Archiv für April 2009

Krise schockt Supermacht

Mittwoch, 01. April 2009

„Junge Welt“, 02.04.2009

Hooverville, Bushville oder Obamaville? Bürger und Medien entdecken die USA als Land zwischen Verelendung, Vertuschung, Wut und Widerstand

Derzeit schießen überall in den USA Zeltstädte aus dem Boden, Notunterkünfte, in denen Opfer der aktuellen Weltwirtschaftskrise hausen. »Hoovervilles« werden sie gelegentlich genannt, ein längst vergessen geglaubter Begriff. Als Hoovers-Dörfer wurden in den 30er Jahren all die Elendsquartiere bezeichnet, die sich während der großen Depression im Land ausbreiteten. Dieser Begriff voller bitterer Ironie geht auf den inkompetenten US-Präsidenten Herbert Hoover (1929-1933) zurück, in dessen Amtszeit die bisher schwerste Wirtschaftskrise über das »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« hereingebrochen war.
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