Der Schwächste gewinnt

Telepolis, 05.02.2013
Die Bemühungen vieler Industriestaaten, die Krisenfolgen durch Exportüberschüsse auf andere Währungsräume abzuwälzen, können in einem globalen Abwertungswettlauf münden

Die Ankündigung der japanischen Notenbank, zu einer exzessiven Ausweitung der Geldmenge überzugehen, stieß international auf vehemente Kritik – wobei die deutsche Politelite den Chor der Kritiker anführte. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie sei bezüglich der japanischen Geldpolitik „nicht völlig ohne Sorge“. Bundesbankpräsident Jens Weidmann sorgte sich wiederum um die Unabhängigkeit der japanischen Notenbank, die nach Ansicht des deutschen Währungshüters nur durch massiven Druck seitens der Politik zu ihrer expansiven Geldpolitik übergehen konnte: „Hinter der Forderung nach einer noch aggressiveren Geldpolitik steht die Drohung, der Notenbank ihre Autonomie zu nehmen.“ Ähnlich – wenn auch etwas holpriger – argumentierte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „Mir macht sehr viel Sorge, was die neue Politik der neu gewählten japanischen Regierung ist“

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