Pandemie und Transformation

Neues Deutschland, 03.02.2021

Ist die Zero-Covid-Kampagne »unrealistisch«? Nein, meint Tomasz Konicz – solange man den Spätkapitalismus nicht als Naturzustand betrachtet.

Die progressive Initiative Zero Covid scheint mit ihrer Kampagne eine Selbstverständlichkeit zu propagieren: Mittels eines umfassenden solidarischen Shutdowns, der auch die Wirtschaft umfassen müsste, soll die Zahl der Neuansteckungen möglichst rasch unter Kontrolle gebracht werden. Der Lockdown solle dabei um eine starke soziale Komponente erweitert sowie auf europäischer Ebene koordiniert werden. Mit der Pandemiebekämpfung verhält es sich tatsächlich so ähnlich wie mit dem Klimawandel. Aus der Krise ergeben sich objektive Notwendigkeiten, wie ihr zu begegnen wäre: durch eine Reduzierung der gesellschaftlichen Kontakte auf das absolut Notwendige, oder eben durch die Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen. Alles andere ist ideologische Augenwischerei. Und dennoch gehört es zu den beliebtesten Kritikpunkten, den Machern der Kampagne vorzuwerfen, nicht realistisch zu sein.

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