Archiv für die Kategorie 'Klimakrise'

Pandemia da fome

Freitag, 19. Februar 2021

Übersetzung: Boaventura Antunes

O aumento da desnutrição e da miséria que ameaça a vida

„Toda tentativa de romper as imposições da natureza rompendo a natureza, resulta numa submissão ainda mais profunda às imposições da natureza“.
Dialéctica do Iluminismo

A fome tem sido sempre uma companheira constante do capital nos seus cerca de trezentos anos de expansão. Desde a crua miséria do início da Modernidade capitalista, que até fez os níveis de oferta da Alta Idade Média parecerem „bons velhos tempos“, até à actual crise global de fome: a sobreprodução, o desperdício alimentar e milhões de carências existenciais constituem apenas momentos diferentes de um modo económico irracional e destrutivo, ao qual as necessidades humanas – na medida em que podem ser forçadas à forma do valor monetário na procura do mercado – servem apenas como um meio, para o fim em si mesmo da valorização sem limites do capital.

(mehr …)

Pandemie des Hungers

Freitag, 19. Februar 2021

exit-online.org, 16.02.2021

Die Zunahme von Mangelernährung und lebensbedrohlichem Elend

„Jeder Versuch, den Naturzwang zu brechen, indem Natur gebrochen wird, gerät nur umso tiefer in den Naturzwang hinein.“
Dialektik der Aufklärung

Hunger war schon immer ein steter Begleiter des Kapitals in seiner rund dreihundertjährigen Expansionsgeschichte. Vom krassen Elend in der frühen kapitalistischen Neuzeit, das selbst den Versorgungsstand des Hochmittelalters als eine „gute alte Zeit“ erscheinen ließ, bis zur gegenwärtigen globalen Hungerkrise: Überproduktion, Nahrungsmittelverschwendung und millionenfacher existenzieller Mangel bilden nur unterschiedliche Momente einer irrationalen und zerstörerischen Wirtschaftsweise, der menschliche Bedürfnisse – sofern sie in die geldwerte Form der Marktnachfrage gepresst werden können – nur als Mittel zum Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung dienen.

Infolgedessen wäre es verfehlt, die gegenwärtige Zunahme von Hunger und Mangelernährung in vielen Teilen der Welt monokausal auf die Pandemie zurückzuführen. Die Unfähigkeit des kapitalistischen Weltsystems, eine effiziente Pandemiebekämpfung zu organisieren, ohne dass Millionen im Elend versinken, verstärkt nur bereits gegebene Tendenzen. Die Zahl der weltweit hungernden Menschen stieg schon seit 2014 – nach einer kurzen Phase des Absinkens – laut der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) beständig an.

Link: https://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=763

THE LOUD SPRING TRAILER

Dienstag, 02. Februar 2021

Seit Beginn der UN Klimakonferenzen 1992 sind die jährlichen CO2 Emissionen nicht gesunken, sondern um 60% gestiegen. Warum?
Wie könnte sieht eine Gesellschaft aussehen, die in der Lage wäre, den Klimawandel einzudämmen?

Wir wollen einen Film machen, der sich diesen Fragen annähert und einen konkreten Vorschlag macht.

Helft uns diesen Film zu finanzieren & unterstützt unsere Crowdfunding

Link: https://de.labournet.tv/loud-spring-trailer

Leben im Worst-Case-Szenario

Donnerstag, 28. Januar 2021

Telepolis, 28.01.2021

Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit ist laut Wissenschaftlern weiter vorangeschritten, als es den Anschein hat

Beim Klima kommt es immer schlimmer, als mensch denkt. Wenn es eine Konstante bei der Erforschung des Klimawandels gibt, dann ist es die Tendenz der Wissenschaft, dessen Dynamik zu unterschätzen. Die Geschwindigkeit, mit der klimatische Veränderungen insbesondere in der Arktis und Antarktis ablaufen, übertraf die entsprechenden wissenschaftlichen Prognosen, etwa wenn es um das Auftauen der Permafrostböden im hohen Norden geht, mitunter um viele Jahrzehnte.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Leben-im-Worst-Case-Szenario-5038740.html

A máquina de queimar o mundo

Montag, 25. Januar 2021

blogdopedlowski, 24.01.2021

Por que um capitalismo eficiente em recursos é, em princípio, impossível

Por Tomasz Konicz para o Neues Deutschland

O capitalismo e a proteção do clima podem ser acordados? Para a opinião publicada, esta questão parece ter sido esclarecida há muito tempo. A necessidade de deixar a economia de combustível fóssil para trás dificilmente é seriamente questionada no parlamento alemão. Mesmo um partido empresarial muito conservador como a CDU agora é capaz de se comprometer com a proteção do clima em suas declarações. Mas, ao mesmo tempo, logo depois que Armin Laschet foi eleito líder da CDU, vilarejos inteiros estão sendo demolidos na Renânia do Norte-Vestfália para expandir a queima de lignito, particularmente prejudicial ao clima.

Link: https://blogdopedlowski.com/2021/01/24/a-maquina-de-queimar-o-mundo/

(mehr …)

Letzter neoliberaler Tanz auf dem Vulkan

Freitag, 22. Januar 2021

telegraph #137/138, 2020/2021

Die demokratische Administration unter dem greisen Establishment- Präsidenten Joe Biden wird die gigantischen Probleme nicht lösen können, denen sich die USA ausgesetzt sehen.

Was ist von Joe Biden, dem 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, zu erwarten? Nicht viel, denn es scheint angesichts seines fortgeschrittenen geistigen Verfalls sicher, dass der greise Establishment-Mann seine Amtszeit vorzeitig beenden wird, um die Präsidentschaft irgendeinem Washingtoner Insider – wie der als knallharte Generalstaatsanwältin berüchtigten Vizepräsidentin Kamala Harris – zu übergeben. Unabhängig von konkreten Personalien ist von der demokratischen Administration auch kein substanzieller Politikwechsel zu erwarten, der es fertigbringen würde, der tiefgreifenden sozialen wie ökologischen Krise, in der sich die USA wie das gesamte spätkapitalistische Weltsystem befinden, wirksam zu begegnen,. Biden trat gegen Trump mit dem Wahlkampfslogan an, eine „Rückkehr zu Normalität“ zu gewährleisten, als ob der Rechtspopulist im Weißen Haus nur einen „Betriebsunfall“ darstellen würde – und nicht ein spezifisch amerikanisches Symptom der Weltkrise des Kapitals wäre. Die zutiefst konservative Idee, mitten in einer sich entfaltenden sozio-ökologischen Krise die Uhr der Geschichte zurückdrehen zu wollen, um eine neoliberale „Normalität“ wiederherstellen zu wollen, die selber Krisenfolge und Krisenverstärker ist, kann sich nur bitter an eben dieser Realität blamieren.

Link: https://telegraph.cc/letzter-neoliberaler-tanz-auf-dem-vulkan/

Die Weltverbrennungsmaschine

Freitag, 22. Januar 2021

Neues Deutschland, 23.01.2021

Warum ein ressourcenschonender Kapitalismus prinzipiell unmöglich ist

Können Kapitalismus und Klimaschutz vereinbart werden? Für die veröffentlichte Meinung jedenfalls scheint diese Frage längst geklärt. Die Notwendigkeit, die fossile Wirtschaftsweise hinter sich zu lassen, wird diesseits der AfD in der Bundesrepublik kaum noch ernsthaft infrage gestellt. Selbst eine stockkonservative Wirtschaftspartei wie die CDU schafft es inzwischen, in ihren Deklarationen ein Bekenntnis zum Klimaschutz abzulegen. Doch zugleich werden in Nordrhein-Westfalen, kurz nach der Wahl Armin Laschets zum CDU-Chef, ganze Dörfer abgerissen, um die besonders klimaschädliche Braunkohleverbrennung auszuweiten.

Link: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147322.klimaschutz-die-weltverbrennungsmaschine.html

La Cina e l’impossibile modernizzazione in ritardo

Donnerstag, 07. Januar 2021

pulgarias.wordpress.com

La Cina è oggi il paese che emette più gas serra. Nonostante tutti i programmi per la produzione di energie rinnovabili, il capitalismo di stato del paese è responsabile di quasi il 30% delle emissioni globali di biossido di carbonio. Questo spiega l’incompatibilità tra capitalismo e moderazione climatica. E non solo nei paesi emergenti.

Link: https://pulgarias.wordpress.com/2021/01/07/vedo-grigio/

(mehr …)

The stupidity coefficient of the Left

Mittwoch, 30. Dezember 2020

by Tomasz Konicz

Stupidity is the best ally of leftist opportunism, the current crisis proves it once again

Capitalism or death? In an interview published in December 2019, the famous American Marxist David Harvey made it very clear, with depressing frankness, what Marx’s theory can quickly degenerate into, when, after decades, we continue to sovereignly ignore the systemic crisis, and consequently do not shape an adequate concept of crisis. Revolution? A “communist fantasy”, we no longer live in the 19th century. Capital is “too big to fail”, it has become too necessary, and therefore we cannot afford its collapse. On the other hand, things need to be “kept moving,” since otherwise “we would almost all starve to death.” And there is also a need for us to invest our time in “reviving” this capital, Harvey says. Perhaps a gradual reconfiguration of capital could be worked on slowly, but a “revolutionary overthrow” is something that “cannot and must not happen”; and we must also actively work to ensure that it does not. At the same time, in the end the Marxist professor also noted that capital has become “too big, too monstrous” to survive. In short, it would be a “suicidal path.”

Link: https://leftdis.wordpress.com/2020/12/30/the-stupidity-coefficient-of-the-left/

Hunger im Klimawandel

Samstag, 26. Dezember 2020

Telepolis, 26.12.2020

Während die kapitalistische Klimakrise die Ernährungsbasis der Menschheit bedroht, beweist das morsche politische System mit der europäischen Agrarreform seine Reformunfähigkeit

Können Sie auf Kaffee verzichten? Wie sieht es mit Schokolade aus? Oder Bananen? Binnen der kommenden Dekaden sind diese Nutzpflanzen, die einen festen Bestandteil der Diät in den Industrieländern bilden, von den Folgen des Klimawandels bedroht. Der morgendliche Kaffee oder die nachmittägliche Schokoladendosis – sie könnten wieder zu einem Luxuserlebnis, zu einem Statussymbol werden, das der breiten Masse der Bevölkerung nicht mehr zugänglich ist.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Hunger-im-Klimawandel-4999517.html

Il coefficiente di stupidità della Sinistra

Samstag, 19. Dezember 2020

La stupidità è la miglior alleata dell’opportunismo di sinistra, la crisi attuale lo dimostra ancora una volta –
di Tomasz Konicz

Capitalismo o morte? In un’intervista pubblicata nel dicembre del 2019, il famoso marxista americano David Harvey ha reso assai chiaro, con una franchezza deprimente, in che cosa possa rapidamente degenerare la teoria di Marx, quando, dopo decenni, si continua ad ignorare in maniera sovrana la crisi sistemica, e di conseguenza non si dà forma ad un adeguato concetto di crisi [*1]. Rivoluzione? Una «fantasia comunista», oramai non viviamo più nel 19° secolo. Il capitale è «too big to fail», è diventato troppo necessario, e pertanto non possiamo permetterci il suo crollo. D’altra parte, le cose devono essere «mantenute in movimento», dal momento che in caso contrario «moriremmo quasi tutti di fame». E c’è bisogno anche che investiamo il nostro tempo per «rianimarlo», questo capitale, dice Harvey. Forse si potrebbe lavorare lentamente ad una riconfigurazione graduale del capitale, ma un «rovesciamento rivoluzionario» è qualcosa che «non può e non deve accadere»; e bisogna anche si lavori attivamente per fare in modo che non avvenga. Allo stesso tempo, alla fine il professore marxista ha osservato anche che il capitale è diventato «troppo grande, troppo mostruoso» per poter sopravvivere. Insomma, si tratterebbe di un «percorso suicida».

Link: https://francosenia.blogspot.com/2020/12/gli-idioti-in-marcia.html?spref=fb

(mehr …)

O coeficiente de estupidez da esquerda

Donnerstag, 17. Dezember 2020

A estupidez é o melhor aliado do oportunismo de esquerda – a actual crise mais uma vez torna isso evidente.

Capitalismo ou morte? Numa entrevista publicada em Dezembro de 2019, o famoso marxista norte-americano David Harvey deixou claro, com uma franqueza deprimente, aquilo em que a teoria de Marx pode rapidamente degenerar, quando soberanamente ignora a crise sistémica durante décadas e consequentemente não forma um conceito adequado de crise. (1) Revolução? Uma „fantasia comunista“, já não estamos a viver no século XIX. O capital é “too big to fail”, é demasiado necessário, por isso não podemos permitir o seu colapso. Por outro lado, as coisas teriam de ser „mantidas em movimento“, pois caso contrário „quase todos morreríamos à fome“. É preciso até investir tempo para o „reanimar“, diz Harvey. Talvez se pudesse trabalhar lentamente numa reconfiguração gradual do capital, mas um „derrube revolucionário“ é algo que „não pode e não deve acontecer“ – e até se deve trabalhar activamente para garantir que isso não aconteça. Ao mesmo tempo, o marxista de cátedra observou finalmente que o capital se tinha tornado „demasiado grande, demasiado monstruoso“ para sobreviver. Estaria num „caminho suicida“.

(mehr …)

China e a impossibilidade de modernização para recuperar o atraso

Montag, 14. Dezember 2020

acomuna, 13.12.2020

A ideia de que as economias da semiperiferia, celebradas por anos como as “locomotivas da economia mundial”, alcançariam economicamente os centros, é embaraçosa não só na crise atual, que é particularmente dura para muitos países emergentes como Turquia e Brasil; também está em total contradição com os limites ecológicos externos do capital que se manifestam na crise climática.

Link: https://acomunarevista.org/2020/12/13/china-e-a-impossibilidade-de-modernizacao-para-recuperar-o-atraso/

China und die Unmöglichkeit nachholender Modernisierung

Freitag, 11. Dezember 2020

Oxiblog, 10.12.2020

China ist mittlerweile der mit Abstand größte Emittent von Treibhausgasen. Trotz aller Programme zum Aufbau regenerativer Energien ist die staatskapitalistische Wirtschaft des Landes für knapp 30 Prozent des globalen Ausstoßes von Kohlendioxid verantwortlich. Daran zeigt sich, dass Kapitalismus und Klimaschutz unvereinbar sind – nicht nur in Schwellenländern.

Link: https://oxiblog.de/klimakrise-und-china/

Der linke Blödheitskoeffizient

Mittwoch, 09. Dezember 2020

Dummheit ist der beste Verbündete des linken Opportunismus – dies macht der aktuelle Krisenschub mal wider evident.

exit-online, 09.12.2020

Kapitalismus oder Tod? Wozu Marxsche Theorie schnell verkommen kann, sofern sie die Systemkrise jahrzehntelang souverän ignoriert und folglich keinen adäquaten Krisenbegriff ausbildet, machte der renommierte US-Marxist David Harvey in einem im Dezember 2019 publizierten Interview in deprimierender Offenheit deutlich.1 Revolution? Das sei eine „kommunistische Fantasie“, wir lebten nicht mehr im 19. Jahrhundert. Kapital sei „to big to fail“, es sei zu notwendig, sodass wir es nicht uns erlauben könnten, dass es zusammenbreche. Die Dinge müssten hingegen „in Bewegung gehalten“ werden, da wir ansonsten „nahezu alle verhungern“ würden. Man müsse gar Zeit investieren, um es „aufzupäppeln“, so Harvey. Eventuell könne man langsam, an einer graduellen Rekonfiguration des Kapitals arbeiten, aber ein „revolutionärer Umsturz“ sei etwas, dass „nicht passieren kann und nicht passieren darf“ – und man solle gar aktiv daran arbeiten, dass es nicht passiere. Zugleich bemerkte der Kathedermarxist endlich, dass das Kapital „zu groß, zu monströs“ geworden sei, um zu überleben. Es befände sich auf einem „selbstmörderischen Pfad“.

Link: https://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=749

(mehr …)

Die Klimabewegung am Scheideweg

Samstag, 10. Oktober 2020

Telepolis, 10.10.2020

Opportunismus oder Kampf um Systemtransformation – wohin treiben Fridays for Future & Co.?

History repeating? Die aktuellen Berichte über parlamentarische Ambitionen junger, prominenter Klimaaktivisten können auf ganz schön alte Begriffe zurückgreifen, die sich schon in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts etablierten – etwa den berüchtigten „Marsch durch die Institutionen“, auf den etwa der Tagesspiegel die Prominenz der Bewegung schon sieht.

Link: https://www.heise.de/tp/features/Die-Klimabewegung-am-Scheideweg-4918049.html

Waldbrände in Kalifornien: Sonnenstaat unter Hochspannung

Donnerstag, 17. September 2020

lowerclassmag, 16.09.2020

Ein Hintergrundbericht zur Wechselwirkung zwischen Klimakrise und Spätkapitalismus am Beispiel Kaliforniens.

Und wieder mal häufen sich die Rekorde, wenn es um die diesjährige Feuersaison in Kalifornien geht. Den Anfang machte diesmal die Zahl an Blitzeinschlägen, die im August im bevölkerungsreichsten Bundesstaat niedergingen. Allein vom 19.bis 21. August schlugen innerhalb von 72 Stunden mehr als 12 000 Blitze ein – ein Rekordwert. Satellitenaufnahmen zeigen die aus dem Weltraum sichtbaren Folgen dieses ungewöhnlich heftigen und ausgedehnten Extremwetterereignisses. Durch die Blitze wurden mehr als 560 Feuer entzündet, die sich inzwischen zu einer der schwersten Feuerkatastrophen in der Geschichte des Bundesstaats ausgeweitet haben.

Verantwortlich dafür sei, laut Meteorologen, der sehr trockenen Winter, auf den ein besonders heißer und trockener Sommer folgte. Mitunter seien die Brände in dem ausgedorrten und unter einer regelrechten “Hitzekuppel” leidenden Land durch sogenannte “Trockenstürme” (dry storms) ausgelöst worden, bei denen der die Blitzeinschläge begleitende Regen vor dem Auftreffen auf die staubtrockene Vegetation in der heißen Luft verdunstete.

Anfang September wandelten sich Teile Kaliforniens so in eine apokalyptische, von Orangetönen geprägte Kulisse, die an Filme wie Blade Runner 2049 das Reboot der Doom-Shooter von 2016 erinnerte. Angefacht von neuen Temperaturrekorden, die lokal an die 50 Grad Celsius heranreichten, blockten Rauchwolken das Sonnenlicht in Los Angeles und San Francisco, sodass die Bewohner dieser Westküstenstädte ihre Tage unter einem orangen Himmel in Atemschutzmasken verbringen mussten, während zugleich ein Ascheregen auf Teile Südkaliforniens niederging.

Link: https://lowerclassmag.com/2020/09/16/waldbraende-in-kalifornien-sonnenstaat-unter-hochspannung/

Apitar na floresta moribunda…

Donnerstag, 27. August 2020

acomuna, 26.08.2020

A contradição entre economia e ecologia, entre as restrições econômicas do crescimento econômico sem limites e os requisitos de uma política climática sustentável, é muito real. As elites funcionais dentro das “restrições práticas” da economia mundial não têm escolha a não ser reiniciar o motor de combustão capitalista, caso contrário sofrem a ameaça das mais graves convulsões sociais e políticas.

Link: https://acomunarevista.org/2020/08/26/assobiando-na-floresta-moribunda/

Pfeifen im absterbenden Walde

Mittwoch, 26. August 2020

Wochenzeitung Kontext, 26.08.2020

Die pessimistischen Prognosen zum Klimawandel waren zu zuversichtlich. Doch viele haben keine Lust mehr auf Hiobsbotschaften. Alarmierende Befunde werden medial immer seltener thematisiert. Unser Autor fragt sich, wie es die Öffentlichkeit noch immer schafft, am Wachstumswahn festzuhalten.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/491/pfeifen-im-absterbenden-walde-6953.html

Freie Hand für neue Viren

Mittwoch, 13. Mai 2020

Kontext, 13.05.2020

Mit ihrem Glauben, der Markt werde alles regeln, blamieren sich Neoliberale bis auf die Knochen. Besonders deutlich wird das am Versagen der Pharmabranche. Medikamente gegen unerforschte Erreger, wie sie auch der Klimawandel verbreitet, werden nur entwickelt, falls Profit winkt.

Die Corona-Pandemie dürfte einen Ausblick auf den Umgang mit künftigen Krankheiten und Pandemien bieten, die durch gesellschaftliche Erosionstendenzen und den Klimawandel zusätzlich befördert werden. Steigende Temperaturen etwa bilden längst einen Faktor bei der Ausbreitung sogenannter Tropenkrankeiten in Südwestdeutschland, sodass in südlichen Regionen Baden-Württembergs bereits Mückenjäger unterwegs sind, um gesundheitliche Gefahren einzudämmen. Der Hintergrund: Seit 2007 findet die wärmeliebende asiatische Tigermücke, potenzieller Überträger von Denguefieber und Zika-Virus, auch in Deutschland einen Lebensraum. Während der großen Hitzewelle 2018 wurde erstmals die Übertragung des Westnil-Fiebers – ausgelöst durch das tropische Westnil-Virus – in Deutschland nachgewiesen, das sogar von den heimischen Mückenarten verbreitet werden kann.

Link: https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/476/freie-hand-fuer-neue-viren-6730.html