Archiv für die Kategorie 'Klimakrise'

Von der Klima- zur globalen Flüchtlingskrise

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Telepolis, 27. Dezember 2016
Der außer Kontrolle geratene Klimawandel könnte die größte Flüchtlingskrise der Menschheitsgeschichte auslösen

Der an Dynamik gewinnende, durch den Kapitalismus verursachte Klimawandel stellt die größte Bedrohung des Zivilisationsprozesses im 21. Jahrhundert dar. Auch wenn die durchgeknallten Ideologen der neuen Rechten – von Donald Trump bis zur deutschen AfD – vor diesem simplen Faktum in infantiler Weise beide Augen fest zudrücken, sehen inzwischen selbst Militäranalysten in dieser Hinsicht klar.

Anfang Dezember 2016 berichtete der britische Guardian über die drastischen Klimawandel-Warnungen des Global Military Advisory Council, eines internationalen Netzwerkes von Militärs, das die “sicherheitspolitischen” Implikationen der Klimakrise analysiert. Demnach könnte der Klimawandel im 21. Jahrhundert eine “unvorstellbare” Flüchtlingskrise auslösen, die Massenflucht zu einer “neuen Normalität” machen werde.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Klima-zur-globalen-Fluechtlingskrise-3581604.html

Die Kieselalge und der Berg

Freitag, 07. Oktober 2016

Telepolis, 04.10.2016

Neue wissenschaftliche Studien deuten auf einen dramatischen Anstieg des Meeresspiegels in diesem Jahrhundert hin. Der Klimakollaps kann nur jenseits des Kapitalismus aufgehalten werden

Wie kommen die Meeresorganismen in die Gebirgskette? Es ist eine dieser sehr fachspezifisch anmutenden wissenschaftlichen Streitfragen, deren Klärung weitreichende Konsequenzen für das Verständnis des Klimawandels hat, die jüngst weitgehend gelöst werden konnte.

Link: https://www.heise.de/tp/artikel/49/49571/1.html

Durststrecke XXL

Donnerstag, 28. August 2014

Konkret, 09/2014

Die Wasserknappheit im Südwesten der USA gefährdet die kapitalistische Landnahme der Region. Von Tomasz Konicz

Wie hört es sich an, wenn Wissenschaftler in Panik geraten? Vielleicht so: »Wir hatten angenommen, daß es ziemlich übel aussehen würde. Aber das war schockierend.« Mit diesen Worten kommentierte Stephanie Castle, Spezialistin für Wasserressourcen an der University of California in Irvine, Ende Juli die Ergebnisse einer satellitengestützten Untersuchung der Grundwasserentnahme im Flußbecken des Colorado, des größten und wichtigsten Flusses im Südwesten der Vereinigten Staaten. Der Zu- und Abflußbereich des Colorado River erstreckt sich über die US-Bundesstaaten Colorado, Utah, Arizona, Nevada und Kalifornien, bevor der Fluß infolge übermäßiger Wasserentnahme im sandigen Flußbecken Baja Californias versickert, ohne seine Mündung im Golf von Mexiko zu erreichen.
(mehr …)

Die Dialektik des Klimawandels

Montag, 28. April 2014

Telepolis, 24.04.2014
Wie quantitative Änderungen der Treibhausgaskonzentration zu qualitativen Umbrüchen im globalen Klimasystem führen können.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41529/1.html

Automatisches Subjekt

Freitag, 04. April 2014

04.04.2014
Ökonomie. Dem Kapitalverhältnis wohnt ein Wachstums- und Verwertungszwang inne. Durch ihn ist der globale Kapitalismus ein selbstzerstörerisches System effizienter Ressourcenverschwendung.

Link: http://www.jungewelt.de/2014/04-04/023.php

Wem gehört die Arktis?

Samstag, 05. Oktober 2013

Konkret, 8/2013
Imperialismus 2.0: Der Klimawandel hat ein Wettrennen um die Erschließung der letzten Terra Nova ausgelöst.

Die gesamte Polarregion steht vor einem gewaltigen klimatischen Umbruch. Ein Blick in die Klimageschichte der Arktis, den die Sedimentbohrungen in dem isolierten nordsibirischen Kratersee Elgygytgyn möglich machen, gewährte jüngst der Wissenschaft einen bedrückenden Ausblick auf die Zukunft. Vor rund zwei bis drei Millionen Jahren war die gesamte Arktis eisfrei; an den Ufern des Polarmeers wuchsen üppige Wälder. In den Sedimentablagerungen des Kratersees, der vor 3,6 Millionen Jahren entstand, wurden entsprechende fossile Pollen gefunden. Zudem lagen die Küstenlinien im hohen Norden sehr viel weiter südlich, da der globale Meeresspiegel um bis zu 40 Meter über dem heutigen Niveau lag. Die Durchschnittstemperaturen in dieser Klimaperiode waren rund acht Grad Celsius höher als heutzutage.
(mehr …)

Versiegende Lebensader

Sonntag, 26. Mai 2013

“Junge Welt”, 24.05.2013
Colorado River: Exzessive Wasserentnahme, marode Infrastruktur und Klimawandel bedrohen das wichtigste Flußsystem im Südwesten der USA

Im Südwesten der USA droht womöglich eine Umweltkatastrophe gewaltigen Ausmaßes – die allmähliche Austrocknung des Colorado River. Immer mehr besorgte Stimmen warnen vor dem mittelfristigen Kollaps dieses Flußsystems – samt der darauf basierenden regionalen Wirtschaftsstruktur. Kürzlich erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) American Rivers den Colorado zu dem am stärksten gefährdeten Fluß der USA. Die »Lebensader in der Wüste« befinde sich aufgrund exzessiver Wasserentnahme buchstäblich am Versiegen, warnte sie.
(mehr …)

Leere Bäuche, volle Tanks

Montag, 17. Dezember 2012

Konkret 9/2012

Die diesjährige Dürre in weiten Teilen der Welt und die damit einhergehende Verknappung der Nahrungsmittelproduktion bestätigen: Die Klimakrise ist nicht länger nur ein Zukunftsszenario.

Immer weiter müssen Amerikas Meteorologen in ihren Wetteraufzeichnungen zurückblättern, um historische Parallelen zu der Dürre ausfindig zu machen, die gegenwärtig in den USA herrscht. Die mit einer beispiellosen Hitze einhergehende und besonders lang anhaltende Trockenheit erreicht inzwischen die Dimensionen der Jahrhundertdürre von 1956, während in vielen Regionen des als Kornkammer der USA geltenden Mittleren Westens Erinnerungen an die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts wachwerden. Damals verwandelten agrarische Monokulturen in Wechselwirkung mit einer mehrjährigen Trockenheit einen Teil der Great Plains in die berüchtigte »Dust Bowl« (Staubschüssel), eine Staubwüste, aus der Hunderttausende von Farmern etwa aus Oklahoma auf der legendären Route 66 Richtung Westen fliehen mußten. John Steinbeck hat diesen Umweltflüchtlingen in seinem Roman Früchte des Zorns ein literarisches Denkmal gesetzt.

(mehr …)

Noch fünf Jahre

Sonntag, 09. Dezember 2012

Konkret, 6/2012

Wie der Kapitalismus der Menschheit die Lebensgrundlagen entzieht.

Deutschlands Sonnenkönige sind tief gestürzt. Einstmals als Pioniere einer neuen Ökoindustrie gefeiert, gehen die deutschen Solarzellenproduzenten derzeit gleich reihenweise bankrott. Ehemalige Vorzeigeunternehmen und Börsenstars wie Q-Cells, Solar Millennium, Solon oder Solarhybrid sind schon Geschichte, während die Pleitewelle inzwischen auch den deutschen Marktführer Solarworld zu erfassen droht. Dessen Chef Frank Asbeck griff Mitte April in einem Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« zu Verschwörungstheorien, um den regelrechten Zusammenbruch der deutschen Photovoltaikbranche zu erklären: »Man will uns kaputtmachen. Unsere Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist.« Der einstmals von den Medien gefeierte Asbeck, der sogar eine Photosynthese betreibende Seeschneckenart nach sich benennen ließ (»Elysia asbecki«), attackierte die Regierung Merkel, die mit der Kürzung der Solarförderung »um 30 bis 50 Prozent« dem Druck der großen Energiekonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall nachgegeben habe.

(mehr …)

ND-Debatte: Ist die Rohstoffspekulation für hohe Nahrungsmittelpreise verantwortlich?

Samstag, 10. November 2012

Die Börsenpreise für wichtige Agrarrohstoffe wie Mais und Weizen sind in diesem Jahr wieder stark angestiegen. Dadurch gibt es Druck auf die Preise für einige Grundnahrungsmittel. Eine ähnliche Entwicklung hatte im Jahr 2008 zu Hungerrevolten geführt. Auch der Arabische Frühling entstand aus der Unzufriedenheit über hohe Preise. Doch was ist die Hauptursache für die Entwicklung? Ist es die Spekulation an den Warenterminbörsen? Oder weist dies auf die Bedrohung der Landwirtschaft in vielen Regionen durch den Klimawandel hin? Oder gibt es andere ökonomische Gründe? Darüber wird in der Linken seit Jahren gestritten. Dies ist kein akademischer Disput: Von der Beantwortung der Frage hängt ab, wo die richtigen Gegenmaßnahmen ansetzen müssten.

Mein Debattenbeitrag:

Am Tropf der Kapitalverwertung

Debattenbeitrag von Heiner Flassbeck:

Börsenwahnsinn auf Kosten der Armen