Trump auf Putins Spuren?

Telepolis, 07.10.2019

Kommentar zu den Hintergründen des Verrats der USA an dem basisdemokratischen Experiment der Kurden Syriens

Der Verrat ist eine Konstante der kurdischen Geschichte. Immer wieder bedienen sich Groß- und Regionalmächte bei ihren geopolitischen Machtkämpfen dieser weltweit größten staatenlosen Bevölkerungsgruppe, um sie nach Erreichen ihrer Ziele in der strategisch wichtigen Region fallenzulassen. Der kurdische Spruch, man habe keine Freunde außer den Bergen, ist Ausdruck dieser leidvollen Erfahrung.

Allgemein bekannt ist der Verrat der US-Administration von George Bush Senior während des Golfkrieges 1991, die zuerst die unterdrückte Bevölkerung des Irak zum Aufstand gegen Saddam Hussein aufrief, um nach dem Rückzug des Baath-Regimes aus Kuwait diesem freie Hand bei der blutigen Niederschlagung der Aufstände zu lassen. Zuletzt war es Wladimir Putin, der seine imperialistische Rücksichtslosigkeit und Menschenbetrachtung unter Beweis stellte, als er die Kurden in der russischen Einflusssphäre Syriens, in Afrin, der türkischen Soldateska zum Fraß vorwarf, um so die Verankerung der Türkei im westlichen Bündnissystem zu lockern.

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