Archiv für Februar 2011

Tom Morello – World Wide Rebel Songs Live in Madison, Wisconsin

Donnerstag, 24. Februar 2011

http://www.youtube.com/watch?v=5roWQIyfpSw

Links zu Libyen

Mittwoch, 23. Februar 2011

Im Folgenden poste in einige Links zu Blog und Newssites, die sich mit dem Aufstand in Libyen beschäftigen.

Diese beiden Newssites sind erst vor kurzem entstanden. Sie wurden offenbar von Oppositionsgruppen eingerichtet, die sich bemühen, möglichst viele Infos zu der Aufstandsbewegung und der Repression des Regimes zu sammeln:

http://feb17.info/

http://www.libyafeb17.com/

Der Blog „The Arabist“ verfolgt ebenfalls die Eskalation in Libyen. Der Blogbetreiber hat eine sehr interessante Karte eingerichtet, auf der die aktuelle Entwicklung des Aufstands möglichst zeitnah dargestellt werden soll:

http://www.arabist.net/

http://www.arabist.net/blog/2011/2/23/western-libyan-towns-fall-to-protesters.html

http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&hl=en&msa=0&msid=208005345448417215163.00049cf3a2cdebe5bd17f

Hier noch ein deutschsprachiger Blog zum Thema:

http://nahostinfos.wordpress.com/

Al Jazeeras Live Stream dürfte den Meisten ja schon bekannt sein:

http://english.aljazeera.net/watch_now/

Kairo in Wisconsin

Dienstag, 22. Februar 2011

Telepolis, 22.02.2011
Die rasch anschwellende Protestwelle gegen ein umfassendes Sparprogramm in Wisconsin könnte auf andere US-Bundesstaaten übergreifen

Am vergangenen Samstag fand in Madison, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Wisconsin, die größte Demonstration seit dem Ende des Vietnamkriegs statt. An die 80.000 Menschen  versammelten sich vor dem Capitol in Madison, um gegen ein rabiates Sparprogramm zu protestieren, das der neu gewählte republikanische Gouverneur Scott Walker ohne jegliche Kompromissbereitschaft durchsetzen will. Die Proteste gegen dieses Sparpaket dauern bereits seit mehreren Tagen an und sie gewinnen zusehends an Breite und Gewicht. Inzwischen finden auch Demonstrationen in anderen US-Bundesstaaten statt, in denen ähnliche Kürzungsprogramme aufgelegt werden sollen.

Link: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34242/1.html

Die Dinosaurier-Übernahme

Montag, 21. Februar 2011

www.german-foreign-policy.com , 21.02.2011

Mit der Übernahme der New York Stock Exchange bereitet die Deutsche Börse ihren Sprung an die Weltspitze vor. Der Zusammenschluss der beiden Finanzunternehmen, der vergangene Woche angekündigt worden ist, wird dem neuen deutsch-US-amerikanischen Konzern nicht nur eine herausragende Position in der Konkurrenz mit den Börsen Asiens sichern, sondern auch das europäische Geschäft dominieren. Im Termingeschäft etwa käme er auf einen Marktanteil in Europa von mehr als 90 Prozent. Deutsche Medien sprechen angesichts des neu entstehenden Börsengiganten vom „Griff nach der Weltmacht“. In der Konzernkontrolle ist die deutsche Seite erkennbar gegenüber den US-Amerikanern im Vorteil. Der Zusammenschluss ist möglich geworden, da der Kurs der New York Stock Exchange (NYSE), die gern als „pulsierendes Herz“ des US-Kapitalismus bezeichnet wird, infolge der Krise stark eingebrochen ist. Während der neue Konzern gefeiert wird, schreiten langfristig wirksame Verschiebungen auf dem Börsensektor voran: Neuartige Handelsplattformen mit Verankerung in den USA und Japan, die mit schlanken, netzwerkartigen Strukturen und mit konsequenter Digitalisierung des Wertpapierhandels arbeiten, drängen die traditionellen Börsen zurück.
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The Germanization of Europe

Freitag, 18. Februar 2011

www.german-foreign-policy.com , 2011/02/14

The „EU Competitiveness Pact,“ being pushed by Germany and France, is encountering massive resistance throughout Europe. The project, which is said to form the nucleus of the EU’s future economic governing body, is supposed to obligate all countries of the Euro zone to introduce so-called debt limitations, raise retirement ages and lower real incomes. This, in the name of creating an economic governing body, would impose a German economic concept on all Euro zone countries, an objective France has always sought. The objective would be to transform the EU, along the lines of the German model, into a global exporting power – at the expense of the prosperity of Europe’s populations, who are being forced to submit to increasingly precarious living standards. Even the German business press has begun to warn that the enforcement of this pact could lead to „violent conflicts – particularly in southern EU countries.“ As a matter of fact, massive protests are already in progress. Southern European media characterize this German-French economic dictate to the EU as a „coup d’état“ and warn against a „Germanization of Europe“.
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Berlin will deutsches Europa

Dienstag, 15. Februar 2011

„Neues Deutschland“, 16.02.2011
Massiver Widerstand gegen den »Pakt für Wettbewerbsfähigkeit«

Seit dem jüngsten EU-Gipfel sind die Auseinandersetzungen über eine zunehmende Dominanz Deutschlands und Frankreichs in der EU eskaliert.

Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy konzipierte »Pakt für Wettbewerbsfähigkeit« stößt bei den europäischen Partnern auf Widerstand. Auch die Treffen der Finanzminister der Eurozone wie der EU am Montag und Dienstag waren davon belastet. Dagegen unterstützt der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Pläne. In einem Interview sagte er, die Eurozone brauche eine koordinierte und »streng kontrollierte Wirtschaftspolitik«.
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Die Germanisierung Europas

Montag, 14. Februar 2011

www.german-foreign-policy.com , 14.02.2011

Der von Deutschland und Frankreich forcierte „EU-Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“ stößt europaweit auf massiven Widerstand. Das Projekt, das als Keimzelle einer künftigen EU-Wirtschaftsregierung bezeichnet wird, soll alle Euroländer auf die Einführung einer sogenannten Schuldenbremse, die Anhebung des Renteneintrittsalters und eine Senkung der Reallöhne verpflichten. Damit zwingt es im Namen einer Wirtschaftsregierung, wie sie seit je vor allem von Frankreich gefordert worden ist, sämtlichen Eurostaaten deutsche Wirtschaftskonzepte auf: Ziel ist es, die EU nach deutschem Modell zur globalen Exportmacht zu formen – auf Kosten der Bevölkerung Europas, die in immer prekärere Lebensverhältnisse gedrängt wird. Mittlerweile warnt sogar die deutsche Wirtschaftspresse, die Realisierung des Pakts könne vor allem im Süden der EU „zu gewalttätigen Auseinandersetzungen“ führen. Tatsächlich werden schon jetzt massive Proteste laut; südeuropäische Medien stufen das deutsch-französische Wirtschaftsdiktat in der EU als „Staatsstreich“ ein und warnen vor einer „Germanisierung Europas“.
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Der erste große Klima-Aufstand

Freitag, 11. Februar 2011

Telepolis,  11.02.2011

Steigende Lebensmittelpreise waren ein maßgeblicher Grund für den Ausbruch der Volksaufstände in Ägypten und Tunesien. Doch welche Faktoren tragen zur Explosion der Nahrungspreise hauptsächlich bei?

Es sind gerade mal knappe drei Jahre vergangen, als kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise in 2008 eine Reihe von Hungerunruhen etliche Länder der Dritten Welt erfasste. Die bis Mitte 2008 rasant ansteigenden Preise für Grundnahrungsmittel trieben die Armen in so unterschiedlichen Ländern wie Mexiko, Bangladesch, der Elfenbeinküste, Marokko, Mosambik, Niger oder Senegal auf die Straßen. Die mit Abstand schwersten Ausschreitungen, in deren Verlauf mehrere Menschen zu Tode kamen, ereigneten sich im April 2008 in Haiti. Diese heftigen Unruhen führten Mitte April sogar zur Entlassung der damaligen haitianischen Regierung. Insgesamt waren nach Angaben der Vereinten Nationen 34 Länder von dieser ersten Welle der Hungerunruhen betroffen – damals war es auch in Ägypten zu Protesten gekommen, in dessen Verlauf die Polizeikräfte rund 200 Aktivisten verhafteten, die einen landesweiten Generalstreik zu organisieren versuchten.

Link: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34174/1.html

Zeitgeist: Moving Forward – It´s the system, stupid!

Freitag, 11. Februar 2011

www.hintergrund.de, 09.02.2011

Der dritte Zeitgeist-Film schreitet trotz etlicher Unzulänglichkeiten in die richtige Richtung voran

Dieser Film stößt an die Grenzen des Mediums. In 161 Minuten ist Regisseur Peter Joseph im dritten Teil seiner Zeitgeist-Filmserie bemüht, den Zuschauer von der Notwendigkeit einer baldigen Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise zu überzeugen, sowie eine gangbare Systemalternative zu der bestehenden Gesellschaftsunordnung aufzuzeigen. In knappen drei Stunden wird in Zeitgeist: Moving Forward ein gigantischer thematischer Bogen gespannt, bei dessen wissenschaftlicher Erschließung und Bearbeitung in den vergangen Jahrhunderten Kapitalismuskritiker jeglicher Couleur ganze Bibliotheken an Textmaterial produzierten. Seine Premiere, bei der 340 Aufführungen in über 60 Ländern stattfanden, hatte Zeitgeist: Moving Forward am 15. Januar 2011, was wohl den mit Abstand größten Filmstart eines unabhängigen Projekts in der Kinogeschichte markiert. Der Film ist ab dem 25. Januar frei im Internet, unter anderem auf Youtube, abrufbar.
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Explodierende Lebensmittelpreise

Mittwoch, 09. Februar 2011

„Neues Deutschland“, 09.02.2011

Der längst stattfindende Klimawandel verschärft die Knappheit bei Grundnahrungsmitteln
Der massive Preisanstieg bei Agrarrohstoffen hält weiter an. Ein Hauptgrund dafür ist der Rückgang der Ernteerträge – bei gleichzeitig steigender Nachfrage.

Nur knapp drei Jahre nach der globalen Nahrungsmittelkrise von 2008 verzeichnet die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) neue historische Höchststände. So hat der aus einer Zusammenstellung von Grundnahrungsmitteln errechnete FAO-Preisindex zwischen Dezember und Januar den stärksten je gemessenen Anstieg um 3,4 Prozent auf 230,7 Punkte verzeichnet.

Steiler Anstieg seit Sommer 2010

Der bisherige Höchststand dieses Indizes, in dem unter anderem Getreide, Milchprodukte, Öl und Zucker erfasst werden, wurde mit 224,1 Zählern im Juni 2008 erreicht. Damals brachen in Dutzenden von Ländern aufgrund der explodierenden Preise für Grundnahrungsmittel Hungerunruhen aus. Die Weltwirtschaftskrise ließ die Rohstoff- und Lebensmittelpreise dann kurzfristig absacken, doch seit Sommer 2010 explodieren diese regelrecht – der FAO-Preisindex stieg im Januar bereits im siebten Monat in Folge an.
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