dorner, der 2008 wegen einer angeblichen Falschaussage entlassen wurde, begab sich auf einen wirren Rachefeldzug gegen seinen früheren Arbeitgeber, das Los Angeles Police Department (LAPD). Hierbei soll Dorner die Tochter und den Lebensgefährten eines inzwischen pensionierten Polizisten ermordet haben, den er für seine Entlassung verantwortlich machte. Anschließend soll der mutmaßliche Täter in den Städten Riverside und Corona zugeschlagen haben, wo er einen Polizisten tötete und zwei weitere verwundete. Ins Bild des geistig umnachteten Amokläufers passt auch ein Manifest, das Dorner kurz vor dieser Mordserie veröffentlichte. In dem Dokument, in dem er Gewaltexzesse, Machtmissbrauch und Rassismus innerhalb des Polizeiapparates beklagt, kündigt der Expolizist einen regelrechten Kriegsfeldzug gegen das LAPD an.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38561/1.html

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.