Archiv für die Kategorie 'Klimakrise'

Buchprojekt, Finanzierung

Samstag, 22. Juni 2019

Liebe Leute,

ich bin gerade dabei, ein Buch zum Thema Klimakrise und Kapitalismus zu fabrizieren. Wer ein paar Euro übrig hat, kann mich dabei mit einer Spende gerne unterstützen, da ich kaum zum Artikelschreiben kommen werde (Bitte, bleibt unter 5000 Euro, da ansonsten das Finanzamt sofort nervt!). Ich habe einen Zeitaufwand von einem bis drei Monaten eingeplant, um letztendlich meine Klimatexte der letzten 12 Jahre in Buchform zu bringen und ggf. mit neuen Texten/Kapiteln zu ergänzen, je nach Finanzlage.

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„Klimaschutz verträgt sich nicht mit Kapitalismus“

Dienstag, 04. Juni 2019

Telepolis, 04.06.2019

Baggerbesetzung im Leipziger Land am 4.02.2019. Bild: Tim Wagner/Ende Gelände/CC BY-SA-2.0

Ein Telepolis-Interview mit dem Klimaschutzbündnis „Ende Gelände“, das in der zweiten Junihälfte eine Aktionswoche im Rheinischen Braunkohlerevier plant

„Ende Gelände“ versteht sich als ein basisdemokratisches Bündnis, das für Klimagerechtigkeit kämpft – und demnächst mit vielfältigen Protesten die fossile Industrie im rheinischen Braunkohlerevier stören will. Telepolis führte das Interview mit der Aktivistin Rosa Kreh.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Klimaschutz-vertraegt-sich-nicht-mit-Kapitalismus-4437966.html

Minimalprogramm

Montag, 27. Mai 2019

Konkret, 05/2019
Der Klimawandel ist das wichtigste Kampffeld des 21. Jahrhunderts. Ein Diskussionsbeitrag
Adorno nannte es die Fait-accompli-Technik. Bei seiner Analyse reaktionärer Propaganda in den Vereinigten Staaten der dreißiger und vierziger Jahre bemerkte der Emigrant eine weitverbreitete faschistische Argumentationsfigur, die Streitfragen oder Widersprüche als bereits entschieden, das Resultat als unabänderlich darstellte. Der Glaube, »die Sache sei bereits entschieden«, lasse »jeden Widerstand als hoffnungsloses Unterfangen erscheinen «, so Adorno.

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Debatte um Enteignungen: Ein Schritt in die richtige Richtung

Freitag, 10. Mai 2019

Telepolis, 10.05.2019

Juso-Chef Kühnert hat mit seinen Sozialismus-Thesen einen offenen Nerv der krisengeschüttelten Spätkapitalistischen Gesellschaften getroffen

Ein beliebter Zeitvertreib in linken Krisen besteht darin, bei allen möglichen Gelegenheiten die vergessene linke Rhetorik prominenter SPD-Politiker hervorzukramen, die in ihrer Zeit als sogenannte „Jungsozialisten“ (Juso) so richtig die Sau rausgelassen haben. Der Kontrast zwischen jungsozialistischer Rhetorik und sozialdemokratischer Praxis bildet das beste Gegengift zu allen reformistischen Illusionen bezüglich der spätkapitalistischen Sachzwang-Gesellschaften – sowie der Politik der SPD. Das Juso-Prinzip ist relativ einfach: Die Jungsozialisten sollen sich in ihrer politischen Adoleszenz ordentlich austoben, damit sie später, als „erwachsene“ Politiker, um so reibungsloser die „Sachzwänge“ des Spätkapitalismus an ihrer ureigensten Klientel exekutieren.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Debatte-um-Enteignungen-Ein-Schritt-in-die-richtige-Richtung-4418047.html

„Es zählt nur das, was ökologisch notwendig ist, um diese Krise abzuwenden“

Dienstag, 07. Mai 2019

Telepolis, 07.05.2019

Ein Telepolis-Gespräch mit AktivistInnen der jungen radikalen Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion

Mit spektakulären direkten Aktionen kämpfen Mitglieder der neu gegründeten Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion für einen raschen, radikalen Wandel der globalen Klimapolitik. Die Menschheit stehen vor einer beispiellosen globalen Klimakatastrophe, während die Politik versage, obwohl die Lösungen „auf dem Tisch“ lägen, hieß es in Aufrufen der Gruppe: Es gehe um das „Überleben der Menschheit“. Telepolis sprach mit dem Aktivisten Karim Abu-Omar über die Praxis und Perspektiven radikaler Klimaschutzbewegungen. Abu-Omar ist Mitglied des Presseteams von Extinction Rebellion.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Es-zaehlt-nur-das-was-oekologisch-notwendig-ist-um-diese-Krise-abzuwenden-4413405.html

„Ein Wirtschaftssystem, das auf Wachstum und Profit ausgelegt ist, kann nicht nachhaltig sein“

Mittwoch, 17. April 2019

Telepolis, 17.04.2019

Ein Telepolis-Interview mit Aktivisten der Plattform Change for Future, die als antikapitalistische Strömung innerhalb der Schülerbewegung Fridays for Future agiert

Klimaschutzaktivisten aus mehr als 30 Städten, die im Rahmen der Fridays for Future (FFF) aktiv sind, haben sich jüngst zu der bundesweiten Plattform Change for Future zusammengetan. Die Aktivisten eint die Überzeugung, dass Klimaschutz mit einer ernsthaften Kritik der kapitalistischen Gesellschaft einhergehen muss. Telepolis sprach mit Vertretern dieser antikapitalistischen Strömung innerhalb der FFF-Bewegung.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Ein-Wirtschaftssystem-das-auf-Wachstum-und-Profit-ausgelegt-ist-kann-nicht-nachhaltig-sein-4401440.html

Keine Gnade für Klimaschänder?

Dienstag, 19. März 2019

Telepolis, 19.03.2019

Soll den verantwortlichen Konzernbossen, Politikern und Meinungsmachern angesichts der drohenden Klimakatastrophe der Prozess gemacht werden?

Die Diskussion darüber, wer die Verantwortung trägt für die Verheerungen und das Leiden, die der an Wucht gewinnende Klimawandel anrichten wird, gewinnt inzwischen an Breite – vor allem hinsichtlich der Frage einer juristischen Aufarbeitung dieses kolossalen Scheiterns der Klimapolitik.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Keine-Gnade-fuer-Klimaschaender-4337947.html?seite=all

Sozialismus oder Klimakollaps

Dienstag, 12. März 2019

Neues Deutschland, 12.03.2019
»Fridays For Future«: Die Welt kann nur jenseits des Kapitals vor dem Untergang gerettet werden, meint Tomasz Konicz

Es sind vernünftige, gemäßigte Forderungen, die von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der neuen Klimabewegung »Fridays For Future« erhoben werden. Ende Februar forderte die Galionsfigur der Bewegung, die Schwedin Greta Thunberg, in Brüssel eine Reduzierung der europäischen CO2-Emission um 80 Prozent bis 2030, was angesichts des viel rascher als prognostiziert voranschreiten Klimawandels durchaus als eine absolute Mindestvorgabe betrachtet werden kann. Die Welt könne nur durch das »Ändern der Regeln« gerettet werden, so die jugendliche Klimaaktivistin bei ihren viel beachteten öffentlichen Auftritten. »Alles« müsse sich ändern.

Bei solchen Aussagen schwingt die nur zu berechtigte Ahnung dessen mit, dass die Welt gerade nicht innerhalb des bestehenden spätkapitalistischen Systems »gerettet« werden kann. Dies bescheidene Mindestziel der Klimabewegung, die Sicherung der ökologischen Grundlagen der menschlichen Existenz auf dem Raumschiff Erde, ist nur jenseits des Kapitals erreichbar. Es sind in letzter Instanz keine korrupten Politiker oder gierigen Manager, die dem Überleben der Gattung Mensch im Weg stehen, sondern das Wesen und die inneren Widersprüche des Kapitalverhältnisses selber.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1114241.sozialismus-oder-klimakollaps.html

Klimapolitischer Schwindel für Fortgeschrittene

Sonntag, 04. November 2018

Telepolis, 04.11.2018

Die Bundesregierung zeigte unter Kanzlerin Angela Merkel, wie man das Klima effizient ruinieren kann, ohne dafür öffentlich verantwortlich gemacht zu werden

Tue Böses und rede nicht darüber – unter dieser Devise könnte die Klimapolitik der Bundesrepublik unter der Regentschaft Angela Merkels zusammengefasst werden. Während die Bundesregierung immer noch sorglich das Image des Vorreiters beim Klimaschutz pflegt, war die Realpolitik der Bundesrepublik seit Jahren vom Bestreben geprägt, jedweden nennenswerten Fortschritt beim Klimaschutz in Europa weitestgehend zu torpedieren.

Letztendlich unterscheidet sich die Klimapolitik Merkels kaum von derjenigen Trumps – mit dem Unterschied, dass die Kanzlerin nicht so dumm ist, dieses, angereichert durch absurde Klimaleugnung, in alle Welt hinauszuposaunen. Man kann das Klima auch ruinieren, ohne den Klimawandel zu leugnen.

Im vergangenen Oktober, kurz nach dem verheerenden diesjährigen Hitze- und Dürresommer, ließ die EU-Kommission ihre langjährigen, schon 2014 festgelegten Klimaziele fallen. Der Ausstoß von Treibhausgasen in der EU sollte diesen Planungen zufolge im Jahr 2030 um 40 Prozent niedriger gegenüber dem Jahr 1990 sein. Dieses Ziel werde aber auf Druck Berlins zunehmend infrage gestellt, erklärten Vertreter der NGO Germanwatch gegenüber europäischen Medien.

Die „verheerende Dürreperiode in diesem Sommer“ sei gerade erst vorbei, und die Bundesregierung gehe daran, potenzielle Erfolge bei der Klimapolitik zu „torpedieren“. Deutschland sei der wichtigste Bremser, wenn es darum gehe, die EU-Klimaziele zu erhöhen.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Klimapolitischer-Schwindel-fuer-Fortgeschrittene-4210218.html

Klima für Extremismus

Sonntag, 05. August 2018

Telepolis, 05.08.2018

Wie die sich immer deutlicher abzeichnende Klimakrise und der rechte Identitäts- und Abschottungswahn ineinandergreifen

Harmlose Bemerkungen über das Wetter, um mal eine kurze Plauderei mit dem Nachbarn einzuleiten, scheinen in diesem Sommer nicht mehr möglich zu sein. Wenn etwa der Tagesspiegel angesichts der extremen Hitzewelle, die weite Teile der Nordhalbkugel erfasst hat, in einem Artikel fragt, was denn „da los“ sei, dann hat das den Beigeschmack des Apokalyptischen

Es sind nicht einfach nur die lokalen Hitzerekorde, die reihenweise aufgestellt werden, oder die mörderischen Feuersbrünste, die ganze Regionen verwüsten – es sind einerseits die lang anhaltenden extremen Temperaturabweichungen insbesondere im hohen Norden und der Arktis, die charakteristisch sind für dieses extreme Wetterereignis. In Ostsibirien wurden die Durchschnittswerte um 20 Grad überschritten: Das Quecksilber kletterte dort auf 32 Grad Celsius. In Skandinavien brennen nördlich des Polarkreises die Wälder. Am Polarkreis – in Schweden, Norwegen, Finnland – wurden absurde Temperaturrekorde von bis zu 33,5 Grad Celsius registriert.

Andrerseits ist es eine wahrhaft globale Hitzewelle, die in Europa, Großbritannien, Japan, Kanada, und dem Nahen Osten herrschte. Zudem erreicht die Hitze, gerade im globalen Süden, inzwischen schlicht lebensbedrohliche Ausmaße. Im Iran, im Irak und in Algerien kletterte das Quecksilber zeitweilig auf mehr als 50 Grad Celsius. Schon ab 37 Grad Außentemperatur kann der menschliche Körper die Wärme nicht mehr effizient abgeben. Insbesondere in Wechselwirkung mit einer hohen Luftfestigkeit sind solche Temperaturen jenseits der menschlichen Körpertemperatur über längere Zeiträume schlicht tödlich.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Klima-fuer-Extremismus-4127330.html