Archiv für August 2013

Projektionsfläche Amerika

Mittwoch, 21. August 2013

Telepolis, 21.08.2013
Was der deutschlandweit grassierende Antiamerikanismus über die Zustände in der machtpolitisch aufstrebenden Bundesrepublik verrät.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39723/1.html

Staatsfirmen à la Carte

Donnerstag, 15. August 2013

Junge Welt, 15.08.2013
Slowenien beugt sich der Finanznot und dem Druck Brüssels. Mehr als ein Dutzend großer Unternehmen stehen vor Privatisierung

In Slowenien beginnt der große Ausverkauf. Etwa 15 in Staatsbesitz oder unter Staatskontrolle stehende Großunternehmen will die Regierung von Ministerpräsidentin Alenka Bratusek demnächst veräußern. Damit will sie eine Eskalation der Schuldenkrise in der postjugoslawischen Republik verhindern. Unter den zum Notverkauf stehenden Unternehmen finden sich auch einige Industrieikonen, wie der Wintersportartikelhersteller Elan. Hinzukommen unter anderem die Fluggesellschaft Adria Airways, der Telekommunikationskonzern Telekom Slovenije, der Flughafenbetreiber Aerodrom Ljubljana oder der Laserhersteller Fotona.
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Rupie mit Influenza

Montag, 12. August 2013

Junge Welt, 12.08.2013
Ende der Defizitkonjunktur: Indiens Währung schwächelt, die Wirtschaft wächst nur wenig – ein Horrorszenario für den Großteil der Bevölkerung

Indien hat ein Problem mit seiner Währung: Die Rupie hat in den vergangenen Tagen eine Achterbahnfahrt durchstehen müssen. Am Dienstag sackte sie auf einen historischen Tiefststand gegenüber dem US-Dollar ab, der kurzfristig 61,81 Rupien kostete. Eine marginale Kurserholung auf rund 60,7 Rupien setzte erst ein, als Gerüchte über eine Intervention der indischen Notenbank aufkamen, die massive Dollarverkäufe zur Stützung der Landeswährung eingeleitet haben soll. Das konnte jedoch den massiven Wertverlust nicht kompensieren. Die Rupie hatte in den vergangenen zwei Jahren rund 39 Prozent gegenüber dem Greenback eingebüßt. Und das Tempo beschleunigte sich – allein in den vergangenen zwei Monaten ging es um 13 Prozent abwärts.
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Tschechien vor Neuwahlen?

Samstag, 10. August 2013

„Junge Welt“,  09.08.2013
Übergangsregierung verliert Mißtrauensvotum. Rechte geschwächt

Tschechiens Präsident Miloš Zeman mußte am Mittwoch einen politischen Rückschlag verkraften. Das von ihm ohne Beteiligung des Parlaments ernannte Übergangskabinett von Ministerpräsident Jirí Rusnok verfehlte bei der Vertrauensabstimmung im tschechischen Unterhaus die notwendige Mehrheit von 101 Abgeordneten. Für die »Expertenregierung« des ehemaligen Sozialdemokraten Rusnok stimmten 93 Parlamentarier, die sich vornehmlich aus den Reihen der sozialdemokratischen und kommunistischen Parlamentsfraktionen rekrutierten. Genau 100 Abgeordnete aus dem konservativen und rechtsliberalen Lager der ehemaligen Regierungsparteien sprachen Rusnok ihr Mißtrauen aus, sieben Parlamentarier enthielten sich.

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Oranje im Niedergang

Samstag, 03. August 2013

„Junge Welt“, 03.08.2013
Immobilienblase, Stagnation, hohe Arbeitslosigkeit, Überschuldung: Die Systemkrise erfaßt mit den Niederlanden das erste Kernland der Euro-Zone

Die niederländische Rechtsregierung gilt als einer der letzten europäischen Verbündeten Berlins. Das Kabinett um Premier Mark Rutte stützte bisher vorbehaltlos dessen Spardiktat in der Euro-Zone, während es zugleich selbst immer neue Kürzungsprogramme auflegte, um die EU-Haushaltsauflagen zu erfüllen. So sollen nach der Sommerpause erneut Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von rund sechs Milliarden Euro wirksam werden.
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Zypern stürzt ins Bodenlose

Freitag, 02. August 2013

Neues Deutschland, 02.08.2013

Während die Industrieproduktion schrumpft und die Investitionstätigkeit einbricht, steigt die Arbeitslosigkeit

Die Troika meint: Zypern ist trotz Rezession auf einem guten Weg. Doch die wirtschaftlichen Daten sprechen eine andere Sprache.

Bis zur Bundestagswahl werden wir immer wieder mit Berichten von der europäischen Krisenfront behelligt werden, die Züge einer bitterbösen Realsatire tragen. Die neuesten Durchhalteparolen publizierte die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Mittwoch: »Unsere allgemeine Einschätzung ist, dass Zypern mit seinem Programm auf dem richtigen Weg ist«, hieß es in einer auf der Webpräsenz der EZB publizierten Einschätzung der brutalen Krisenmaßnahmen, die dem Inselstaat insbesondere auf Drängen Berlins oktroyiert wurden. Die mit der Umsetzung des Spardiktats und der Teilenteignung beauftragte Troika attestierte Nikosia eine »bessere Leistung« als erwartet, wie es eine Sprecherin des IWF formulierte. Zypern habe erheblich gespart und nur vorsichtig Geld ausgegeben, hieß es weiter.
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