Archiv für die Kategorie 'Klimakrise'

Waldbrände in Kalifornien: Sonnenstaat unter Hochspannung

Donnerstag, 17. September 2020

lowerclassmag, 16.09.2020

Ein Hintergrundbericht zur Wechselwirkung zwischen Klimakrise und Spätkapitalismus am Beispiel Kaliforniens.

Und wieder mal häufen sich die Rekorde, wenn es um die diesjährige Feuersaison in Kalifornien geht. Den Anfang machte diesmal die Zahl an Blitzeinschlägen, die im August im bevölkerungsreichsten Bundesstaat niedergingen. Allein vom 19.bis 21. August schlugen innerhalb von 72 Stunden mehr als 12 000 Blitze ein – ein Rekordwert. Satellitenaufnahmen zeigen die aus dem Weltraum sichtbaren Folgen dieses ungewöhnlich heftigen und ausgedehnten Extremwetterereignisses. Durch die Blitze wurden mehr als 560 Feuer entzündet, die sich inzwischen zu einer der schwersten Feuerkatastrophen in der Geschichte des Bundesstaats ausgeweitet haben.

Verantwortlich dafür sei, laut Meteorologen, der sehr trockenen Winter, auf den ein besonders heißer und trockener Sommer folgte. Mitunter seien die Brände in dem ausgedorrten und unter einer regelrechten “Hitzekuppel” leidenden Land durch sogenannte “Trockenstürme” (dry storms) ausgelöst worden, bei denen der die Blitzeinschläge begleitende Regen vor dem Auftreffen auf die staubtrockene Vegetation in der heißen Luft verdunstete.

Anfang September wandelten sich Teile Kaliforniens so in eine apokalyptische, von Orangetönen geprägte Kulisse, die an Filme wie Blade Runner 2049 das Reboot der Doom-Shooter von 2016 erinnerte. Angefacht von neuen Temperaturrekorden, die lokal an die 50 Grad Celsius heranreichten, blockten Rauchwolken das Sonnenlicht in Los Angeles und San Francisco, sodass die Bewohner dieser Westküstenstädte ihre Tage unter einem orangen Himmel in Atemschutzmasken verbringen mussten, während zugleich ein Ascheregen auf Teile Südkaliforniens niederging.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/09/16/waldbraende-in-kalifornien-sonnenstaat-unter-hochspannung/

Apitar na floresta moribunda…

Donnerstag, 27. August 2020

acomuna, 26.08.2020

A contradição entre economia e ecologia, entre as restrições econômicas do crescimento econômico sem limites e os requisitos de uma política climática sustentável, é muito real. As elites funcionais dentro das “restrições práticas” da economia mundial não têm escolha a não ser reiniciar o motor de combustão capitalista, caso contrário sofrem a ameaça das mais graves convulsões sociais e políticas.

Link: https://acomunarevista.org/2020/08/26/assobiando-na-floresta-moribunda/

Pfeifen im absterbenden Walde

Mittwoch, 26. August 2020

Wochenzeitung Kontext, 26.08.2020

Die pessimistischen Prognosen zum Klimawandel waren zu zuversichtlich. Doch viele haben keine Lust mehr auf Hiobsbotschaften. Alarmierende Befunde werden medial immer seltener thematisiert. Unser Autor fragt sich, wie es die Öffentlichkeit noch immer schafft, am Wachstumswahn festzuhalten.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/491/pfeifen-im-absterbenden-walde-6953.html

Freie Hand für neue Viren

Mittwoch, 13. Mai 2020

Kontext, 13.05.2020

Mit ihrem Glauben, der Markt werde alles regeln, blamieren sich Neoliberale bis auf die Knochen. Besonders deutlich wird das am Versagen der Pharmabranche. Medikamente gegen unerforschte Erreger, wie sie auch der Klimawandel verbreitet, werden nur entwickelt, falls Profit winkt.

Die Corona-Pandemie dürfte einen Ausblick auf den Umgang mit künftigen Krankheiten und Pandemien bieten, die durch gesellschaftliche Erosionstendenzen und den Klimawandel zusätzlich befördert werden. Steigende Temperaturen etwa bilden längst einen Faktor bei der Ausbreitung sogenannter Tropenkrankeiten in Südwestdeutschland, sodass in südlichen Regionen Baden-Württembergs bereits Mückenjäger unterwegs sind, um gesundheitliche Gefahren einzudämmen. Der Hintergrund: Seit 2007 findet die wärmeliebende asiatische Tigermücke, potenzieller Überträger von Denguefieber und Zika-Virus, auch in Deutschland einen Lebensraum. Während der großen Hitzewelle 2018 wurde erstmals die Übertragung des Westnil-Fiebers – ausgelöst durch das tropische Westnil-Virus – in Deutschland nachgewiesen, das sogar von den heimischen Mückenarten verbreitet werden kann.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/476/freie-hand-fuer-neue-viren-6730.html

Marode kapitalistische Misswirtschaft

Samstag, 09. Mai 2020

Telepolis, 09.05.2020

Rasant zunehmender Hunger und massenhafte Lebensmittelvernichtung – in der gegenwärtigen Krise tritt die mörderische Irrationalität der kapitalistischen Produktionsweise offen zutage

Da ist er wieder, der unvermeidliche Kartoffelstandard aus fast drei Jahrhunderten Krisen-, Kriegs- und Armutszeiten der „wohlfahrtsteigernden Marktwirtschaft“.
Robert Kurz, Schwarzbuch Kapitalismus

Es gibt Dinge, die man sich in Krisenzeiten – wenn es mal wieder gilt, Konzerne und Banken mit vielen Milliarden Euro zu stützen – schlicht nicht leisten kann. Nahrung zum Beispiel. In der Bundesrepublik als einem der reichsten Länder der Welt sind ohnehin Millionen Menschen von Mangelernährung betroffen. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch zusätzlich zugespitzt, weil die Betroffen sich aufgrund explodierender Preise für Frischprodukte ausreichende Mengen von Obst und Gemüse schlicht nicht kaufen können.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Marode-kapitalistische-Misswirtschaft-4717812.html

Buchveröffentlichung „Klimakiller Kapital“

Montag, 27. April 2020

Liebe Leute, mein neues Buch ist nun fast überall erhältlich.

Klimakiller Kapital

Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört

Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleuni­genden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden.
Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden.
Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

Link: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=962

OUSAR MAIS APOCALIPSE

Montag, 27. April 2020

24 de abril de 2020 Tomasz Konicz

Enquanto a crise climática ameaça ficar fora de controlo, o Governo alemão está abandonar qualquer política climática significativa a nível europeu.

Ainda é uma seca – ou é o „novo normal“ da manifesta crise climática? Grandes partes da Europa já sofrem de seca severa na primavera, o que evoca lembranças dos períodos de seca dos últimos anos [1]. Se essa tendência continuar, 2020 será o terceiro ano consecutivo de seca na Europa [2].
Particularmente afectadas estão a Alemanha Oriental, a República Checa e a Polónia, onde grandes partes do país sofrem com a seca extrema, e áreas agrícolas estão agora em risco de destruição. Os bispos da Polónia pediram recentemente orações para o início da chuva [3] porque a seca ameaça justamente na fase de crescimento a colheita deste ano e os meios de subsistência de milhares. „Quanto mais a leste se vai, mais seco fica“, disse um comerciante agrícola à Topagrar [4].
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Mehr Apokalypse wagen

Montag, 27. April 2020

Telepolis, 24.04.2020

Während die Klimakrise außer Kontrolle zu geraten droht, verabschiedet sich die Bundesregierung von jeglicher nennenswerten Klimapolitik auf europäischer Ebene

Ist es noch eine Dürre – oder die „neue Normalität“ der manifesten Klimakrise? Weite Teile Europas leiden schon im Frühjahr unter einer schweren Trockenheit, die Erinnerungen wachruft an die Dürreperioden der vergangenen Jahre. Sollte der diesjährige Trend sich fortsetzen, wäre 2020 das dritte europäische Dürrejahr in Folge.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Mehr-Apokalypse-wagen-4708817.html

Tempo de curandeiros

Samstag, 18. April 2020

Uma visão polémica dos esforços de adaptação da ideologia capitalista em tempos de crise climática manifesta.

Tomasz Konicz, Boaventura Antunes

„A ideologia não se sobrepõe ao ser social como uma camada destacável, mas mora no ponto mais íntimo do ser social“.
Adorno, Dialéctica Negativa

Perante a crise climática, a confiança da humanidade no capitalismo como o melhor de todos os mundos possíveis está a derreter-se ainda mais depressa do que os icebergues e os glaciares do Ártico. É „um resultado alarmante“ o que revelou um inquérito global abrangente sobre a confiança na ordem económica capitalista, afirmou em Janeiro de 2020 uma porta-voz da „empresa de comunicação“, Edelman. (1)
No âmbito do „Barómetro da Confiança“ anual, no qual 34 000 pessoas de 28 países são questionadas sobre a sua confiança na economia capitalista, pela primeira vez uma maioria dos inquiridos (2) expressou uma opinião predominantemente negativa sobre a economia de mercado. A Alemanha está na tendência global crítica do capitalismo. O sistema tem mais desvantagens do que vantagens – esta opinião também foi partilhada por 55% dos participantes no inquérito na Alemanha. Apenas 12% dos alemães disseram que iriam beneficiar de uma economia em crescimento.
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Konjunktur für Gesundbeter

Samstag, 11. April 2020

exit-online.org, 11.04.2020

Ein polemischer Überblick über die Anpassungsleistungen kapitalistischer Ideologie in Zeiten der manifesten Klimakrise.

„Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne.“

Adorno, Negative Dialektik

Angesichts der Klimakrise schmilzt das Vertrauen der Menschheit in den Kapitalismus als die beste aller möglichen Welten noch schneller dahin als die Eisberge und Gletscher der Arktis. Es sei „ein alarmierendes Ergebnis“, das eine umfassende globale Umfrage bezüglich des Vertrauens in die kapitalistische Wirtschaftsordnung zutage gefördert habe, erklärte eine Sprecherin des „Kommunikationsunternehmens“ Edelman im Januar 2020.

Im Rahmen des alljährlichen „Trust Barometer“, bei dem 34 000 Menschen aus 28 Ländern nach ihrem Vertrauen in die kapitalistische Wirtschaftsweise befragt werden, hat erstmals eine Mehrheit der Befragten2 eine überwiegend negative Meinung zur Marktwirtschaft geäußert. Dabei liegt Deutschland im kapitalismuskritischen globalen Trend. Das System weise mehr Nachteile als Vorteile auf – dieser Meinung schlossen sich auch 55 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Bundesrepublik an. Nur 12 Prozent der Deutschen gaben an, von einer wachsenden Wirtschaft zu profitieren.

Ungeklärt bliebt bei der Umfrage, was die befragten Bundesbürger konkret unter Kapitalismus verstehen, da zugleich rund 75 Prozent erklärten, der eigene Arbeitgeber sei ihr „vertrauensvollster Partner“. Für die Studienmacher war diese Ambivalenz aber kein Grund, auf die explizite Warnung vor einer Legitimitätskrise des Kapitalismus zu verzichten, da die Menschen angesichts der Klimakrise und des „technologischen Wandels“ auf der Suche seinen nach Antworten auf die „großen Fragen“, so eine Unternehmenssprecherin: „Weil die Wirtschaft jedoch bislang keine ausreichenden Antworten gibt, stellen immer mehr Menschen das kapitalistische System selbst infrage“.

Diese zunehmende „Suche nach Antworten“, die beim Komminukationsunternehmen Edelman die Alarmglocken schrillen lässt, ist eine Reaktion auf die sich verschärfende sozio-ökologische Systemkrise, die sich in Wechselwirkung von innerer3 und äußerer4 Schranke der Entwicklungsfähigkeit des kapitalistischen Weltsystems vollzieht; also der Unfähigkeit des Kapitals, der Produktion einer ökonomisch überflüssigen Menschheit bei gleichzeitiger ökologischer Verwüstung des Planeten wirksam zu begegnen.

Aller ideologischen Dauerbeschallung zum Trotz dämmert es inzwischen einer Mehrheit der Weltbevölkerung, dass das Gesellschaftssystem, in dem sie zu leben genötigt sind, die Ursache der zunehmenden, schlicht katastrophalen Krisenerscheinungen5 ist, die alljährlich an Intensität6 gewinnen.

Diese sich abzeichnende Legitimitätskrise des kapitalistischen Weltsystems lässt in der Medienbranche die Marktnachfrage nach neuen Legitimationsmustern, nach neuen ideologischen Narrativen ansteigen, mit denen das System gerechtfertigt werden könnte. Die manifeste Klimakrise, in der das Kapital ganze Kontinente um der uferlosen Selbstvermehrung willen verbrennt7, ist somit auch die große Zeit neuer Ideen und Argumentationsmuster, mit denen das falsche Ganze allen Katastrophen zum Trotz legitimiert werden soll. Die gegenwärtige manifeste Krisenzeit ist somit auch die große Zeit der Gesundbeter des Kapitalismus.

Link: https://exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=733

US-Funktionseliten auf dem Apokalypse-Trip

Donnerstag, 09. April 2020

Telepolis, 09. 04.2020

Mit dem Rückzug von Bernie Sanders aus dem Rennen ums Weiße Haus schwinden die Chancen auf eine geordnete Systemtransformation rapide – ein Kommentar

Der linke US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders zieht sich aus dem Vorwahlkampf der Demokraten zurück, um Joe Biden, dem Kandidaten des Parteiestablishments, das Feld zu räumen. Zum Abschied gibt es für den demokratischen Sozialisten ganz viel Lob von all jenen Medien, die zuvor alle Hebel in Bewegung setzten, um ihn zu diskreditieren und zu marginalisieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/US-Funktionseliten-auf-dem-Apokalypse-Trip-4700976.html

Die Pandemie als Krisen-Trigger

Mittwoch, 08. April 2020

Wochenzeitung Kontext, 08.04.2020

Mit Corona droht einem maroden Wirtschaftssystem der Kollaps. Falls eine vorübergehende Stabilisierung gelingt, dann nur um den Preis der nächsten Blasenbildung. Höchste Zeit, über eine Systemtransformation nachzudenken.

In sozioökonomischer Hinsicht könnte Covid-19 der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der „Lockdown“, den die Pandemiebekämpfung notwendig macht, treibt die ohnehin labile Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs, samt dem in absurde Dimensionen aufgeblähten Finanzsystem. Denn der partielle Stillstand der wirtschaftlichen Verwertungsprozesse steht im offenen Widerspruch zu einer kapitalistischen Ökonomie – die aufgrund ihres Wachstumszwangs auch dann nicht zum Erliegen kommen darf, wenn genau dies notwendig wäre.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/471/die-pandemie-als-krisen-trigger-6636.html

 

Kapitalismus kaputt?

Dienstag, 17. März 2020

Telepolis, 17.03.2020
Löst die gegenwärtige Pandemie den nächsten globalen Krisenschub aus? Ein Überblick über die strukturelle Krisenanfälligkeit des spätkapitalistischen Weltsystems

Was hat oberste Priorität angesichts der rasch um sich greifenden Pandemiepanik, der abstürzenden Finanzmärkte und der sich in vielen Weltregionen abzeichnenden Rezessionen, die Millionen Menschen in ein existenzgefährdendes Elend zu stürzen drohen? Eine ordentliche, rasche umgesetzte Bankenrettung natürlich! Soviel müsste eigentlich noch aus dem letzten Crash von 2008/09 hängen geblieben sein.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Kapitalismus-kaputt-4684452.html

Das Virus, die Weltwirtschaft und das Klima

Dienstag, 17. März 2020

Telepolis, 13.03.2020
Einige Bemerkungen zur Wechselwirkung von innerer und äußerer Schranke des kapitalistischen Weltsystems angesichts der zunehmenden Panik

Endlich mal frei durchatmen, die Seele baumeln lassen, etwas zur Ruhe kommen – Corona sei Dank? Unter Ausblendung des menschlichen Leidens und der sozialen Panik, die die gefährlichste Pandemie seit vielen Jahrzehnten verursacht, scheinen die Stilllegungen von Produktionskapazitäten tatsächlich zu einer substanziellen Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen geführt zu haben.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Das-Virus-die-Weltwirtschaft-und-das-Klima-4679329.html

Frei sein, high sein, Enteignung muss dabei sein!

Mittwoch, 19. Februar 2020

Telepolis, 19.02.2020

Ist die Panik der US-Funktionseliten angesichts einer möglichen Sanders-Kandidatur gerechtfertigt? Ein Überblick über das Programm des sozialistischen Kandidaten aus Vermont.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Frei-sein-high-sein-Enteignung-muss-dabei-sein-4663687.html

Ein Hartz fürs Klima?

Mittwoch, 22. Januar 2020

Kontextwochenzeitung, 22.01.2020

Wir alle müssen jetzt den Gürtel enger schnallen, damit wir uns Klimaschutz leisten können? Unsinn, meint unser Autor, denn unter steigenden Lebensmittelpreisen und Stromkosten leiden vor allem einkommensarme Menschen. Ein paar Vorschläge, wie eine ökologische Wende gerechter gelingen könnte.

Ende Dezember stimmte Wolfgang Schäuble die Bundesbürger auf den kommenden Kampf gegen die Klimakrise ein: Klimaschutz gebe es nicht „zum Nulltarif“, bekräftigte der Bundestagspräsident in der Vorweihnachtszeit. Die Deutschen hätten sich auf Abstriche bei ihren Lebens- und Konsumgewohnheiten einzustellen: „Wir werden unser Leben verändern müssen.“

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/460/ein-hartz-fuers-klima-6469.html

Arbeitsplätze oder Klima?

Montag, 13. Januar 2020

13.01.2020

Die Katastrophe in Australien lässt die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Klimaschutz offen zutage treten

Es scheint angesichts der apokalyptischen Bilder aus Australien unbegreiflich, dass die Rechtsregierung in Canberra weiterhin auf Kohleförderung und fossile Energieträger setzen will. Die größte, keinesfalls bereits ausgestandene Feuerkatastrophe in der modernen Geschichte des Kontinents kann Premier Scott Morrison, ein bekennender Klimawandelskeptiker und Kohlefan, nicht davon abhalten, weiterhin auf den klimaschädlichen Energieträger zu setzen.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Arbeitsplaetze-oder-Klima-4633699.html

Vorankündigung Buch „Klimakiller Kapital.“

Samstag, 04. Januar 2020

Im März wird mein neues Buch, Klimakiller Kapital, im Mandelbaum-Verlag erscheinen:

Link samt Ankündigungstext: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=962

Klimakiller Kapital. Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört

Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleuni­genden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden.
Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden.
Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

Verbrannte Erde im Murdoch-Land

Sonntag, 22. Dezember 2019

22.12-2019
Australien brennt – zugleich befindet sich das Land im Würgegriff klimafeindlicher Rechtspolitiker und reaktionärer Oligarchen

Es wäre eine Verharmlosung der dramatischen Lage in Australien, würden die furchtbaren Waldbrände, die in Wechselwirkung mit einer historisch beispiellosen Hitzewelle weite Teile des Kontinents verwüsten, noch als ein „Warnsignal“ interpretiert. Die Klimakrise setzt in Down Under bereits voll ein.

Am vergangenen Dienstag erreichten die Durchschnittstemperaturen auf dem Kontinent einen neuen historischen Höchststand von 40,9 Grad Celsius, was einen starken Anstieg gegenüber dem früheren, 2013 registrierten Rekordwert von 40,3 Grad darstellte. Schon am darauf folgenden Mittwoch wurde ein abermaliger Hitzerekord gemessen: Landesweit stieg das Quecksilber auf die absurd anmutende durchschnittliche Höchsttemperatur (average maximum temperature) von 41,9 Grad Celsius.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Verbrannte-Erde-im-Murdoch-Land-4621769.html

„Ohne Systemtransformation wird die Erhaltung der Lebensgrundlagen der Menschheit nicht gelingen“

Montag, 11. November 2019

Telepolis, 11.11.2019

Ein Telepolis-Interview mit dem Ingenieur und Soziologen Dr. Wolfgang Neef über Wege aus der fundamentalen Krise des kapitalistischen Weltsystems

Link: https://www.heise.de/tp/features/Ohne-Systemtransformation-wird-die-Erhaltung-der-Lebensgrundlagen-der-Menschheit-nicht-gelingen-4569517.html