Archiv für April 2020

Die Wirtschaft wird leben, auch wenn wir sterben müssen!

Dienstag, 28. April 2020

Telepolis, 28.04.2020

Wolfgang Schäuble und Boris Palmer machen mit ihren jüngsten Äußerungen klar, wo im Notfall die Prioritäten in einer kapitalistischen Marktwirtschaft liegen. Ein Kommentar

Was haben sich Ende März noch alle aufgeregt, als reaktionäre Republikaner in Texas ihre Mitbürger angesichts des einsetzenden Wirtschaftseinbruchs aufforderten, ihr Leben für das Wohl der US-Wirtschaft zu opfern – und trotz Pandemie zu arbeiten. Dabei bildeten die USA auch damals nur die Avantgarde der krisenbedingten Verrohung der veröffentlichten Meinung. Wenige Wochen später ist eben dieser monströse Opferdiskurs in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik plötzlich präsent.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Wirtschaft-wird-leben-auch-wenn-wir-sterben-muessen-4711435.html

Buchveröffentlichung „Klimakiller Kapital“

Montag, 27. April 2020

Liebe Leute, mein neues Buch ist nun fast überall erhältlich.

Klimakiller Kapital

Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört

Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleuni­genden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden.
Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden.
Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

Link: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=962

Corona: Krisengespenster kehren zurück

Montag, 27. April 2020

Lower Class Magazine, 27. April 2020

Der gegenwärtige Krisenschub scheint den Spätkapitalismus im Rekordtempo in eine längst überwunden geglaubte, barbarische Vergangenheit abstürzen zu lassen.

Wie lange lässt sich die Notwendigkeit der Überwindung der spätkapitalistischen Produktionsweise ignorieren, während diese offen in Krise und Barbarei versinkt? Weite Teile der sozialdemokratisch verhausschweinten Umverteilungslinken in der Bundesrepublik mögen noch immer die Augen ganz fest zudrücken angesichts des sich global entfaltenden Desasters, um die notwendigen, radikalen Schlussfolgerungen nicht ziehen zu müssen, die so abträglich für Koalitionskalkül und Karriereplanung sind. Den deutschen Funktionseliten aber dämmert es inzwischen durchaus, was da auf sie zukommt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem informellen Verlautbarungsorgan der deutschen Bourgeoisie, spricht man inzwischen von einem “Pearl-Harbor-Moment”. Der wirtschaftliche Umbruch, den das Virus ausgelöst habe, werde über “Generationen dauern”, hieß es in einem Kommentar. Die “Dramatik dessen, was sich gegenwärtig vollzieht” entziehe sich weitgehend gängiger Einordnung.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/27/corona-krisengespenster-kehren-zurueck/

OUSAR MAIS APOCALIPSE

Montag, 27. April 2020

24 de abril de 2020 Tomasz Konicz

Enquanto a crise climática ameaça ficar fora de controlo, o Governo alemão está abandonar qualquer política climática significativa a nível europeu.

Ainda é uma seca – ou é o „novo normal“ da manifesta crise climática? Grandes partes da Europa já sofrem de seca severa na primavera, o que evoca lembranças dos períodos de seca dos últimos anos [1]. Se essa tendência continuar, 2020 será o terceiro ano consecutivo de seca na Europa [2].
Particularmente afectadas estão a Alemanha Oriental, a República Checa e a Polónia, onde grandes partes do país sofrem com a seca extrema, e áreas agrícolas estão agora em risco de destruição. Os bispos da Polónia pediram recentemente orações para o início da chuva [3] porque a seca ameaça justamente na fase de crescimento a colheita deste ano e os meios de subsistência de milhares. „Quanto mais a leste se vai, mais seco fica“, disse um comerciante agrícola à Topagrar [4].
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Mehr Apokalypse wagen

Montag, 27. April 2020

Telepolis, 24.04.2020

Während die Klimakrise außer Kontrolle zu geraten droht, verabschiedet sich die Bundesregierung von jeglicher nennenswerten Klimapolitik auf europäischer Ebene

Ist es noch eine Dürre – oder die „neue Normalität“ der manifesten Klimakrise? Weite Teile Europas leiden schon im Frühjahr unter einer schweren Trockenheit, die Erinnerungen wachruft an die Dürreperioden der vergangenen Jahre. Sollte der diesjährige Trend sich fortsetzen, wäre 2020 das dritte europäische Dürrejahr in Folge.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Mehr-Apokalypse-wagen-4708817.html

„Krisen sind ein guter Grund, auf Wirtschaftsplanung zu setzen“

Montag, 27. April 2020

Telepolis, 17.04.2020

Ein Gespräch mit dem Politischen Ökonomen Philipp Dapprich über die Aktualität wirtschaftlicher Planung in Krisenzeiten.

Philipp Dapprich studierte Physik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Politische Ökonomie an der University of Manchester, England. Seit 2016 Promotion und Lehre an der University of Glasgow, Schottland. Dapprich arbeitet derzeit an seiner Dissertation. Titel: „Rationality and Distribution in the Socialist Economy“.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Krisen-sind-ein-guter-Grund-auf-Wirtschaftsplanung-zu-setzen-4699776.html

Tempo de curandeiros

Samstag, 18. April 2020

Uma visão polémica dos esforços de adaptação da ideologia capitalista em tempos de crise climática manifesta.

Tomasz Konicz, Boaventura Antunes

„A ideologia não se sobrepõe ao ser social como uma camada destacável, mas mora no ponto mais íntimo do ser social“.
Adorno, Dialéctica Negativa

Perante a crise climática, a confiança da humanidade no capitalismo como o melhor de todos os mundos possíveis está a derreter-se ainda mais depressa do que os icebergues e os glaciares do Ártico. É „um resultado alarmante“ o que revelou um inquérito global abrangente sobre a confiança na ordem económica capitalista, afirmou em Janeiro de 2020 uma porta-voz da „empresa de comunicação“, Edelman. (1)
No âmbito do „Barómetro da Confiança“ anual, no qual 34 000 pessoas de 28 países são questionadas sobre a sua confiança na economia capitalista, pela primeira vez uma maioria dos inquiridos (2) expressou uma opinião predominantemente negativa sobre a economia de mercado. A Alemanha está na tendência global crítica do capitalismo. O sistema tem mais desvantagens do que vantagens – esta opinião também foi partilhada por 55% dos participantes no inquérito na Alemanha. Apenas 12% dos alemães disseram que iriam beneficiar de uma economia em crescimento.
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Etappensieg für Berlin

Montag, 13. April 2020

Telepolis, 10.04.2020

Im Streit um sogenannte Corona-Bonds konnte sich das nördliche Zentrum gegen die südliche Peripherie der Eurozone durchsetzen – vorerst

Am Donnerstagabend konnte sich Europas Politelite doch noch auf einen Kompromiss in der Streitfrage einer europäischen Krisenpolitik einigen. Beim Tag zuvor kurzzeitig unterbrochenen Treffen der europäischen Finanzminister wurde gegen 22:30 die Einigung auf ein Paket von Krisenmaßnahmen verkündet, die insbesondere den von Pandemie und Wirtschaftseinbruch besonders hart getroffenen Ländern Südeuropas zugutekommen sollen.

Insgesamt sollen sich die vereinbarten Kredit- und Arbeitsmarktprogramme auf rund 500 Milliarden Euro summieren. Diese Krisenprogramme bestehen aus drei Komponenten: einem Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank für kleine und mittlere Unternehmen von rund 200 Milliarden Euro, Kreditlinien aus dem Euro-Rettungsschirm ESM, die sich auf rund 240 Milliarden belaufen sollen, sowie einem von der EU-Kommission angeregten Programm für Kurzarbeiter, das mit 100 Milliarden Euro ausgestattet wurde.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Etappensieg-fuer-Berlin-4701322.html

Konjunktur für Gesundbeter

Samstag, 11. April 2020

exit-online.org, 11.04.2020

Ein polemischer Überblick über die Anpassungsleistungen kapitalistischer Ideologie in Zeiten der manifesten Klimakrise.

„Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne.“

Adorno, Negative Dialektik

Angesichts der Klimakrise schmilzt das Vertrauen der Menschheit in den Kapitalismus als die beste aller möglichen Welten noch schneller dahin als die Eisberge und Gletscher der Arktis. Es sei „ein alarmierendes Ergebnis“, das eine umfassende globale Umfrage bezüglich des Vertrauens in die kapitalistische Wirtschaftsordnung zutage gefördert habe, erklärte eine Sprecherin des „Kommunikationsunternehmens“ Edelman im Januar 2020.

Im Rahmen des alljährlichen „Trust Barometer“, bei dem 34 000 Menschen aus 28 Ländern nach ihrem Vertrauen in die kapitalistische Wirtschaftsweise befragt werden, hat erstmals eine Mehrheit der Befragten2 eine überwiegend negative Meinung zur Marktwirtschaft geäußert. Dabei liegt Deutschland im kapitalismuskritischen globalen Trend. Das System weise mehr Nachteile als Vorteile auf – dieser Meinung schlossen sich auch 55 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Bundesrepublik an. Nur 12 Prozent der Deutschen gaben an, von einer wachsenden Wirtschaft zu profitieren.

Ungeklärt bliebt bei der Umfrage, was die befragten Bundesbürger konkret unter Kapitalismus verstehen, da zugleich rund 75 Prozent erklärten, der eigene Arbeitgeber sei ihr „vertrauensvollster Partner“. Für die Studienmacher war diese Ambivalenz aber kein Grund, auf die explizite Warnung vor einer Legitimitätskrise des Kapitalismus zu verzichten, da die Menschen angesichts der Klimakrise und des „technologischen Wandels“ auf der Suche seinen nach Antworten auf die „großen Fragen“, so eine Unternehmenssprecherin: „Weil die Wirtschaft jedoch bislang keine ausreichenden Antworten gibt, stellen immer mehr Menschen das kapitalistische System selbst infrage“.

Diese zunehmende „Suche nach Antworten“, die beim Komminukationsunternehmen Edelman die Alarmglocken schrillen lässt, ist eine Reaktion auf die sich verschärfende sozio-ökologische Systemkrise, die sich in Wechselwirkung von innerer3 und äußerer4 Schranke der Entwicklungsfähigkeit des kapitalistischen Weltsystems vollzieht; also der Unfähigkeit des Kapitals, der Produktion einer ökonomisch überflüssigen Menschheit bei gleichzeitiger ökologischer Verwüstung des Planeten wirksam zu begegnen.

Aller ideologischen Dauerbeschallung zum Trotz dämmert es inzwischen einer Mehrheit der Weltbevölkerung, dass das Gesellschaftssystem, in dem sie zu leben genötigt sind, die Ursache der zunehmenden, schlicht katastrophalen Krisenerscheinungen5 ist, die alljährlich an Intensität6 gewinnen.

Diese sich abzeichnende Legitimitätskrise des kapitalistischen Weltsystems lässt in der Medienbranche die Marktnachfrage nach neuen Legitimationsmustern, nach neuen ideologischen Narrativen ansteigen, mit denen das System gerechtfertigt werden könnte. Die manifeste Klimakrise, in der das Kapital ganze Kontinente um der uferlosen Selbstvermehrung willen verbrennt7, ist somit auch die große Zeit neuer Ideen und Argumentationsmuster, mit denen das falsche Ganze allen Katastrophen zum Trotz legitimiert werden soll. Die gegenwärtige manifeste Krisenzeit ist somit auch die große Zeit der Gesundbeter des Kapitalismus.

Link: https://exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=733

US-Funktionseliten auf dem Apokalypse-Trip

Donnerstag, 09. April 2020

Telepolis, 09. 04.2020

Mit dem Rückzug von Bernie Sanders aus dem Rennen ums Weiße Haus schwinden die Chancen auf eine geordnete Systemtransformation rapide – ein Kommentar

Der linke US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders zieht sich aus dem Vorwahlkampf der Demokraten zurück, um Joe Biden, dem Kandidaten des Parteiestablishments, das Feld zu räumen. Zum Abschied gibt es für den demokratischen Sozialisten ganz viel Lob von all jenen Medien, die zuvor alle Hebel in Bewegung setzten, um ihn zu diskreditieren und zu marginalisieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/US-Funktionseliten-auf-dem-Apokalypse-Trip-4700976.html

USA: Wirtschaft im freien Fall, Ende offen

Donnerstag, 09. April 2020

Lower Class Magazine, 09.04.2020

Die Wucht des aktuellen Wirtschaftseinbruchs ist so groß, dass es schwer geworden ist, überhaupt noch historische Analogien zu finden. In den Vereinigten Staaten, wo die Prekarisierung des Arbeitslebens besonders weit vorangeschritten ist, explodiert die Arbeitslosigkeit regelrecht. Allein in der zweiten Märzhälfte mussten sich in den USA rund zehn Millionen Lohnabhängige arbeitslos melden, wobei vor allem die letzte Märzwoche verheerend ausfiel, als 6,65 Millionen US-Bürger ihren Job verloren.

Zum Vergleich: Der stärkste wöchentliche Anstieg der Erwerbslosenzahl seit Einführung der Statistik war bis dahin im Jahr 1982, am Ende der historischen Krisenperiode der Stagflation registriert worden, als während einer schweren Rezession, die durch radikale Zinserhöhungen der Fed („Volcker-Schock“) ausgelöst wurde, rund 695 000 Lohnabhängige staatliche Unterstützung beantragen mussten.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/04/09/usa-wirtschaft-im-freien-fall-ende-offen/

Corona-crise. Le krach à venir

Donnerstag, 09. April 2020

Le système capitaliste mondial est entré dans la crise la plus sévère de son histoire, dont les conséquences ‒ si cette crise n’est pas rapidement surmontée ‒ pourraient même surpasser la crise des années 1930.

Nous y voilà à nouveau – l’époque du grand « nous » est arrivée. Lorsque le capitalisme tardif, rongé par ses contradictions internes, est saisi par une nouvelle poussée de crise, alors apparaît le moment des grands appels au civisme, à la cohésion et à l’esprit de sacrifice. Tous les détenus d’une société profondément divisée sont pareillement appelés à faire des sacrifices – du milliardaire au salarié en passant par le sans-abri. Il s’agit bien du grand tout d’une fausse totalité lorsque des milliards doivent être consumés sans compter pour soutenir un système destructeur et irrationnel. Mais cette fois, le sacrifice au dieu Mammon semble exiger littéralement du sang. Le capitalisme est ainsi démasqué comme la religion sécularisée que Walter Benjamin décrivait déjà en 1921[1].

Link: http://www.palim-psao.fr/2020/04/corona-crise-le-krach-a-venir-par-tomasz-konicz.html

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Die Pandemie als Krisen-Trigger

Mittwoch, 08. April 2020

Wochenzeitung Kontext, 08.04.2020

Mit Corona droht einem maroden Wirtschaftssystem der Kollaps. Falls eine vorübergehende Stabilisierung gelingt, dann nur um den Preis der nächsten Blasenbildung. Höchste Zeit, über eine Systemtransformation nachzudenken.

In sozioökonomischer Hinsicht könnte Covid-19 der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der „Lockdown“, den die Pandemiebekämpfung notwendig macht, treibt die ohnehin labile Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs, samt dem in absurde Dimensionen aufgeblähten Finanzsystem. Denn der partielle Stillstand der wirtschaftlichen Verwertungsprozesse steht im offenen Widerspruch zu einer kapitalistischen Ökonomie – die aufgrund ihres Wachstumszwangs auch dann nicht zum Erliegen kommen darf, wenn genau dies notwendig wäre.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/471/die-pandemie-als-krisen-trigger-6636.html

 

A ÚLTIMA CRISE DO EURO NA EUROPA?

Sonntag, 05. April 2020

Tomasz Konicz
02 de Abril de 2020

O colapso económico que acompanha a luta contra a pandemia está a reabrir as contradições nacionais na Europa – e ameaça rebentar completamente a União Europeia já em erosão.

A situação na Europa, na véspera do próximo grande surto de crise, foi evidenciada por episódios ocorridos há cerca de uma semana. Os assaltos de estrada feitos por Estados, que eram comuns início da era moderna, parecem estar novamente em ascensão: a Polónia e a República Checa confiscaram máscaras respiratórias e ventiladores destinados à Itália.
A Alemanha também agiu de forma semelhante, bloqueando na fronteira uma remessa de 830.000 máscaras cirúrgicas, tendo depois declarado, após intervenções de diplomatas italianos, que já não era possível encontrar o equipamento médico. Mais de 19 milhões de máscaras de protecção terão sido bloqueadas pelos queridos vizinhos europeus da Itália nas últimas semanas. Desde o início da pandemia, o mercado interno europeu, o projecto central da UE, tem sido efectivamente minado, dominando o nacionalismo estúpido e o regionalismo mesquinho.

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Κρίση του Coronavirus

Freitag, 03. April 2020

– Virus: Η επικείμενη κατάρρευση –
του Tomasz Konicz

Το παγκόσμιο καπιταλιστικό σύστημα εισέρχεται στη σοβαρότερη κρίση της ιστορίας του, οι συνέπειες της οποίας – εάν δεν ξεπεραστούν γρήγορα – θα μπορούσαν να επισκιάσουν μέχρι και εκείνες της δεκαετίας των χρόνων Τριάντα.
Ήρθε η ώρα για ένα πολύ μεγάλο «Εμείς» και πάλι. Τη στιγμή που ο ύστερος καπιταλισμός, που καταναλώνεται ήδη από τις εσωτερικές αντιφάσεις του, πλήττεται από την έκρηξη μιας άλλης κρίσης, τότε έρχεται η στιγμή των μεγάλων εκκλήσεων στην έννοια της κοινότητας-των κοινών, της συνοχής και της διαθεσιμότητας να θυσιαστούμε. Όλοι όσοι είναι κρατούμενοι μιας βαθιά διαιρεμένης κοινωνίας – από τον δισεκατομμυριούχο στον μισθωτό εργαζόμενο και τους άστεγους – ξαφνικά και εξίσου καλούνται να κάνουν θυσίες. Αλλά είναι ένα μεγάλο και ψεύτικο «όλοι μαζί», από τη στιγμή που αμέτρητα δισεκατομμύρια πρέπει να καούν για να διατηρήσουν ένα καταστρεπτικό και παράλογο σύστημα. Αυτή τη φορά όμως, η θυσία στον Mammona φαίνεται να απαιτεί κυριολεκτικά το αίμα. Αυτός είναι ο τρόπος με τον οποίο ο καπιταλισμός εκτίθεται ως η κοσμική θρησκεία που είχε περιγράψει ο Benjamin το 1921.

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Europas letzte Eurokrise?

Freitag, 03. April 2020

Telepolis, 02.04.2020

Der mit der Pandemiebekämpfung einhergehende Wirtschaftseinbruch lässt die nationalen Widersprüche in Europa wieder aufbrechen – und er droht, die ohnehin erodierende Europäische Union vollends zu sprengen

Wie es um Europa am Vorabend des nächsten großen Krisenschubs bestellt ist, machten Episoden deutlich, die sich vor rund einer Woche abspielten. Staatliche Wegelagerei, wie einstmals in der frühen Neuzeit üblich, scheint wieder im Aufwind: Polen und Tschechien ließen Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte konfiszieren, die für Italien bestimmt waren.

Ähnlich agierte auch die Bundesrepublik, die ebenfalls eine Lieferung von 830.000 OP-Masken an der Grenze aufhielt, um nach Interventionen italienischer Diplomaten erklären zu müssen, dass das medizinische Gerät nicht mehr auffindbar sei. Mehr als 19 Millionen Schutzmasken sollen insgesamt von den lieben europäischen Nachbarn Italiens in den vergangenen Wochen blockiert worden sein. Der europäische Binnenmarkt, das Kernprojekt der EU, ist faktisch seit Ausbruch der Pandemie ausgehebelt, es dominieren dumpfer Nationalismus und bornierte Kleinstaaterei.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Europas-letzte-Eurokrise-4694336.html

Texte zu Krisenberichterstattung und Analyse

Mittwoch, 01. April 2020

Liebe Leute,

ich würde gerne eine vernünftige, konsistente Krisenberichterstattung und Analyse aufbauen, leide aber unter mangelnden Publikationsmöglichkeiten. Falls Blogs oder Newssites Interesse an ein paar günstigen Texten zur sozialen und ökologischen Krise des Weltsystems, zu den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie oder zum ideologischen Fallout des Krisenprozesses haben, so mögen sie über meine Homepage Kontakt mit mir aufnehmen.