Archiv für April 2015

Getriebene der Krisendynamik

Dienstag, 28. April 2015

Neues Deutschland, 29.04.2015
Tomasz Konicz über die globale Verschuldungskrise und die zunehmende Instabilität des Weltfinanzsystems

Nach der Krise ist vor der Krise – diesen Grundsatz kapitalistischer Wirtschaftsgeschichte bestätigte jüngst ausgerechnet der Internationale Währungsfonds. Der kürzlich publizierte Global Financial Stability Report des Fonds warnt vor der abermals zunehmenden Instabilität des Weltfinanzsystems, die aus der »Verschiebung« der »Stabilitätsrisiken« innerhalb des Systems resultiere: Diese würden sich von den »avancierten Ökonomien auf die Schwellenländer, von den Banken auf die Schattenbanken und von Bonitäts- zu Liquiditätsproblemen« verlagern.
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Flucht der “Überflüssigen”

Dienstag, 28. April 2015

Telepolis, 28.04.2015
Für immer mehr Menschen im globalen Süden stellt die lebensgefährliche Flucht in die EU die einzige Lebensperspektive dar
Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44762/1.html

“Wir haben mehr Macht, als wir denken”

Montag, 20. April 2015

Telepolis, 20.04.2015
Kapitalismus, Krise und Befreiung: Gespräch mit dem Bestsellerautor und geistigen Vater der Occupy Wall Street Bewegung, David Graeber
Prof. David Graeber lehrt Anthropologie an der London School of Economics. Er ist Aktivist in zahlreichen antiautoritären und anarchistischen Netzwerken wie dem Direct Action Network sowie Occupy Wallstreet und gilt als Erfinder der berühmten Parole “We are the 99 Percent.”. In Deutschland erfreute sich sein Bestseller “Schulden: Die ersten 5 000 Jahre” großer Beliebtheit. Telepolis sprach mit ihm.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44643/1.html

Die deutsche Exportdampfwalze

Samstag, 18. April 2015

Neues Deutschland,  14.04.2015
Die Bundesrepublik lässt sich ihr Wachstum vom Ausland bezahlen

Es geht aufwärts in Europa, erwarten zumindest die Konjunkturauguren. Neben dem niedrigen Ölpreis, der die Binnennachfrage im europäischen Währungsraum etwas belebt, sorgt vor allem der schwache Euro für die wirtschaftliche Belebung auf dem krisengeplagten Kontinent. Der durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beförderte Sturzflug des Euro, der gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner binnen Jahresfrist im Schnitt um 15 Prozent abwertete, ließ in Wechselwirkung mit der knallharten Austeritätspolitik Berlins die Exportüberschüsse der Eurozone regelrecht explodieren. Im vergangenen Jahr betrug das europäische Außenhandelsplus 194,8 Milliarden Euro (nach 152,3 Milliarden im Jahr 2013), womit es den Überschuss der eigentlichen »Werkstatt der Welt«, Chinas, um rund 50 Prozent übertraf.
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Flucht nach vorn

Donnerstag, 16. April 2015

Konkret 03/15

TTIP und die Folgen: Was treibt die Eliten auf beiden Seiten des Atlantik zum Abschluss neuer Freihandelsabkommen?

Es hat sich inzwischen bis zur »New York Times« (»NYT«) herumgesprochen, dass irgendetwas mit den von Washington forcierten Freihandelsabkommen nicht stimmt. Er sei im Allgemeinen ein Anhänger des Freihandels, beichtete der bekannte US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman Ende Januar in einem Blogbeitrag für die »NYT«, doch mache ihn die gegenwärtige Rhetorik der Befürworter einer Handelsliberalisierung argwöhnisch; sie sorge dafür, dass sich ihm mitunter »die Nackenhaare sträuben«. Die US Chamber of Commerce – der weltgrößte Unternehmenszusammenschluss – habe den Abschluss der transatlantischen und pazifischen Handelsabkommen zu ihrer obersten Priorität erklärt; mit ihrer Umsetzung solle das Wirtschaftswachstum in den betroffenen Wirtschaftsräumen maßgeblich und nachhaltig angekurbelt werden.
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Die Steigbügelhalter

Mittwoch, 08. April 2015

Telepolis, 08.04.2015
Deutschlands repressive Krisenpolitik ist maßgeblich für den Aufschwung der extremistischen Rechten in Europa verantwortlich. Aufstieg und Zerfall des “deutschen Europa”, letzter Teil

Wer kennt sie nicht, die unzähligen Plakate und Transparente auf Demonstrationen in Südeuropa, die Merkel oder Schäuble als neue deutsche Nazis – mit Hitlerbärtchen oder in SS-Uniformen – darstellen? Inzwischen scheint man sich auch in Deutschland an diesen Anblick gewöhnt zu haben; ganz so wie sich die Öffentlichkeit in den USA daran gewöhnt hat, dass die US-Fahne irgendwo in Südamerika oder dem Nahen Osten mal wieder bei Protesten verbrannt wird.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44598/1.html

Der Zerfall des deutschen Europa

Mittwoch, 08. April 2015

Telepolis, 03.04.2015
Wie die Systemkrise in Wechselwirkung mit der deutschen Krisenpolitik die gerade erst errungene europäische Dominanz Berlins unterminiert. Aufstieg und Zerfall des “deutschen Europa”, Teil 2

War es Zufall, Fügung, Schicksal – oder eine Folge skrupelloser Großmachtpolitik, dass Deutschland zur dominierenden europäischen Großmacht aufstieg? Das European Council on Foreign Relations ist der Ansicht, die “hegemoniale” Rolle Berlins sei Folge eines “Zufalls”, da die Bundesrepublik im Kontext eines “Vakuums” und durch zufällige “Umstände” an die “Spitze der EU” gerückt sei. Deutschland habe zwar eine “Schlüsselrolle” während der Eurokrise gespielt und über allen Entscheidungen in Finanzfragen “emporgeragt”, doch sei Berlin zugleich vor den “Verantwortlichkeiten” in anderen Politikbereichen zurückgewichen und habe die “Kosten der Führung” gescheut.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44497/1.html