Archiv für März 2011

Musik zum Atomausstieg

Samstag, 26. März 2011

Gil Scott-Heron,

We Almost Lost Detroit:

http://www.youtube.com/watch?v=b54rB64fXY4

Shut Em Down:

http://www.youtube.com/watch?v=WlokrdldGO8

Das System ist die Katastrophe

Samstag, 26. März 2011

Telepolis, 26.03.2011

Wird Fukushima zum Tschernobyl des spätkapitalistischen Weltsystems?

Welche Folgen wird die Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft, ja auf das gegenwärtige kapitalistische Weltsystem haben? Selbst dessen berufsmäßige Apologeten kommen bei der Auseinandersetzung mit dieser Frage so langsam ins Grübeln. Das japanische „Nuklearbeben“ erschüttert inzwischen so manche Gewissheiten in den Redaktionsstuben der Wirtschaftspresse, die sich plötzlich mit grundsätzlichen Fragen unserer Wirtschaftsweise konfrontiert sieht.

Link: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34405/1.html

Aus der Krise in die Krise

Mittwoch, 23. März 2011

german-foreign-policy.com, 23.03.2011

Vor den Beschlüssen über die Euro-Krisenbewältigung beim morgen in Brüssel beginnenden EU-Gipfel stellt die ökonomische Entwicklung Griechenlands den EU-Krisenmaßnahmen ein miserables Zeugnis aus. Athen, das seit letztem Jahr die vor allem von Berlin verlangten harten Sparprogramme umstandslos exekutiert, sieht sich nicht nur regelmäßigen Protesten der Bevölkerung ausgesetzt; zuletzt traten letzte Woche Journalisten und Angestellte des Athener Nahverkehrs in den Streik. Die Kürzungen bei Löhnen und staatlichen Ausgaben treiben zudem das Land immer weiter in die Rezession. Allein vom ersten bis zum dritten Quartal 2010 – das ist der Zeitraum vom Beginn der EU-Krisenintervention bis zu den ersten Auswirkungen – stieg die Schrumpfungsrate der griechischen Volkswirtschaft von 0,7 auf 5,7 Prozent. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosigkeit deutlich zu. Fatal ist die Entwicklung der Staatsschulden, wegen deren hohem Stand – etwa 125 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – Berlin und Brüssel die Kürzungsprogramme erzwungen hatten. Die Krisenmaßnahmen nach deutschem Modell trieben die Staatsschulden auf ein Volumen von fast 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wie auf diese Weise Griechenland und der Euro stabilisiert werden sollen, ist nicht ersichtlich.

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Transatlantiker gegen Eruasier

Dienstag, 22. März 2011

Auf german-foreign-policy erschien ein sehr schöner Text, der die Hintergründe der scheinbar „pazifistischen“ Haltung der Bundesregierung bei dem derzeitigen Libyen-Krieg beleuchtet.

Lunapark 13 / Frühjahr 2011

Sonntag, 20. März 2011

Zur gerade publizierten Ausgabe Nr. 13 der Zeitschrift Lunapark21 konnte ich einen längeren Text über die Wirtschaftspolitik der neuen ungarischen Rechtsregierung beisteuern.

Abos oder Einzelhefte können unter http://www.lunapark21.net/service.html bezogen werden.

Vor dem ökonomischen Abstieg?

Freitag, 18. März 2011

„Neues Deutschland“, 18.03.2010

Wirtschaftliche Bewältigung der Katastrophe könnte an Japans hoher Verschuldung scheitern

Die weltwirtschaftlichen Folgen der Katastrophe in Japan sind schwer abschätzbar. Der von manchen Ökonomen erwartete Konjunkturschub durch die anstehenden Investitionen wird durch die hohen Schulden erschwert.

Japans Doppelkatastrophe aus Erdbeben und drohendem Super-GAU hat regelrechte Schockwellen durch das globale Wirtschafts- und Finanzsystem geschickt, die zeitweise zu massiven Kurseinbrüchen an den Börsen geführt haben. Die erste Panik scheint sich aber – vorerst – gelegt zu haben. Am Mittwoch hatte der japanische Börsenindex Nikkei gut sechs Prozent zulegen können, bevor es am Donnerstag wieder leicht bergab ging. Ähnlich sieht es an anderen großen Finanzplätzen aus.

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Let’s go West – Arbeitsmigration in der EU

Freitag, 18. März 2011

Lunapark21, Heft 12 – Winter 2010

Wie Viele werden diesmal gehen? Im zunehmenden Maße treibt abermals diese alte „polnische Frage“ die Öffentlichkeit zwischen Oder und Bug um, wie sie vor einer jeden größeren Emigrationswelle an Aktualität gewinnt. Den derzeitigen Stichtag, in dessen Vorfeld Polens Medien über die Dimensionen der zu erwartenden Auswanderungswelle spekulieren, bildet der 1. Mai 2011. Ab diesem Tag müssen Deutschland und Österreich ihre Arbeitsmärkte für Lohnabhängige aus den acht osteuropäischen Ländern öffnen, die im Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten sind. Für die Menschen aus den baltischen Staaten, Polen, der Slowakei, Tschechien, Slowenien und Ungarn gilt dann die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit auf den deutschen und österreichischen Arbeitsmärkten. Deutschland und Österreich konnten diese langen Übergangsfristen bei der Öffnung ihrer Arbeitsmärkte während der Beitrittsverhandlungen zu der Osterweiterung der Europäischen Union durchsetzen.
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Teilsieg für Deutsch-Europa

Dienstag, 15. März 2011

german-foreign-policy.com , 15.03.2011

Mit einem Teilsieg geht Berlin aus den jüngsten Verhandlungen um die Reform der Eurozone und die künftige EU-Wirtschaftspolitik. In zentralen Grundsatzfragen ist es der Bundesregierung auf dem informellen EU-Gipfel Ende vergangener Woche gelungen, ihren Kurs durchzusetzen; so wurde im Rahmen des „Pakts für Wettbewerbsfähigkeit“ die aggressive deutsche Wirtschaftspraxis im Grundsatz akzeptiert, die eine einseitige, aber für die globale Machtpolitik förderliche Exportorientierung mit harten Sparmaßnahmen bei den Löhnen und im sozialen Bereich erkauft. Die durch deutsche Exportoffensiven verursachten Handelsungleichgewichte in Europa, die vor allem die südlichen Euroländer in die Krise stürzten, finden kaum noch Beachtung. Den Weg in ein Europa nach deutschem Wirtschaftsmodell erkaufte die Bundeskanzlerin Ende vergangener Woche mit Zugeständnissen etwa in der Frage des Kaufs von Staatsanleihen, die unter den Berliner Monetaristen auf heftigen Protest stoßen. Weil es Angela Merkel nicht gelungen ist, die deutschen Forderungen ohne jeden Abstrich durchzusetzen, werfen Leitmedien ihr eine „heimliche Kapitulation“ vor. Bundestagsabgeordnete drohen, den ihren Vorstellungen zuwiderlaufenden Verhandlungsergebnissen im Parlament die Zustimmung zu versagen.

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Umfassendes Sparpaket in Ungarn

Donnerstag, 03. März 2011

„Neues Deutschland“, 04.03.2011

Sanierungsplan der Regierung Orbán soll Haushalt konsolidieren und Staatsschulden abbauen
Ungarns Regierung hat ihre Sparmaßnahmen vorgestellt. Damit sollen die Bilanz verbessert und das Land »konkurrenzfähig« werden.

Die in Budapest regierenden Rechtspopulisten scheinen eine Vorliebe für martialische Auftritte ausgebildet zu haben. Seine Regierung werde »den Schulden den Krieg erklären, die unser Leben wie eine Krake zuschnüren«, polterte Ministerpräsident Viktor Orbán Ende Februar. Am vergangenen Dienstag folgte die förmliche »Kriegerklärung«, in der Vizepremier Tibor Navracsics ein Programm präsentierte, das auf eine rasche Haushaltskonsolidierung und einen nachhaltigen Abbau der Staatsverschuldung abzielt. Der Sanierungsplan umfasst 26 Maßnahmen, deren Umsetzung dazu beitragen soll, die Bilanz des Staatshaushaltes im kommenden Jahr um 550 Milliarden Forint und ab 2013 um 900 Milliarden Forint (rund 3,3 Milliarden Euro) zu verbessern. Die Staatsverschuldung soll von 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 70 bis 65 Prozent in 2014 gesenkt werden.
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Zeitgeist: Moving Forward – It’s the system, stupid

Dienstag, 01. März 2011

24.02.2011, demonetize.it

The Third Zeitgeist Movie: still a few flaws, but really moves forward in understanding the mess we are in.

“Moving forward” stretches the limits of the visual medium to the extreme. In his 161 minutes long movie, film maker Peter Joseph strives to convince his audience that it is necessary to surpass the capitalist mode of production soon and and makes an effort to outline a system alternative to the current societal (dis)order. It takes the movie nearly three hours to cover a gigantic range of topics. Actually those are the topics that filled whole libraries over the course of centuries – written by those who engage in deep criticism of capitalism. Its by no way an easy job to unfold the interplay of the various factors that make capitalism so successful, lest to indicate how we can truly get rid of it after quite a lot of failed attempts. But yes: the result is impressive.
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