Archiv für die Kategorie 'Osteuropa'

Let’s go East

Samstag, 29. November 2014

Telepolis, 29.11.2014
Brüssel, Washington und Berlin setzen alle Hebel in Bewegung, um den russischen Einfluss in der östlichen Peripherie der EU zurückzudrängen

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43447/1.html

Zwischen Panik, Deeskalationsbemühungen und Bewunderung

Mittwoch, 03. September 2014

Telepolis, 03.09.2014
Wie reagieren die postsozialistischen Staaten Mittelosteuropas auf die eskalierende Krise in der Ukraine?

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42683/1.html

Selektive Osterweiterung

Freitag, 10. Januar 2014

Telepolis, 10.01.2014
Die Debatte um “Armutszuwanderung” aus Osteuropa verdunkelt den Umstand, dass Deutschlands Wirtschaft zu den Hauptprofiteuren der Osterweiterung gehört

Wenn es um dumpfen Rechtspopulismus geht, kann die CSU durchaus Standhaftigkeit beweisen. Die Parteiführung setzt weiterhin ihre scharfe xenophobe Kampagne gegen rumänische und bulgarische Migranten fort, die in übelster rechter Tradition des Schmarotzertums bezichtigt werden – diesmal spricht man vom “Zuzug in die Sozialsysteme”. Einstimmig hat die “christlichsoziale” Bundestagsfraktion folglich zum Jahresauftakt ein umstrittenes Positionspapier verabschiedet, in dem Maßnahmen gefordert werden, um Migranten den Zugang zum deutschen Sozialsystem zu erschweren. Ein entsprechender Staatssekretär-Ausschuss wurde bereits von der Bundesregierung gebildet.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/40/40737/1.html

Staatsfirmen à la Carte

Donnerstag, 15. August 2013

Junge Welt, 15.08.2013
Slowenien beugt sich der Finanznot und dem Druck Brüssels. Mehr als ein Dutzend großer Unternehmen stehen vor Privatisierung

In Slowenien beginnt der große Ausverkauf. Etwa 15 in Staatsbesitz oder unter Staatskontrolle stehende Großunternehmen will die Regierung von Ministerpräsidentin Alenka Bratusek demnächst veräußern. Damit will sie eine Eskalation der Schuldenkrise in der postjugoslawischen Republik verhindern. Unter den zum Notverkauf stehenden Unternehmen finden sich auch einige Industrieikonen, wie der Wintersportartikelhersteller Elan. Hinzukommen unter anderem die Fluggesellschaft Adria Airways, der Telekommunikationskonzern Telekom Slovenije, der Flughafenbetreiber Aerodrom Ljubljana oder der Laserhersteller Fotona.
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Der große Kahlschlag

Donnerstag, 07. Februar 2013

Gegenblende, 07.02.2013
Die Krise der europäischen Autoindustrie

Die Krise der Autoindustrie erfasst inzwischen auch erste Standorte im Osten der Europäischen Union, die bislang einigermaßen ungeschoren durch den Beschäftigungskahlschlag in der Branche kamen. Anfang des Jahres traf es die Belegschaft des Fiat-Standorts im südpolnischen Tychy, wo mit 1450 Arbeitern rund ein Drittel der gesamten Belegschaft entlassen wird. Bis zum März dieses Jahres soll der Beschäftigungsabbau laut Planungen der Geschäftsführung abgeschlossen sein.

Link: http://www.gegenblende.de/19-2013/++co++d1ac06fe-7140-11e2-9711-52540066f352

Von der «Schweiz Jugoslawiens» zum «Spanien des Nordbalkans»

Mittwoch, 17. Oktober 2012

WOZ Nr. 41/2012 vom 11.10.2012
In Slowenien und der Slowakei herrschen wenige Jahre nach dem Beitritt zur Eurozone Ernüchterung und Enttäuschung – aus unterschiedlichen Gründen.

Link: http://www.woz.ch/-32b0

Musterland abgebrannt

Montag, 17. September 2012

“Junge Welt”,  17.09.2012
Slowenien galt als »Schweiz Jugoslawiens«. Jetzt hat es den Euro, marode Banken, steckt in der Rezession und steht vor der Pleite. Die Regierung macht das Übliche

Sloweniens Regierung kann sich nicht so recht entscheiden. Soll das kleine Land gut zwei Jahrzehnte nach der Sezession aus dem jugoslawischen Staatsverbund seine Souveränität erneut abgeben, sich dazu noch in die Schuldknechtschaft der EU-Technokratie begeben? Der konservative Premier Janez Janša warnte Anfang September vor einem Staatsbankrott schon Ende Oktober. Die Kreditaufnahme an den Finanzmärkten sei derzeit »praktisch unmöglich«. Wenige Tage später kam das Dementi – von Finanzminister Janez Šušteršic: Slowenien brauche »keine Hilfe von außen«, und es gebe auch »keinen Druck«, solche Hilfe zu beantragen. Sein Regierungschef habe mit der Warnung nur der Opposition Beine machen wollen, den »Reformen« des Kabinetts zuzustimmen.
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Euro? Nein, danke

Mittwoch, 18. Juli 2012

“Junge Welt”, 18.07.2012
Östliche Beitrittskandidaten zögern, gemeinsame Währung einzuführen. Dennoch leidet deren Wirtschaft unter der Krise. Nur Polen trotzt dem Trend

Das politische Geschäft kann die Kreativität fördern. Polens Diplomaten entwickeln mittlerweile einen bemerkenswerten Einfallsreichtum, um mit immer neuen Ausreden die – beim Beitritt zur EU vertraglich zugesicherte – Einführung des Euro zu verzögern. Die bisherige Spitzenleistung in dieser Disziplin vollbrachte Mitte Juli der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski. In einem Rundfunkinterview beteuerte er, daß Warschau einen »Zeitpunkt und Fahrplan« zur Euro-Einführung unverzüglich ausarbeiten werde, sobald »die Euro-Zone ihre Krise überwunden« habe. Mit dieser Verschiebung des Beitritts auf den Sankt-Nimmerleins-Tag trägt Warschau auch der Stimmungslage in der Bevölkerung Rechnung: Nur noch 13 Prozent der Polen sprachen sich bei jüngsten Umfragen für einen Beitritt zum Währungsgebiet aus.
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Der neue Protestfrühling

Dienstag, 12. Juni 2012

In der derzeit erhältlichen Nr. 23/2012 der Schweizer Wochenzeitung konnte ich einen Text unterbringen, der die Krisenproteste in Polen und Tschechien, sowie die ersten Gehversuche der Regierung Fico in der Slowakei beleuchtet.

»Düsteres Bild«

Dienstag, 29. Mai 2012

Junge Welt, 29.05.2012

Hetze gegen Roma in Tschechien erreicht neue Dimension. Vereinte Nationen und EU: Ausgrenzung in ganz Europa

Vor wenigen Wochen schien es, als ob Tschechiens Faschisten endlich einen Märtyrer gefunden zu hätten. Mitte April wurde ein Schüler mit schweren inneren Verletzungen in ein Krankenhaus im Breclav eingeliefert. Der Fünfzehnjährige gab an, von einer Gruppe Roma brutal zusammengeschlagen worden zu sein, die von ihm Zigaretten erpressen wollten. Daraufhin erreichte die antiziganische Hysterie in Tschechien eine neue Dimension: Die Massenmedien griffen den Fall auf und überschlugen sich in wüster Hetze gegen die Roma, Nazigruppen mobilisierten landesweit zu einer Großdemonstration in Breclav, und der beliebte Schlagersänger Michal David organisierte sogar ein Benefizkonzert für den Schüler.
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